Acht Jahre ist es her seit die Exil-Kubaner ihr unglaublich starkes Debut ,A Lo Cubano vorgelegt haben, und ich geb's zu ich hab' sie danach aus den Augen verloren, was eigentlich dumm war denn auf ,A lo cubano' dachte man wirklich hier kommen gerade die kubanischen N.W.A. um die Ecke mit soviel Wucht und Zorn wurden hier die Raps vorgetragen und kongenial mit Elementen Lateinamerikanischer Musik tw. sehr har unterlegt.
Auf Album Nummer 5 (od. 6?) merkt man davon allerdings kaum mehr etwas; die Raps wurden weniger und gegen emotional kaum bewegenden Gesang und Sprechgesang ausgetauscht, und musikalisch ist das ganze oft so hinterlegt, daß man denkt jetzt hüpft gleich Jennifer Lopez hervor um uns ihren ,Butt' entgegenzustrecken. Das riecht einfach alles viel zu sehr nach amerikanischem R'n'B Einheitsbrei mit Latin-rhythmen.
Einzig bei den Nummern, 9, 10 u. 11 blitzt noch ein wenig die Roheit und die Energie des Erstlings durch und da werden die Rhymes dann auch plötzlich wieder mehr, die Musik düsterer und kantiger und man faßt Hoffnung die allerdings mit dem closer ,Hip Hop Conga' wieder völlig zerstört wieder. Sorry Jungs das geht echt nicht, das klingt wie Shakira von Babyface produziert die eine alte Stevie Wonder Nummer covert. Nett für den Urlaub, da tanzt auch Mutti gern dazu, aber mit dem Anspruch mit dem Sie vor 8 Jahren angetreten sind hat das überhaupt nichts mehr zu tun.
Aus alter Freundschaft und für ,Machete' gerade noch 3 Sterne.