Mit "Cracked Rear View" gelang Hootie & The Blowfish im Jahr 1994 ein beeinduckendes Debüt. Bis heute verkauften die Jungs um Frontmann Darius Rucker sage und schreibe über 13 Millionen Einheiten weltweit und die Single-Auskopplungen "Let Her Cry" und "Only Wanna Be With You" stürmten an die Spitzen der Charts. Aus den College-Freunden waren quasi über Nacht Superstars geworden und eine lange glanzvolle Karriere schien vorprogrammiert zu sein. Heute allerdings ist es still geworden um das Quartett. Zwar veröffentlichen Hootie & The Blowfish immer noch in regelmäßigen Abständen Alben, aber irgendwie nimmt keiner die Band mehr richtig zur Kenntnis.
Keine Ahnung, woran das liegt. Ganz sicher aber nicht an der Qualität von "Cracked Rear View". Die ist nämlich großartig. Sonnige, teils von der Musik der amerikanischen Südstaaten inspierierte ("Running From An Angel") Melodien, kritische und smarte Texte ("Drowning"), hitverdächtige Arrangements ("Hannah Jane", "Let Her Cry") und netter Refraingesang ("Hold My Hand") finden sich in ausreichender Menge auf diesem Debüt. Natürlich darf auch der Superhit "Only Wanna Be With You" nicht fehlen. Besonders angenehm ist die charismatische, tiefe Stimme von Frontmann Darius Rucker.
Warum die Band den Erfolg von "Cracked Rear View" nie auch nur annähernd wiederholen konnte, bleibt ungeklärt, vor allem, da die anderen Alben auch nicht signifikant schlechter sind.
Egal, auf jeden Fall ist "Cracked Rear View" ein großartiges Album, das man sich auch ein Jahrzehnt nach seinem Erscheinen ohne Weiteres gut anhören kann.
Sehr empfehlenswert!