Englischer Humor ala Terry Pratchett ist wirklich geil -- aber es ist nochmal eine Spur spannender und witziger, wenn die Seitenhiebe und kleinen Verweise, die Pratchett so köstlich machen, in der eigenen Heimat verankert sind. Als Münchner geniesse ich den Cosmo Pollite mit dem gleichen Grinsen in der Fresse wie den BAFH von Schiel. Cosmo Pollite ist ein Schreiberling, wie er in unseren Redaktionsbüros und Philosophenarbeitszimmern sitzen könnte -- nur dass er durch die Galaxis düst mit seiner Flying Sauceage (ahhh, ein Gourmet ist er übrigens scheinbar auch). Kontrastreicher gehts kaum als sein Freund und für dieses Abenteuer Partner Mark -- der "Vorzeigerambo" geschimpft werden kann, aber durchaus wundervoll trockenhumorige und menschliche Züge trägt. Abgerundet wird das Trio durch -- natürlich eine Frau. Und die macht (als Musterbild der weiblichen Heldin: Hochintelligente, kreative Space-Archäologin mit offensichtlich modell-ähnlichem Körper) unsere Helden heiss auf eine Artefakt-Jagd, die mir 260 Seiten lang gut gefallen hat. Für den Science-Fiction-Fan gibt's jede Menge AHA-Effekte und der Satirefreund findet ebensoviele Seitenhiebe. Hier wird nichts verschont und nichtmal der Autor selbst nimmt sich aus der Schusslinie seines Sarkasmus. Wer Pratchett mag und Startreks, -Wars und -Quests reinzieht, der wird Freude haben hier dran. Mit etwas weniger Science Fiction geht's auch, aber Satire sollte man mögen, sonst ist's nichts (lt. meiner Schwester)