Produktinformation
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Oder:
- Womit könnte ich diese Situation erschaffen haben?
- Womit könnte ich diesen Missstand in mein Leben gezogen haben?
- Welche Gefühle erzeugt diese Situation bei mir?
Sobald du etwas gefunden hast, sagst du zu dir selbst:
- Es tut mir leid.
- Ich verzeihe mir.
- Ich liebe dich/ich liebe mich. (Du sprichst dabei zu dir selbst, du liebst dich selbst und das Gefühl, das du in dir findest.)
Alternativ kannst du auch folgende Sätze ausprobieren und in dich hineinhorchen, was sich für dich besser und intensiver anfühlt:
- Statt: Es tut mir leid: Ich fühle mit dir (das heißt, du fühlst mit dir selbst).
- Statt: Ich liebe dich: Du wirst von mir geliebt (das heißt, du wirst von dir geliebt).
Egal welche Sätze du wählst, wiederhole sie mehrmals und beobachte, ob sich dabei in dir, deinem Gefühl und deinen inneren Bildern zu der Situation etwas ändert.
Du kannst die Übung mehrere Tage hintereinander wiederholen - so lange, bis sich der Ärger dauerhaft auflöst und in Mitgefühl und Verständnis transformiert oder bis sich die missliche Situation auflöst und transformiert.
Teil 2:
Du hast dir nun vorgestellt, warum du so handeln würdest, wenn du der andere wärst.
In Teil 2 fragen wir nach dem eigenen Anteil.
Das heißt, sobald wir zu mehreren sind, fühlen sich die nicht am Problem Beteiligten in die Situation dessen ein, der das Problem vorgetragen hat.
Und dann fragt sich wiederum jeder: 'Wenn ich mir so eine Situation erschaffen hätte, warum hätte ich das getan? Welches Gefühl hätte ich dabei?'
Und die Energie wird wieder gewandelt mit 'Es tut mir leid' und 'Ich liebe dich'.
Wenn du selbst der Betroffene bist, dann spürst du ebenfalls in dich hinein und fragst dich, womit du dieses Problem erschaffen hast und warum.
Sobald du etwas findest, sagst du zu dir selbst: 'Es tut mir leid', und: 'Ich liebe dich', oder die oben genannten Alternativsätze.
Teil 3:
Im dritten Teil (er ist meistens nicht mehr nötig, aber manchmal bietet er sich energetisch an) fragt sich die ganze Gruppe, womit sie dieses Problem erschaffen hat.
Beispiel: Adalbert berichtet, dass Berta ihn ärgert.
1) Wir fühlen uns in Berta ein: Wenn ich so handeln würde wie Berta, warum würde ich mich so verhalten? Wie würde ich mich fühlen?
2) Wir fühlen uns in Adalbert ein: Wenn ich mir so eine Situation erschaffen würde, warum täte ich es? Was wäre mein Gefühl dabei?
3) Wir fragen uns selbst: Warum gibt es in meiner Welt, in meinem Umfeld, in meiner Übungsgruppe so ein Problem? Womit habe ich es erschaffen? Wo ist die Resonanz in mir, dass so ein Thema überhaupt auftaucht, jetzt wo ich hier anwesend bin? Was habe ich damit zu tun? Was ist mein Anteil? Und wie fühle ich mich dabei?
Wie immer lösen wir die Energie mit den Bekräftigungen:
'Es tut mir leid ... Ich verzeihe mir ... Ich liebe mich ...', oder mit:
'Ich fühle mit dir (du mit dir selbst; den anderen lassen wir immer in Ruhe) ... Du wirst von mir geliebt (immer du zu dir selbst sprechend).'
Gerade diesen Teil 3 wandte Dr. Len an, um Patienten zu heilen, die er nicht einmal persönlich kennengelernt hatte. Es ist ein Weg zurück in die Einheit: 'Die da draußen' heilen, indem ich mein Inneres, also mich selbst, heile.
Warum erleben wir uns überhaupt als getrennt von allen anderen Menschen? C.G. Jung stellte dazu ein Modell auf, bei dem die einzelnen Menschen wie Bergspitzen sind, um die der Nebel liegt. Blicken wir von oben auf die Alpen, so sehen wir bei Nebel die Bergspitzen einzeln im Sonnenschein liegen, doch das Gebirgsmassiv bleibt unserem Blick verborgen. Dort unten, im Nebel, sind all diese Bergspitzen verbunden, ja die Berge basieren sogar auf ihrem Massiv. Der Nebel ist dabei die Schwelle unseres Bewusstseins: Darüber sehen wir bewusst und nehmen wahr; darunter leben wir unbewusst und handeln aus dem Verborgenen. Das Bergmassiv unterhalb des Nebelschleiers ist unser Unterbewusstsein, aus dem wir in Träumen Nachrichten empfangen können. Da sich die Symbole in den Träumen aller Menschen, egal welcher Kultur sie entstammen, ähnlich sind, können sie interpretiert und gedeutet werden. Jung nannte dieses Gebirgsmassiv, das alle Menschen verbindet und aus dem wir unsere Träume schöpfen, das Psychoide. Hier sind alle Menschen eins.
Auch die Sufis kennen den Nebel, der unsere Wahrnehmung der Wirklichkeit behindert. Sie nennen ihn die '10.000 Schleier'. Die Schleier ergeben die Illusion der Trennung und unsere eingeschränkte Wahrnehmung. Je mehr wir den Schleier lüften, umso mehr scheint die Wirklichkeit, die Einheit aller Menschen, darunter hervor: Dann können wir den Gedanken von Trennung überwinden, und wir sehen und spüren, was wirklich hinter dem Nebel und hinter dem Traum verborgen liegt.
Wenn wir Ho'oponopono oder unsere Varianten davon praktizieren, dann erinnert sich der Berggipfel wieder daran, dass er nur ein Gipfel im Nebel ist und dass am Erdboden das ganze Gebirge eins ist. Jeder Gipfel, jeder Mensch, der sich selbst heilt, dehnt diese Heilenergie in das ganze Gebirge, in die anderen Menschen mit aus.
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