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Cosa Nostra
 
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Cosa Nostra (Taschenbuch)

von John Dickie (Autor), Sebastian Vogel (Übersetzer)
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (28 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 576 Seiten
  • Verlag: Fischer (Tb.), Frankfurt; Auflage: 7 (1. Oktober 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3596171067
  • ISBN-13: 978-3596171064
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,4 x 3,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (28 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 17.267 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Cosa Nostra ist vielleicht nicht, wie der Autor behauptet, die erste, aber vermutlich die bisher umfassendste Geschichte der Mafia, die von einem Nicht-Italiener verfasst wurde. sie ist. Vor allem aber ist sie, den Bogen von den Anfangsründen bis in die unmittelbare Gegenwart spannend, glänzend geschrieben!

Gewiss, in dem ein oder anderen Detail werden Spezialisten dem Autor widersprechen: So gehen unter Fachleuten die Meinungen darüber doch erheblich auseinander, ob tatsächlich keine der anderen kriminellen Vereinigungen Süditaliens "auch nur annähernd so mächtig und gut organisiert" ist wie die sizilianische Cosa Nostra. Manche Autoren glauben, die kalabresische 'Ndrangheta sei der sizilianischen Mafia diesbezüglich heute mindestens ebenbürtig, wenn nicht sogar überlegen. Auch ist die Cosa Nostra, wie Dickie selbst einräumt, nach heutigem Kenntnisstand nicht einmal die älteste Organisation ihrer Art in Italien. Sie war aber zweifellos mit ihrer Organisation und ihrer besonders rücksichtslosen Vorgehensweise weltweit stilbildend für das, was man heute -- weit über die geheime kriminelle Bruderschaft Siziliens und ihren amerikanischen Ableger hinaus -- weltweit mit dem Begriff Mafia belegt. Detailliert beschreibt der Autor die begriffliche und historische Entstehungsgeschichte der sizilianischen Mafia in den Zitrusplantagen in und um Palermo Mitte des 19. Jahrhunderts, das bis heute gültige, streng hierarchische Organisationsmuster und die bis in die Gegenwart praktizierten Initiationsriten. Er schildert die historischen Entwicklungen, die wesentlich dazu beigetragen haben, dass sich die Mafia so rasch und so fest in der Gesellschaft (und selbst der Politik) etablieren konnte und macht einsichtig, weshalb sich die Organisation bis in die Gegenwart als so außerordentlich widerstandsfähig erwiesen hat. Spannend zu lesen und außerordentlich lehrreich! -- Andreas Vierecke -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Kurzbeschreibung

Das wahre Gesicht der Mafia jenseits des »Paten«-Mythos.

Korruption, Erpressung und kaltblütiger Mord das ist die blutige Wahrheit hinter dem Mythos Mafia. Sie ist die bekannteste und berüchtigste kriminelle Organisation der Welt, dasSynonym für organisierte Kriminalität, eine gewalttätige und verschworene Geheimgesellschaft. Ihr Ehrenkodex beruht auf der omertà, der Schweigepflicht. Doch längst geht es bei der Mafia nicht mehr allein um Drogenhandel und Glücksspiel, sondern das Geld wird mit legalen Wirtschaftssektoren in enger Zusammenarbeit mit Politikern und staatlichen Funktionsträgern gemacht. Inzwischen bekämpft die Mafia den Staat nicht mehr, sondern geht in ihm auf.
Wenn Sie glauben, alles über die Mafia zu wissen, dann lesen Sie dieses Buch!

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37 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Beitrag zur italienischen Geschichte, 22. September 2007
Von timediver® "Ronald Funck" (Offenbach am Main, Europe) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REVIEWER)   
"Die Existenz der Mafia zu leugnen ist genauso, wie jene der Sonne abstreiten zu wollen."
(Diego Tajani, ehemaliger Chefankläger in einer Parlamentsdebatte im Juni 1875)

Am Anfang seines Buches, das in der englischen Originalausgabe unter dem Titel "Cosa Nostra. The History of the Sicilian Mafia" bereits im Jahre 2004 veröffentlichte wurde, erläutert John Dickie die ursprüngliche Bedeutung des Wortes "mafioso", das aus dem Dialekt Palermos stammt und mit schön, kühn, bzw. selbstbewusst übersetzt werden kann. Jemand der als "mafioso" bezeichnet wurde, verfügte über "das gewisse Etwas", das in der Sprache der heutigen Jugend in dem Wort "Coolness" seine Entsprechung findet. Das im Jahre 1863 in Palermo uraufgeführte Theaterstück "I mafiusi di la Vicaria" schuf gar den falschen Mythos einer "guten Mafia" und ihren Ehrenmännern........

......die eine in der Realität (lange geleugnete) Gewaltindustrie etablieren konnten, die durch nichts, was ihr das 19. und 20. Jahrhundert entgegenzusetzen hatten, aufgehalten werden konnte.

