Mit der Auswahl von John Gardner als zweitem Autor nach Kingsley Amis (Liebesgrüße aus Athen), Ian Flemings James Bond auf neue Missionen zu schicken, hat man eine gute Wahl getroffen. Gardner hat eine (für die 80er Jahre) zeitgemäße Story erdacht, die den Charakter Bond modernisiert (z.B. im Bezug auf die Autos, die er fährt und seine Dienstwaffe), aber nicht verfremdet. Gardner gelingt die Balance zwischen Flemings Bond in den Romanen und dem weitaus technisierten Bond der Kinofilme, was einen gelungenen, spannenden Roman ergibt, dem allerdings das letzte i-Tüpfelchen zur Perfektion fehlt, weil Gardner es einfach zu sehr versucht, jedem Recht zu machen. Sowohl den Fans der Romane Flemings, als auch eher den Filmfans. Schließlich ging die Ähnlichkeit zwischen Flemings Originalromanen und dem letztlich darauf basierenden Film spätestens Ende der 60er Jahre immer weiter auseinander, dass viele Fans sagen werden, der Film sei besser, als der Roman und dabei vergessen, dass letzterer zuerst da war. Interessant ist bei Gardners Bond-Debut, dass sich die Szene, in der Bond gegen Muriks Handlanger Caber am Heck von dessen Flugzeug kämpft in etwas anderer Variation im 1987 entstandenen Bond-Film "Der Hauch des Todes" wiederfindet.