Produktinformation
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Karin Gündisch stammt aus Rumänien. Für »Cosmin« hat sie vor Ort recherchiert. Die Geschichte ist größtenteils erfunden, aber sie hätte so ähnlich passieren können. Cosmin war nur einmal für kurze Zeit in der Schule. Er lebt mit seiner Familie in einem kleinen Dorf und bettelt Touristen, Wanderer in den umliegenden Bergen, um übrig gebliebenen Proviant und Süßigkeiten an.
Mit seiner hübschen kleinen Schwester im Schlepptau hat er meistens Erfolg. Die Lehrerin des Dorfes aber lässt nicht locker - und diesmal hat sie ein Druckmittel: Wenn Cosmins Mutter ihn (und seine Schwestern) in die Schule schickt, bekommt sie für ihren Fernseher Strom von der Schulleitung. Der eigene Strom wurde der Familie nämlich schon lange gesperrt. Das verlockende Angebot beeindruckt Cosmins Mutter sehr ...
Seit 1984 lebt sie in Deutschland, zunächst in Freiburg, heute in Bad Krozingen. Sie arbeitet als freischaffende Autorin und wurde für ihre Bücher mit vielen Preisen ausgezeichnet.
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Dieser Erzählung ist für junge Leser sehr schön durchkomponiert, sie ist lebendig und spannend: Die jugendlichen Leser wollen wissen, wie das komplizierte Schicksal des 12-jährigen Helden weitergeht. Da der Roman mit einem so hilfsbereiten Lastwagenfahrer und der klugen Lehrerin zu einem guten Ende führt, ist die Botschaft überaus positiv: Man muss etwas lernen, darf nie aufgeben, dann kommt auch Hilfe, und am Ende wird nicht alles, aber vieles wieder gut.
Wenn ich an meine Klasse denke, dann könnte ich mir vorstellen, dass vielen von den Schülerinnen etwas fehlt, was mit Emotionalität besetzbar wäre. Das muss ja keine Liebesgeschichte sein, aber die jungen Leser/Leserinnen werden so viel Informationen wohl eher mit einer positiven, ihrem Alter entsprechenden Beziehungsgeschichte aufnehmen wollen. Die Ehe der Eltern Cosmins wird ja so negativ beschrieben, dass die knappen Andeutungen sehr bedrückend wirken. Da könnte die Nebenhandlung einer positiven Jugendfreundschaft oder -liebe ein gutes Gegengewicht darstellen.
Insgesamt ein sehr lesenswertes Buch für Jugendliche ab etwa zwölf Jahren, aber auch für Erwachsene, wie ich persönlich sehr spontan gemerkt habe.
Wolfgang Dästner
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