Weder der Kapitalismus, die Entstehung des Nationalstaates, der Aufstieg und Fall der Ideologien des Faschismus und Sozialismus, noch die Weltkriege und die Industrialisierung usw. konnten dem auf seinen Säulen Einschüchterung, Mord und Schweigen errichteten Schattenstaat der Cosa Nostra bis zu Beginn der 1990Jahre weder auf Dauer bekämpfen noch den entscheidenden Schlag versetzten......

...bis dem führenden Anti-Mafia-Ermittler Giovanni Falcone doch noch der Durchbruch gelang, der ihn durch einen Bombenanschlag am 23.05.1993 das Leben kosten sollte. Seine Nachfolger konnte auf die Falcones Arbeit aufbauen, so dass im Juli 2005 Marcello Dell'Utri, ein enger Freund Silvio Berlusconis, wegen Außenbeziehungen mit der Mafia zu neun Jahren Haft verurteilt wurde. Nach seiner 43jährigen "Flucht" konnten die Behörden am 11.04.2006 schließlich "Binnu u tratturi" Bernado Provenzano und dann am 20.06.2006 -52- weitere bedeutende "Familienhäupter" in Palermo festnehmen....

Neben einem Blick auf Initationsriten der Cosa Nostra und ihren Entsprechungen auf dem Festland 'Ndrangheta (Kalabrien), Camorra (Neapel) und Sacra Corona Unita (Apulien), sowie in die Geschichte der amerikanischen Ableger erfährt der Leser viele historische Fakten Italiens, die auch oder besonders für die Cosa Nostra von Bedeutung waren. Zum Beispiel: Giuseppe Garibaldis Zug der Tausend landet auf Sizilien (Mai 1860), Niederlage in der Schlacht von Adua gegen den äthiopischen Kaiser Menelik (1.3.1896), Mord an König Umberto I. (29. Juli 1900), "Operation Husky" - Landung der Alliierten (10.03.1943) und der sich daraus entwickelnde Gedanke des Separatismus usw. Darüber hinaus ist es John Dickie gelungen, neben den Persönlichkeitsprofilen der wichtigsten Mafiosi und ihren spektakulärsten Verbrechen auch die traditionellen Tagesgeschäfte des Organisierten Verbrechens, von Zitrusfrüchten über Schwefelabbau, Beton, Rauschgift usw., sowie ihre politischen Verstrickungen aufzuzeigen.

Vier Landkarten Siziliens/Palermos, ein Glossar, sowie ein 20seitiges Literatur und Zitatsquellenverzeichnis und ein anschließenden alphabetisches Register runden das Gesamtbild des hoch informativen und packenden Sachbuches ab. Sehr empfehlenswert: 5 Amazonsterne.
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Gegen das Schweigen, 24. April 2007
Eine hervorragendes Buch. Wer bisher glaubte viel über die Mafia gewußt zu haben wird hier eines Besseren belehrt. Das Buch räumt auf mit Sichtweisen, die versuchen, die Mafia mit der sizilianischen Mentalität romantisierend zu erklären. Diese nationalistische Sichtweise hat der Mafia schon über 100 Jahre geholfen ihre wahren Absichten zu verschleiern. Die Mafia ist nach DICKIE kein Überbleibsel mittelalterlichen Banditentums sondern ein Produkt der Moderne, die entstanden ist aus den kapitalintesiven Zitrusplantagen rund um Palermo. Die dortigen Grundbesitzwer bedineten sich der methoden der Mafia um einerseits ihrre Arbeiter und Pächter im Schach zu halten, andererseits ersetzten sie staatliche Funktionen, die nach der Einigung Italiens und dem Sturz der Boubonenherrschaft fehlten. Die Mafia besitzt politisch eine rechtkonservative Ideologie an, die sich vor allen Dingen gegen die Forderungen der Bauern und Arbeiter Siziliens formierten. Dies drückte nicht zuletzt die vielen Morde an linken Politikern aus. Auf der anderen Seite verbündete sich die Mafia schon im 19 Jahrhundert mit dem staatlichen Machtapperat, so dass ihre Verbrechen ungesühnt blieben.Die Unterdrückung der Mafia durch den italienischen Faschismus ist eine Folge ihrer Ähnlichkeit, die zu einer Konkurrenz um die gleichen politischen Positionen führt. Der Faschismus ist da ein norditalienisches Phänomen, die Mafia ein süditalienisches. DICKIE führt auch die vielfältigen Verbindungen zur amerkanischen Cosa nostra aus. Auch hier zeigt sich, dass Mafia nichts Rückständiges ist, sondern sich rationell und organisiert neue Märkte erschloss.
Die Mafia ist aber weitgehend ein sizilianisches, genauer sogar ein westsizilianisches Phänomen, das aufgrund bestimmter lokaler und historische Funktionen gebildet wurde. Sie stellen eine Art Gewaltindustrie dar, die Entwicklung des Landes hemmt. Umso erstaunlicher ist es, dass sich immer wieder sehr mutige Männer gegen sie gestellt haben. Hier imponiert mir besonders Peppino Impostata, Sohn eines Mafioso, der Aufklärung aber auch Häme über die Mafia verbreitete und damit mit dem Leben bezahlen musste. Dafür wurde er dann von der rechten Presse in ein schlechtes Licht gerückt und es dauerte 20 Jahre nach seinem Tod bis er rehabilitiert wurde. Wieweit die Stlisierung der Mafia reicht wird im Buch deutlich, das sie sich an dem Filme "Der Pate" von Puzo orientierte und nicht etwa, dass der Film die Realität der Mafia abbildet. DICKIE malt eine faszinierendes und erhellendes Bild über die Mafia und ist nur zu empfehlen.
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20 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Geschichte spannend vermittelt, 8. August 2006
Ein Zitat auf dem Buchumschlag lautet: "Ich weiß nicht, was ich am meisten loben soll: Dickies Scharfsinn als Historiker oder seine Gewandtheit als Erzähler" (Andrea Camilleri)

