Diese CD bietet dreizehn Coverversionen, davon zwei aus den "Testimony"- Sessions, vier aus den "One"- Sessions und sieben von den "?"- Sessions. Als Künstler steht nicht mehr der Name von Sänger/Gitarrist/Keyboarder Neal Morse allein auf dem... äh, Cover (!), sondern zusammen mit denen von Drummer Mike Portnoy (Dream Theater) und Basser Randy George (Ajalon). Diese eingeschworene Rumpftruppe von Morses Studio- und Tourband betrachtet dieses Cover- Fun- Werk offensichtlich als ein gemeinsames.
Die Liner Notes im Booklet sind daher auch nicht von Morse, sondern von Portnoy, der über seine Leidenschaft für Coverversionen, die Beatles, die Musik und die Filme der Sechziger erzählt sowie erklärt, wer welchen Song aussuchte.
Beeindruckend ist für mich in erster Linie die Variabilität, mit der das Trio, allen voran natürlich Morse, diese total verschiedenen Songs von den Monkees über the Who, Moody Blues, Chicago, David Bowie und Cat Stevens bis U2 glaubwürdig interpretiert, ohne sich dabei zu blamieren oder einen Song zu vermurksen. Die Sounds und Arrangements sind natürlich erwartungsgemäß hochprofessionell.
Natürlich ist das Ganze eher was für Fans der drei Haudegen als für neue Hörer. Diese haben auch die älteren Stücke schon von den Special Editions der "Testimony" und "One"- CDs. Aber allein wegen den sieben neuen Songs hat sich die Anschaffung schon für mich gelohnt, besonders für Cat Stevens' "Where do the Children play" und Bowies "Rock and Roll Suicide". Das unschlagbare Highlight ist und bleibt aber "I'm Free/Sparks" von "One"; so irre hat Portnoy nirgendwo sonst das Tier rausgelassen.
Fazit: Diese CD macht Spaß. Wirklich essenziell oder unverzichtbar ist sie aber nicht.