Wenn man als Metallica-Fan auf Megadeth "umsteigen" würde, wäre dies wohl das naheliegendste Album. Zeitlich und inhaltlich beim schwarzen Album einzuordnen, ist es doch wesentlich "poppiger" als vorige Alben, in denen doch teilweise der Eindruck vorherrschte, der Song unterbricht das Solo. "Countdown to Extinction" hat viele sehr einprägsame Songs, inklusive der damals als Video erschienenen Hymne "Symphony Of Destruction". Der Stil des Albums ist Metallica-ähnlicher Trash-Metal, laute Guitarren, etwas leiser Bass, ein routinierter, maschinengleicher Schlagzeuger. Neu an dem Album ist für Megadeth-Massstäbe, dass man regelrecht mitsingen könnte, und dennoch muss man auf vielseitige Soli nicht verzichten, jeder Song ein kleines Meisterwerk, in dem man nichts misst. Megadeth flechten auch fleissig kleine Samples in die Stücke ein, die die Stimmung betonen. Dave Mustaine, vormals Lead-Guitarrist von Metallica, hat seiner alten Band jedenfalls gezeigt, wo der Metal daheim ist, vor allem wenn's auf Speed Metal rausläuft. Wer's hart und gitarrenlastig mag, und sich einprägsame Stücke wünscht, wird hier bedient.