Bücher können uns neue Erkenntnisse vermitteln oder sie erinnern uns an vermeintlich Selbstverständliches. So auch Tilks Buch über Mut im Management. Beim Lesen sagt man so auch weniger Aha" als vielmehr Na Klar". Und je mehr man in seinem Buch liest, je mehr wird die Aussage Na Klar!" zu einem Ausruf.
Unvorstellbar dann auch, wie erfolgreiches Management ohne Mut auskommen kann. Der Schluss liegt Nahe, es kann es nicht. Ohne Mut, Dinge zu bewegen, Mut den Mitarbeitern gegenüber und letztlich Mut, Entscheidungen zu treffen, ist Erfolg nicht mehr vorstellbar.
Um so wichtiger, dass Tilk dieses Thema aufgreift. Offensichtlich fehlt es in Deutschland an Mut, wie es Tilk in seinem Buch darstellt. Offensichtlich versuchen noch immer Manager, ohne eine wesentliche Voraussetzung zu führen, nämlich ohne ausreichenden Mut. Und damit hat Tilk den Punkt genau getroffen.
Tilk prangert aber eben nicht nur an. Vielmehr zeigt er auch den Weg zu Mut im Management. In einer sehr authentischen Art nimmt er den Leser auf seinen mutigen Weg mit. Dies macht Spaß und schließlich auch Mut.
Das Buch macht Lust, mit Menschen wie Tilk zusammenzuarbeiten, weil man gerade diese Selbstverständlichkeit von Mut im Management doch schon irgendwie vermisst hat.
Ein tolles Buch für Manager, die sich auch als Unternehmer verstehen. Da sieht man es Tilk auch nach, dass er sich in seiner Begeisterung für dieses Thema gelegentlich wiederholt. Man profitiert schließlich von seiner Erfahrung als moderner Manager, der es vermag, mit seiner manchmal sehr unkonventionellen Wortwahl den Leser zu faszinieren.
Das Buch ist sicherlich nicht das Ergebnis langjähriger Forschung, sondern erfolgreicher Führungserfahrung. Daher muss man es lesen, es sei denn, es fehlt der Mut.