Ich habe den Rucksack vor einiger Zeit auf Empfehlung gekauft, nachdem mein Dicota WinBag-Rucksack nach vielen Jahren langsam, aber sicher auseinandergefallen ist und ich zudem, in den letzten Monaten, vermehrt auf der Suche nach einer Transportmöglichkeit war, die schlicht mehr Dinge als nur ein Notebook beherrbergen kann. Mithin: Organizer Bag bestellt. Ausgepackt. Eingeräumt. Derzeit transportiert das Teil ein Notebook, einen mittelmäßig gefüllten A4-Hefter, ein Hardcover-A4-Schreibbuch, im Allgemeinen zwei, drei dickere Fachbücher, als Luxus im Winter noch ein Taschenbuch für Bus und Bahn, verschiedene Netzteile und Ladegeräte, Kabel, meist ein mehr oder weniger großes Lunchpaket und eine ganze Menge anderen Kleinkram. Erkenntnis: Die Tasche ist dabei bislang noch nicht annähernd voll, bietet immer noch Luft für ein wenig mehr, und die Perspektive, im Sommer dann auch mit dem Rad unterwegs sein und all die Dinge unterzubekommen, die jetzt in der Satteltasche wohnen. Im Hinblick auf Volumen gibt sich der Organizer Back Pack keine Schwäche. Dasselbe gilt ohne Einschränkungen für das Tragegefühl: Schultergurte wie auch Rückenpolster sind recht komfortabel, selbst bei gewichtiger Bepackung, und sorgen dafür, daß sich die Tasche allzeit angenehm und sicher tragen läßt. Darüber hinaus kann der Rucksack, im Vergleich zu anderen Produkten, definitiv mit seinem Preis punkten - sehr viel mehr "value for money" geht wohl nicht.
Andererseits kann man auch nicht _alles_ haben, und so fallen an dem Cox Swain Organizer Back Pack einige Details auf, die den guten Eindruck nicht vollständig stören, aber erwähnenswert scheinen:
- Zum Ersten: 16"? Das halte ich für ein Gerücht. Mein ehemaliger Dicota-Rucksack war für Geräte bis einschließlich 15.4" ausgelegt, und dort paßte mein Toshiba-Notebook bequem so hinein, daß man es einhändig ein- und auspacken konnte. In diesem Rucksack, den ich als per Beschreibung größer angenommen hatte, braucht es beide Hände und einiges Geschick, um dasselbe Notebook in das gepolsterte Abteil des hinteren Faches einzufädeln und einzupacken. Dann, einmal drin, hat man den Eindruck, das Gerät sei schlicht zu groß für die Tasche. Kein Fehler des Produktes, eher ein Fehler der Beschreibung, und insofern der Hinweis, mit der Größenangabe vorsichtig umzugehen.
- Zum Zweiten fiel mir beim Einwerfen des Notebook-Netzteils ein relativ hartes Geräusch unangenehm auf. Der Sache auf den Grund gehend, kam die Erkenntnis, daß, anders als bei anderen vergleichbaren Rucksäcken, der Boden des Organizer Back Packs nicht gepolstert oder zusätzlich stabilisiert ist, sondern "nurmehr" aus demselben, gefühlt wenige Millimeter dicken Material besteht wie die sonstige Außenhaut der Tasche. Für das Notebook ist das kein Problem, weil das Notebook-Fach separat gepolstert und hinreichend weit über dem Boden befestigt ist. Wer indes gelegentlich weitere elektronische Geräte (Netbook, größere USB-Festplatten oder -Laufwerke, ...) mit der Tasche befestigt, sollte beim Einpacken derselben ebenso vorsichtig sein wie beim Abstellen der Tasche auf hartem Untergrund (etwa in der Straßenbahn). Lockeres Fallenlassen verursacht hier definitiv Schaden. Gleiches (relativ dünnes Material) gilt übrigens für die Trennwand zwischen dem "vorderen" und dem "mittleren" der drei großen Fächer.
Für mich bleibt die Erkenntnis: Die Tasche hat Verbesserungspotential, ist allerdings in Anbetracht von Preis und Größe nahezu unschlagbar. Ich würde das Teil wieder kaufen, wobei mir ein größeres Notebook-Fach im Zweifelsfall wichtiger wäre als ein robusterer Boden.