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Cowboysommer: Roman [Gebundene Ausgabe]

Hansjörg Schertenleib
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 244 Seiten
  • Verlag: Aufbau Verlag; Auflage: 1 (30. August 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3351033214
  • ISBN-13: 978-3351033217
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 13,4 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 95.548 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Hansjörg Schertenleib
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

»Freundschaft kann man genausowenig erklären wie Liebe; doch was wären wir, wenn wir es nicht versuchten?« Boyroth ist mutiger, unangepasster, charismatischer als andere. Und er hat eine schöne, geheimnisvolle Schwester. Als Hanspeter ihm zum ersten Mal begegnet, weiß er, dass sie Freunde fürs Leben sein werden. In einem Sommer voller Musik entfliehen sie ihrer engen Welt, bis ein furchtbares Unglück geschieht, das sie für ihr Leben zeichnet und sie zwingt, sich von der Jugend zu verabschieden. Kühn und warmherzig zugleich erzählt Hansjörg Schertenleib vom Verlust der Unschuld und von einer Freundschaft, die bis in den Tod führt.

Über den Autor

Hansjörg Schertenleib, geb. 1957, lebt seit 1996 als Autor und Übersetzer im County Donegal in Irland. Für sein Werk erhielt Hansjörg Schertenleib zahlreiche Auszeichnungen. Seine Theaterstücke wurden an mehr als 20 Bühnen in Deutschland, Österreich, Belgien, Irland und der Schweiz gespielt.Hansjörg Schertenleib, 1957 geboren. Lebt seit 1996 als Autor und Übersetzer im County Donegal in Irland. Für sein Werk erhielt Hansjörg Schertenleib zahlreiche Auszeichnungen; zuletzt den Kranichsteiner Literaturpreis für seinen Bestseller "Das Zimmer der Signora". Seine Theaterstücke wurden an mehr als 20 Bühnen in Deutschland, Österreich, Belgien, Irland und der Schweiz gespielt. "Die Prozession der Männer", Erzählungen, 1985. "Die Geschwister", Roman, 1988. "Der stumme Gast", Gedichte, 1989. "Der Antiquar", Erzählung, 1991. "Das Zimmer der Signora", Roman, 1996. "November. Rost", Gedichte, 1997. "Die Ferienlandschaft", Roman (bearbeitete Neuausgabe), 1998.

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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Heike Geilen HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
"Freundschaft kann man genauso wenig erklären wie Liebe; doch was wären wir, wenn wir es nicht versuchten?", sinniert der Protagonist in Hansjörg Schertenleibs neuem Roman - sein Alter Ego?
Der Schweizer Autor, der in Irland eine zweite Heimat gefunden hat, setzt sich erneut - wie schon in seinem vor zwei Jahren erschienen "Das Regenorchester" - mit den Themen Liebe und Enttäuschung, Leben und Tod, Kindheit und Erwachsensein, Vergangenheit und Erinnerung auseinander. Zentraler Zusammenhalt ist jedoch unzweifelhaft das Sujet Freundschaft.

"Wäre ich ein Mädchen, ich würde mich auf der Stelle in dich verlieben." Mit diesem Gedanken beginnt Schertenleibs Roman und auch die Freundschaft von Boyroth und Hanspeter "Gönngi", dem Ich-Erzähler. Und eben dieser Satz und eine erneute Begegnung der beiden Freunde nach langen Jahren der Abstinenz, ist Auslöser für die dreißig Jahre zurückliegenden Erinnerungen des mittlerweile über Fünfzigjährigen, der sich vom damaligen Setzerlehrling zum Schriftsteller "emporgearbeitet" hat. Ganz anders sein Gegenüber, dessen fleckiger Parka und zotteliger Bart nichts mehr von der Souveränität und Überlegenheit des damaligen jungen Mannes ausstrahlt, sondern den eine Müdigkeit und Bitterkeit umgibt. Die Zeit hat ihre Spuren hinterlassen. Heute scheint Boyroth nur noch ein Schatten seiner selbst zu sein, "im Würgegriff der Vergangenheit".

