„Ich habe mich eigentlich in den letzten Jahren im barocken Sinne voll ausgelebt: Große sinfonische, opulente Gesamtwerke. Nun habe ich richtigen Hunger gespürt für kleine Sachen, für intimere Begegnungen von zwei Leuten, Improvisationen, freies Spiel, nichts abmachen, einfach Band laufen lassen und spielen und dann sehen, was da kommt. Dieses Album ist zum ersten Mal, seitdem ich Musik mache, eine Kollektion von Kurzgeschichten." ... und was für welche, kleine, eingängige Melodien sind Ausgangspunkt für die vielfältigsten musikalischen Abenteuer. Andreas Vollenweider führt uns dabei fast um den ganzen Globus und läßt uns mit vielen außergewöhnlichen Musikern zusammentreffen: Den amerikanischen Stimmvirtuosen und Vokalartisten Bobby McFerrin, den brasilianischen Gesangstar Milton Nascimento, der spontan einen Text auf eine Melodie von Vollenweider geschrieben hat, den südafrikanischen Meisterpianisten Abdullah Ibrahim, den großartigen Djivan Gasparyan, der mit seinen 72 Jahre das magische Spiel des armenischen Nationalinstrumentes Duduk, einer Oboe aus dem Wurzelholz des Aprikosenbaumes, meisterhaft beherrscht und den galizischen Flöten- und Dudelsackspieler Carlos Nunes. Darüber hinaus enthält „Cosmopoly" noch Titel, bei denen weitere Topmusiker mitwirken, so etwa der amerikanische Posaunist Ray Anderson, der baskische Knopfakkordeonvirtuose Kepa Junkera, die amerikanische Sängerin und Geigerin Mindy Jostyn oder Vollenweiders langjährige Weggefährten Walter Keiser und Christoph Stiefel. Nicht zu vergessen das siebenköpfige chinesische Orchester im Arrangement von Pingxin Xü. „Cosmopoly" ist ein Weltmusik-Album der allerbesten Sorte, andererseits aber auch das beste Vollenweider-Album, was es bislang gab.