Die hilfreichsten Kundenrezensionen
|
|
30 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Mastodon auf dem Weg nach ganz oben!, 19. März 2009
Nach ihrem Majoreinstand "Blood mountain" meldet sich die US-Band Mastodon mit "Crack the syke" zurück und kratzt nicht nur vom Titel her am (Progmetal-)Firmament. Der Vorgänger war bereits ein interessantes und abgefahrenes Werk um das ein regelrechter Hype inszeniert wurde. Und auch dieses Mal hält man sich (labelseitig) nicht gerade zurück. Doch 2009 ist dieser Overkill wirklich gerechtfertigt, denn das Quartett hat es geschafft, seine zweifellose musikalische Klasse zu bündeln und ganz den sieben einzelnen Songs zu unterstellen. Denn wo der blutende Berg an vielen Stellen nur zur Selbstdarstellung kraftmeierisch wirkte und den Hörer immer wieder vor den Kopf stieß, wirkt "Crack the skye" zugänglicher und überhaupt von Beginn an auch mitreißender. Selbst wenn auf den ersten Blick keine alles niederwalzende Tracks wie der letzte Albumopener "The wolf is loose" vertreten ist. Auf der anderen Seite wirken die Songs auf dem neuen Langdreher aber auch ausgefeilter und filigraner. Noch nie schimmerte die Vorliebe Mastodons für Classic Rock und 70er Jahre Progbands der Sorte King Crimson und Rush so deutlich durch wie heute.
Crack the skye beginnt mit den ersten Augenblicken des Eröffnungstitels "Oblivion" noch leicht zäh, nimmt aber alsbald Fahrt auf und erstaunt mit dem heuer sehr klaren und leicht an einen gewissen John Osbourne erinnernden Gesang und einem ziemlich griffigen Refrain. Ein starker Metalsong mit einem rockigen Feeling, sowie mitreißendem instrumentalen Breaks und Soli. Ein lässiger Einstieg, dem mit "Divinations" eine progressive Abfahrt per Excelance folgt. 70s-Feeling und wüste Ausbrüche inklusive. Ähnliches setzt sich mit dem nachvollziehbaren "Quintessence" fort, das mit einem traditionellen Rockriff startet, leicht psychedelisches Flair ausstrahlt und wie die perfekte Verknüpfung von schwerem Sludge Metal und viel Rush wirkt. Eine starke Darbietung und ein gutes Beispiel des neuen Selbstverständnisses von Mastodon, die anno 2009 auf eingängig erscheinende Songstrukturen setzen, unter denen es allerdings brodelt und vibriert. Hier passiert einiges das entdeckt werden will.
Das überlange Herzstück des Albums folgt in Form von "The Czar", welches träge und mit Keyboardunterstützung psychedelisch anmutend dahin gleitet, bevor es sich mit laufender Spielzeit in einen satten und treibenden Stoner-Metalsong verwandelt. Auch hier stehen wieder der klare Gesang Troy Sanders und groß angelegte, aber nicht anbiedernde Melodiebögen im Vordergrund. Das sich anschließende "Ghost of Karelia" ähnelt wieder etwas dem dritten Titel, allerdings noch ein Stück verspielter und im weiteren Verlauf mit kratzigeren Vocals und schweren Powerchords. Diese werden allerdings sehr akzentuiert eingesetzt und täuschen nicht darüber hinweg, dass das Album insgesamt eine ziemlich entspannte Grundstimmung verbreitet, allerdings ohne dass die Band verweichlicht wirkt. Der Titelsongs ändert anfangs daran auch nichts, reißt den Hörer mit Neurosis Scott Kelly und seinem kehligen Gesangsauftritt aber aus den bunten Bildern, welche sich beim Hören des Albums vor dem geistigen Augs bilden.
