Man kann Cowboy Bebop lieben oder es hassen. Wie auch immer, wer sich für ersteres entscheidet, kann mit den drei Mangas von Yutaka Nanten gar nicht sooo falsch liegen. (an dieser Stelle sei angemerkt, es existieren noch einige weitere Bände, die so genannten "Shooting Star" Exemplare von Cain Kuga, die sich allerdings vor allem im Chara-Design extrem von den vorliegenden Versionen unterscheiden)
An den Zeichnungen gibt es nichts auszusetzen, das Chara-Design differiert nur geringfügig von dem der Serie. Der Humor der Kurzgeschichten ist größtenteils Slapstick und erinnert am ehesten noch an die etwas heiteren, durchgeknallten Episoden des Animes (wie beispielsweise Cowboy Funk oder Mushroom Samba). Aber genau dort liegt der Hund begraben. Denn allenfalls stellen die Cowboy Bebop Mangas eine Ergänzung zur Serie dar, geben diese aber in keinster Weise wieder, was sehr schade ist, da somit gerade auch die ernsteren, melancholischen Züge der Charaktere und ihrer Persönlichkeiten vollständig verlorengehen. So wird weder in Band 1, noch in 2 oder 3 näher auf die Vergangenheit der Personen eingegangen (von Ed und Faye ganz am Rande mal abgesehen). Auch fehlen wichtige Elemente der Serie (Vicious, Julia...), die dem Anime erst ihre besondere Note gegeben haben.
So sollte man die CB-Mangas stets als nette kleine Ergänzung zum Anime sehen (ähnlich wie auch den Cowboy Bebop OAV "Knocking on Heaven's Door") aber nicht mit der eigentlichen Geschichte verwechseln. Für Bebop-Neueinsteiger daher nicht so wirklich zu empfehlen (es sei denn, man nöchte sich einfach nur mal wieder amüsieren). Dafür für alte Fans des Animes aber ein umso netteres "Accessoir".