Dem kann ich, und ich bin mir sicher dieser Meinung werden sie nach dem Lesen dieses Buches auch sein, mich nur anschließen. Dickie beweist ein unglaubliches Können im Umgang mit diesem heiklen Thema. Er schafft es, trotz eine eindeutigen Stellungnahme gegen die Mafia, alle Vorfälle unparteiisch zu analysieren. Die Fakten werden von ihm interessant aufgearbeitet, sodass sich das Buch fast wie ein Kriminalroman liest.
An diesem Buch etwas negatives zu finden fällt schwer. John Dickie ist es gelungen auf knapp 550 Seiten die Mafia in ihrem Grundwesen zu beschreiben - eine beachtenswerte Leistung.
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5.0 von 5 Sternen Italiens wahre Herrscher
ZWEI SCHLÜSSELEREIGNISSE DER MAFIAGESCHICHTE

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1992: Ermordung von Giovanni... Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von Philipp Geiger veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Ein gut zu lesender Überblick der italienischen Mafia
Ich will nicht in die Ferne schweifen, sondern nur meine 5 Sterne für dieses Buch abgeben. Es behandelt die Geschichte der Cosa Nostra von ihren Ursprüngen bis in die heutige... Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von K. Schneider veröffentlicht

4.0 von 5 Sternen Spannend & Aufschlussreich von der ersten bis zur letzten Seite.
Tolles Buch zum Zeitvertreib und für alle Fans und Interessierten des italienisch- oder sizilianisch- organisierten Verbrechens. Lesen Sie weiter...
Vor 12 Monaten von Stefan Schulz veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Ein Muss für jeden literarischen Mafiajäger!
Wer Studien, privater oder beruflicher Natur, über die Mafia betreibt, sollte sich dieses Buch unbedingt kaufen! Lesen Sie weiter...
Vor 17 Monaten von Red Viper veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen MAFIA VOM FEINSTEN!!!
Das Buch hat mich gefesselt. Es beschreibt die Geschichte der Mafia von ihrem Ursprung in Sizilien aus und erklärt, in wirklich romanartiger Leichtigkeit, die Ursache und die... Lesen Sie weiter...
Vor 18 Monaten von S:L veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Ein Angebot, das man nicht ablehnen sollte...
"Cosa Nostra - die Geschichte der Mafia" ist ein Sachbuch. Doch nach den ersten hundert Seiten fällt das kaum auf. Lesen Sie weiter...
Vor 19 Monaten von Paul Mühlberg veröffentlicht

2.0 von 5 Sternen Ich würde das Buch nicht weiterempfehlen
Ich war leider sehr enttäuscht, als ich die ersten 100 Seiten des Buches gelesen hatte. Tatsächlich bedurfte es sogar zwei Anläufe, bis ich das Buch fertig gelesen hatte und auch... Lesen Sie weiter...
Vor 21 Monaten von O.Dani veröffentlicht

3.0 von 5 Sternen Mord, Korruption - Die Geschichte der Mafia
Ein Irrtum wird vom Autor vorneweg berichtigt: Bei der Mafia handelt es sich nicht um die Russische, Vietnamesische oder gar Neapolitanische. Lesen Sie weiter...
Vor 21 Monaten von Danny Multani veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Umso weniger man sie sieht, umso gefährlicher ist sie
Das Buch beginnt mit der Demontage vieler Mythen über die Mafia. Denn im Gegensatz zur üblichen Auffassung ist die Mafia weder eine Organisation von Kleinkriminellen noch eine... Lesen Sie weiter...
Vor 23 Monaten von Niclas Grabowski veröffentlicht

2.0 von 5 Sternen sehr sehr langatmig
Den Inhalt des Buches haben meine beiden Vorrezensenten trefflich wiedergegeben, deshalb erspare ich mir dies. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 6. Dezember 2007 von Kinski

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