Der Abschluss "The last baron" nimmt noch einmal alle bis hierher gesponnen Fäden auf, fügt sie zusammen und startet eine kontrastreiche Achterbahnfahrt, die "Crack the syke" würdig abschließt. Mastodon haben es nun endgültig geschafft und ein wahrhaftig großes Stück Musik geschaffen, das nur so von Abwechslung und starken Emotionen lebt. Die Band überrascht mit ihrer Entwicklung, die sich mehr als je zuvor ins Progressive Metal-Genre packen lässt. Progressiv allerdings im ursprünglichen Wortsinne. Gerade diejenigen, welche die Radikalität des Urzeitsäugers bisher geliebt haben, wird das Ganze vielleicht nicht von Beginn an schmecken, aber alle anderen erhalten eine Genre überschreitende CD voller Überraschungen, die mit Sicherheit nicht so schnell langweilig wird.
|
|
|
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Vorläufiger Höhepunkt der Band, 28. März 2009
Einige Hörer werden von "Crack the Skye" überrascht sein. Die Death Metal-Elemente und im Speziellen die Growls wurden auf dieser Scheibe deutlich heruntergeschraubt. Dennoch gibt es wieder einige Momente mit Scott Kelly von Neurosis auf dem Titeltrack, die an Blood Mountain/Leviathan erinnern.
Das Ganze geht dieses Mal deutlich eingängiger über die Bühne, was aber nicht heißen soll, dass die Songs einfacher gestrickt sind. Im Gegenteil, die Band geht wieder sehr vielschichtig zu Werke jedoch ohne , wie andere Bands ihres Genres, aufgesetzt zu wirken.
Für mich ist dies das erste Mastodon-Album, dass man, ohne dabei verrückt zu werden, in einem Durchlauf hören kann.
Jedes Lied ein Volltreffer, herauszuheben sind aber The Czar, Crack the Skye und The last Baron.
Wenn die Jungs so weitermachen, werden Sie definitv bald auf dem Metal-Olymp sein. Hut ab !
|
|
|
5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Der Himmel über dem Berg?, 5. April 2009
Seit Ende 2008 zählte der Countdown auf der M.Homepage, die Tage bis zur Veröffentlichung des neuen Album und ich mit... Nun war es endlich soweit und mit hohen Erwartungen warf ich die Scheibe endlich in den Player.
Die Höhepunkte:
"Oblivion" - wer sich nicht an den etwas gewöhnungsbedürftigen Gesang des Gastsängers stört, kann hier einen fast tool igen Trip erleben! - der einen echt wundern lässt, was man aus den Instrumenten alles rausholen kann (komisch meine Gitarre kann sowas nicht).
Der 40Tonner "Quintessence" kachelt mit 120 Sachen durch das Wohnzimmer: mit übellaunige Baselines und schrittweiser Errichtung gigantische Soundwände setzt dieser Track die geschätzte Songreihe Fireants, IronTusk etc. sehr schön fort..
Der umfangreiche Hauptact The Czar" wurde schon sehr treffend in der "Mastodon ganz oben" Rezi beschrieben - dem ist nichts mehr hinzuzufügen und genau wie der verfrickelte "Last Baron" Track, ein Kracher der dem Hörer einiges abverlangt.. Die anderen ebenso ausgefeilten Titel führen durch die Tracklist von einem dieser Höhepunkte zum nächsten wobei auch diese ihre persönlich Note haben und sich dadurch hervorragend im Endergebnis ergänzen..
Mein persönliches Fazit: Auch wenn Blood M." nicht unbedingt übertroffen wird, ist Crack the Skye durch und durch sehr gut gelungen. Der Gesang ist transparenter präziser, glasklare auf den Punkt gezielte Gitarrenriffs mit etwas mehr Groove und mit leichten Tendenzen zum Rock- das Zusammenspiel ist geordneter" als gewohnt..
Es ist wie ich finde, dadurch leichter zugänglich als die Vorgänger und führt hoffentlich dazu, dass diese begnadete Band endlich aus der Opener in die Headliner Riege kommt - wo sie hingehört! (es wäre cool wenn ich beim nächsten Konzert nicht einer der wenigen im Saal bin, der die ganze Zeit über abfeiert während die meisten der Gäste Slayer oder Tool rufen..aber das nur am Rande).
Die DVD ist gut aufbereitet; besser als die Workhorse DVD - auch ohne Untertietel sind die Kommentare recht gut verständlich. Man bekommt ähnlich wie bei der Sacrament (Lamb of God) Einblicke in die Privatsphären der Bandmitglieder sowie in die Arbeit zu diesem Album.
Sehr gespannt bin ich nun auf das Ende 2009 zu erwartende Konzert - ich glaube, dass dieses Album die Fangemeinde erheblich vergrößert haben dürfte...
|
|
|
Die neuesten Kundenrezensionen
|