Bei "Cosmogramma" handelt es sich um ein kleines Juwel sowie eine echte Rarität auf dem heutigen Musikmarkt. Eine experimentelle, von vielen verschiedenen Musikstilen geprägte, recht schwer zugängliche und ziemlich abgedrehte Hörerfahrung.
Wer frühere Werke des Flying Lotus kennt ist zwar das "Andere" schon gewöhnt, aber "Cosmogramma" geht noch zwei Schritte weiter. Es hört sich anders an als z.B. "July Heat" oder "Raw Cartoons", die dem Hip Hop noch recht nahe waren. Selbst der Vorgänger "Los Angeles" wirkt gegenüber diesem Output fast schon konventionell. Diesmal gibt es eine wilde Mischung aus Electro, Jazz, Hip Hop und noch einigem mehr auf die Ohren. Es fällt schwer, einzelne Tracks herauszupicken, denn das Album hat eine strenge Dramaturgie und lässt sich eigentlich nur von vorne bis hinten durch hören. Das, und die eingangs erwähnte schwere Zugänglichkeit, dürfte viele Leute abschrecken, die sich mit so etwas noch nicht beschäftigt haben. Außerdem muss man sich im Klaren sein, dass es sich hierbei weniger um Musik handelt, die man beiläufig nebenbei hört. Dieses Album muss bewusst genossen werden.
Wenn man sich auf diese Dinge einstellt, ist "Cosmogramma" ein echter Genuss und sei allen Musikfreunden wärmstens empfohlen.