Dass man diesen Band kaum goutieren kann, ohne den Vorgänger (Im Zeichen des Steinbocks) zu kennen, unterscheidet Corto Maltese schon mal von den meisten anderen Serienfiguren. Dass die einzelnen Episoden (Länge 20 Seiten) dann aber nicht konsequent miteinander verbunden sind oder auf ein finales Ziel hin aufeinander aufbauen, unterscheidet ihn auch noch vom Rest des Comicuniversums, in dem es als Hugo Pratts Verdienst vermächtigt bleibt, seine Leser für Themen zu interessieren, die bei einem Indiana Jones nur Staffage für noch mehr turbulente Abenteuer sind. Und die Episode 'Die Lagune der schönen Träume', in der Corto Maltese selbst nur als Randfigur agiert, hat eine inhaltliche Tiefe, die im Comic so nur selten noch mal erreicht worden ist. Einfach große Erzählkunst. Hugh!