Neben seinen Gedichten hat der Höfling und Diplomat Sir Philip Sidney bei seinem frühen Tod in der Schlacht von Zütphen diesen Roman hinterlassen, "The Countess of Pembroke's Arcadia". Es gibt ihn in mehreren Versionen, dies ist die erste Version von 1580, die auch "The Old Arcadia" genannt wird. Die von Katherine Duncan-Jones edierte Ausgabe folgt dem Text, den Jean Robertson 1973 für die Oxford University Press erarbeitet hat. Beim Penguin Verlag gibt es die unvollendete, zusammengestückelte Version der "Arcadia", die 1590 und 1593 erschien. Die ist doppelt so lang wie diese Ausgabe der Oxford University Press, garantiert aber nicht das doppelte Lesevergnügen. Sidneys Roman war beim elisabethanischen Lesepublikum ein Bestseller und blieb das noch für Jahrhunderte. Englische Schriftsteller nach Sidney haben sich reichhaltig bei ihm bedient. So wie er sich reichhaltig bei griechischen und italienischen Quellen bedient hat. Aber daraus etwas geformt hat, was ganz sein Werk ist. Er hat es seiner Schwester, der Gräfin von Pembroke gewidmet, und es selbst etwas abschätzig als "a trifle, and that triflingly handled" bezeichnet. Das ist es keineswegs, die Engländer müssen ja immer untertreiben. Diese wunderbare Liebesgeschichte in fünf Akten ist auch nach vier Jahrhunderten noch ein riesiges Lesevergnügen.