1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Gelungen, 11. Juni 2005
Die Schwierigkeit bei Coveralben ist immer, den Songs seinen eigenen Stempel aufzudrücken und gleichzeitig deren Originalcharakter nicht zu verfälschen. Das Ergebnis kann immer nur eins sein, nämlich ein Kompromiss. Um es vorwegzunehmen: dieser hier ist recht gut gelungen.
Den ersten Song 'The Wall' wollte ich gleich überspringen, da ich dachte, dass das nervige 'we don't need no education,...another brick in...' von Pink Floyd kommt. Kam aber gottseidank nicht. Dafür eine sehr schöne Interpretation eines gleichnamigen Stücks von Kansas. Eines der besten Songs auf dem Album! Super!
An 'Kashmir' haben sich schon andere die Zähne ausgebissen. Das Ergebnis auf diesem Album kann sich sehen lassen und ist meiner Meinung sogar besser gelungen, als die Neuinterpretation von Robert Plant auf 'No Quarter'.
Man ist immer geneigt, Coverversionen mit "besser als...", oder "schlechter als..." zu beurteilen, was ich nicht ganz richtig finde. Man sollte die Songs immer so beurteilen, als wenn man sie das erste Mal hört, um eine gewisse Objektivität zu gewährleisten (was natürlich nicht geht).
Bei 'Soaring' war es jedoch ganz einfach für mich. Diesen Song kannte ich vorher noch nicht. Mit Lanas Simme ist er jedenfalls sehr schön.
Mit 'Hold your head up', 'Innocence' und 'I'll see you in my dreams' ist man auf Nummer sicher gegangen. Weniger bekannte Songs, doch Ohrwürmer.
'Don't try so hard': das Original mit Freddy Mercury ist unerreichbar (schon wieder so ein Vergleich!). Mir gefällt die Eigenständigkeit der Interpretation von Lana. Man hat gar nicht erst versucht, das Original zu kopieren und das ist gut so.
'Northern Lights' - wiederum "sehr schön" interpretiert.
Ich weiß gar nicht, warum man die Scorpions immer wieder als 'Schicki-Micky-Band' bezeichnet. Gut, in den 70ern waren sie authentischer und härter. Aber immerhin zählen sie zu den wohl besten Balladenschreibern der Welt! In dieser Version von 'Still lovin' you' wurde die Leadgitarre von einer Viola ersetzt... Eine tolle Idee! Ich finde Lanas Version eindeutig besser als die schon leidgehörte Version von den Scorps!!!
Auf 'Wheep in Silence' war ich als alter Heep Freak besonders gespannt. Nun, es ist, genau wie Ken Hensley's eigene Neuinterpretation auf 'The Wizard's Diary' ganz nett gelungen. Nicht schlecht; das Intro ist ein wenig zu lang..., die Stimmen zu vergleichen, wäre unfair... Lasst es doch so, wie es war. Am Original gibt es nichts zu rütteln.
'Stargazer'. Die Meisterprüfung. Das wohl beste Stück aus dem wohl besten Rainbow Album auszuwählen; - sehr mutig! Da kann man nur scheitern. Wer die Latte hoch hängt, muss sich auch an ihr messen lassen, doch das Ergebnis ist besser ausgefallen, als ich erwartet hatte. Die Drums kommen, trotz Bemühungen nicht an Cozy Powell heran. Die Stimme von Lana ist für dieses Stück gänzlich ungeeignet. Klasse finde ich, dass Lanas Gitarrist versucht hat, Ritchie Blackmores unnachahmlichen, sich etwas an östlich-orientalischen Tonleitern ausgerichteten Stil aufzugreifen; - er spielt das Solo ziemlich originalgetreu nach, um dann... plötzlich merke ich auf - Überraschung ... mitten drin den Part an einen Sythesizer abzugeben, der das 'orientalische' Thema abgreift. Super gemacht!
Alles in allem ist dieses Cover Album alles andere als überflüssig und deshalb: 4 Sterne!
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5.0 von 5 Sternen
Absolute Kaufempfehlung (solange es noch möglich ist!!), 24. November 2008
Da klicke ich mich sich so durchs Internet und stolperte hier im wahrsten Sinne des Worte rein zufällig über die Rezension einer mir völlig unbekannten CD. Das klingt ja interessant denke ich mir und bestelle mir die Scheibe. Nach zwei Tagen trifft der Silberling ein, wird im Player plaziert und .....bleibt dort für die nächsten Tage!
Mein erster Gedanke: Was ist das denn? Eine Frauenstimme, mal laut (und wie!), dann wieder schnurrend und leise, das es dem Macho in uns Männern die Nackenhaare kräuseln lässt. Begleitet von einer Wahnsinnsband knallt einem ein Sound um die Ohren, das man sich wirklich die Ohren reibt. Aber kommen wir zunächst einmal zu den Fakten:
Lana Lane ist eine amerikanische Sängerin die bereits 18 Alben herausgebracht hat, sie bewegt sich irgendwo zwischen Pop, Synphonic-Rock und Progressiv-Metal.
Auf dieser CD finden sich (wie der Titel es vermuten lässt) aussschliesslich Cover-Versionen. Eine interessante Mischung aus bekannten Songs, Mega-Klassikern und völlig unbekannten Perlen. Wir hören den Zeppelin-Klassiker "Kashmir", die Sorpions-Ballade "Still Loving You" und den Rainbow -Hammer "Stargazer". Aber auch das (zumindest mir) völlig unbekannte "Soaring" von Aviary, einer Band aus Seattle
Und das alles wird zu keinem Zeitpunkt langweilig oder wirkt abgedroschen. Es gelingt Lana und der Band durch die Kraft der Stimme und den druckvollen und variablen Arrangements den Stücken neues, eigenes Leben einzuhauchen. Und selbst Freddie Mercury kann ruhig im Grab liegen bleiben, wenn Lana sein "Don't Try So Hard" anstimmt.
Ich würde ja gerne etwas zur Band sagen, aber sorry: keiner der Namen sagt mir etwas. Da habe ich offensitlich etwas verpasst, denn die Jungs spielen absolut und unwiderstehlich g.....!!!!
Es hauen Euch auf die Ohren:
Lana Lane (vocals)
Erik Norlander (keyboards, bass, guitar)
Mark McCrite (guitar)
Gregg Bissonette (drums)
Tony Franklin (bass)
sowie auf einzelnen Stücken
Novi Novog (viola)
Cameron Stone (cello)
Arjen Lucasson (guitar)
Neil Citron (guitar)
Gabriel Moses (guitar)
Nick D'Virgilio (drums)
Ed Warby (drums)
Das diese Frau hier so unbekannt ist und solche Eintagsfliegen wie Thomas Godoj, Mark Medlock oder auch Monrose in das Bewußtsein der Fans geprügelt werden, gehört wohl zum Wahnsinn des Showbiz.
Wie schreibt die englische Wikipedia:
"She sings modern music with both a graceful lilt and a commanding, stadium-sized voice of impressive range and power."
Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen, es sei denn:
KAUFEN, KAUFEN; KAUFEN und an die Nachbarn denken!
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