Damals - 1974 - war Boyroth der autonome "Macher".
"Es ist so schön, so schön, so schön, ein Cowboy zu sein.", singt der Liedermacher Gisbert zu Knyphausen. Cowboys sind die beiden siebzehnjährigen Protagonisten auch. Sie haben ein Faible für Fußball, die gleiche Musik und ihre frisierten Mopeds. Für Hanspeter ist Boyroth vom ersten Augenblick an etwas Besonderes. "Er würde mir das Gefühl geben, da zu sein, am Leben zu sein, wirklich und immer, jede Sekunde, jemand, der nicht in der Menge untergeht und doch nicht allein ist. Er hatte, das sah ich, die schwierige Aufgabe, er selbst zu werden, bereits geschafft. Mit ihm konnte ich üben, ein anderer zu sein, bis ich wirklich ein anderer war. (...) Er tat alles dafür, seine Träume zu erfüllen."
"Gönngi" gleitet in diese Freundschaft aus seiner Kindheit in die der Erwachsenen, auch wenn ein tragisches Unglück die Beiden trennen und für ihr Leben zeichnen wird.

Hansjörg Schertenleib wartet erneut mit einem wunderbar zartbesaiteten und feingeistigen Duktus auf. Er versteht es, auf unnachahmliche Art und Weise, Gesten und Blicke ins Jetzt zu heben und damit dem Leser zugänglich zu machen. Trotzdem die Lektüre eine unbewusste Schwerelosigkeit erzeugt, agiert sie mit literarischem Tiefgang und stilistischem Niveau. Das leise, unaufdringliche und beinahe unspektakulär zu nennende Buch übt vor allem durch die Aktivierung aller fünf Sinne einen magischen Sog aus. Vielfältige Eindrücke und Erinnerungen durchziehen den ganzen Roman. "Cowboysommer" verrückt Distanzen: Fernes wird nah und Nahes fern. Es ist ein nachdenkliches, aber nicht grüblerisches, ein zuweilen melancholisches, aber nicht trauriges Buch.
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Anrührend 22. Januar 2012
Format:Gebundene Ausgabe
Der Roman ist die anrührende Geschichte über die Freundschaft zweier Schweizer Jungs in den Siebziger Jahren - wunderbar erzählt in einer unaufdringlich leichten, zarten Sprache, die fast schwebt und sich nie vor die Geschichte stellt.

Erste Liebeserfahrungen werden gemacht, am Moped herumgebastelt, Motorrad gefahren, Musik gehört und Gras geraucht. Der schüchterne Hanspeter ist fasziniert vom selbstsicheren Boyroth, tut alles, um ihm zu gefallen und auch so zu werden wie Boyroth. Er sieht in ihm einen Verbündeten gegen Lehrer und Vorgesetzte, gegen Eltern und Erwachsene überhaupt.

Die Nähe des Erzählers zum Autor, die vielen kleinen biografischen Übereinstimmungen fallen auf. Das tut der Qualität der Geschichte keinen Abbruch. Im Gegenteil: Es ist eine Erzählung, die duftet, riecht und schmeckt, und die, trotz aller Härte und Heftigkeit, durchaus auch zarte Züge aufweist. Äußere Topographie und innere Seelenzustände korrelieren auf überzeugende Weise. Die Landschaft wird atmosphärisch dicht beschrieben, ohne den Blick auf die Figuren zu verstellen.

Psychologisch stringent und äußerst feinfühlig wird das Aufwachsen der beiden und ihr weiterer Werdegang geschildert. Ein unscheinbares, schönes Buch, das großen Lesegenuss bietet und differenzierte, eindrückliche Einblicke in das Leben von Schweizer Jugendlichen in den Siebziger Jahren. Was mich besonders für den Text eingenommen hat, ist seine hohe Glaubwürdigkeit und Authentizität. Der Autor weiss, wovon er spricht, und nimmt mich als Leserin mit in eine mir fremde, faszinierende Männerwelt. Vielleicht Schertenleibs bestes Buch.
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Von zueribueb TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Hansjörg Schertensleibs Roman "Cowboysommer" ist eine berührende Betrachtung des Lebens. Der Ich-Erzähler, ein Alter ego des Autors, trifft auf einen alten Schulfreund, den er seit Jahren nicht mehr gesehen hat. In der Folge wird deren gemeinsame Geschichte als Jugendfreunde erzählt. Freundschaft, erste Liebe, sexuelles Erwachen, Erwachsenwerden. Musik, Interrail nach Dänemark und Norwegen und schicksalhafte Wendungen des Lebens.
"Cowboysommer" ist Nostalgie pur. Es geht um die Generation "Mofa". Das Buch kann man allerdings nur dann richtig schätzen, wenn man ein Kind der siebziger Jahre ist, insbesondere da sehr viel von Musik die Rede ist. Das Buch erinnert mich etwas an die Freiämter-Trilogie von Silvio Blatter oder "Übungsheft der Liebe" von Silvio Huonder. Von einer Reise nach Norwegen handelt übrigens bereits Schertensleibs Erzählung "Grip" aus dem Jahr 1982.
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