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Corpus Delicti: Ein Prozess [Taschenbuch]

Juli Zeh
3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (67 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

9. August 2010
Jung, attraktiv, begabt und unabhängig: Das ist Mia Holl, eine Frau von dreißig Jahren, die sich vor einem Schwurgericht verantworten muss. Zur Last gelegt wird ihr ein Zuviel an Liebe (zu ihrem Bruder), ein Zuviel an Verstand (sie denkt naturwissenschaftlich) und ein Übermaß an geistiger Unabhängigkeit. In einer Gesellschaft, in der die Sorge um den Körper alle geistigen Werte verdrängt hat, reicht dies aus, um als gefährliches Subjekt eingestuft zu werden. Juli Zeh entwirft in Corpus Delicti das spannende Science-Fiction-Szenario einer Gesundheitsdiktatur irgendwann im 21. Jahrhundert, in der Gesundheit zur höchsten Bürgerpflicht geworden ist.


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 272 Seiten
  • Verlag: btb Verlag (9. August 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442740665
  • ISBN-13: 978-3442740666
  • Größe und/oder Gewicht: 18,4 x 11,6 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (67 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 3.151 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Juli Zeh wurde am 30. Juni 1974 in Bonn geboren, studierte in Passau und Leipzig Rechtswissenschaften, um von 1996 bis 2000 am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig auch eine künstlerische Richtung einzuschlagen. Mit dem juristischen Aufbaustudiengang "Recht der Europäischen Integration" und dem Rechtsreferendariat von 2001 bis 2003 hielt sie aber der Jurisprudenz die Treue und begann Literarisches und Juristisches - insbesondere Völkerrechtliches und Themen der inneren Sicherheit - miteinander zu verknüpfen. Juli Zeh war Stipendiatin der Studienstiftung des Deutschen Volkes und des Deutschen Akademischen Austauschdienstes. Sie hat zahlreiche Preise für ihre Bücher und Essays erhalten. Ihr besonderes Interesse gilt Osteuropa.

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Juli Zeh ist mit Corpus Delicti der weibliche George Orwell der Gegenwart geworden.« (Deutschlandradio)

"Negative Utopie und Justizdrama, Polit-Thriller und Gesellschaftsstück, handfestes Horror- und hauchzartes Geschwistermärchen." (Süddeutsche Zeitung)

"Eine Gerichtstragödie in Prosa, ein Traktat in verteilten Rollen, ein Science-Fiction-Krimi und stetig sich beschleunigendes Debattierstück." (Die Zeit)

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Juli Zeh, 1974 in Bonn geboren, Jurastudium in Passau und Leipzig, Studium des Europa- und Völkerrechts. Längere Aufenthalte in New York und Krakau. Sie ist vermutlich die erste Juristin Deutschlands, die nach ihrem zweiten Staatsexamen bereits auf eine erfolgreiche literarische Karriere zurückblicken kann. Ihr Roman „Adler und Engel” (2001) wurde zu einem Welterfolg und ist mittlerweile in 24 Sprachen übersetzt. Juli Zeh wurde für ihr Werk, darunter die Romane "Spieltrieb", "Corpus Delicti" und "Schilf", vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Deutschen Bücherpreis (2002), dem Rauriser Literaturpreis (2002), dem Hölderlin-Förderpreis (2003), dem Ernst-Toller-Preis (2003), dem Carl-Amery-Literaturpreis (2009) und dem Thomas-Mann-Preis (2013).

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Plädoyersammlung statt Roman 17. November 2009
Format:Gebundene Ausgabe
Juli Zeh ist klug, das merkt man sofort. Ich habe auch schon einige gute Essays von ihr gelesen und war entsprechend (positiv) gespannt auf den Roman. Und ja: Systemdenken oder -gegendenken, das kann sie. Sie hat auch wirklich spannende und brennend aktuelle Fragen zu Recht, Freiheit, Menschlichkeit. Aber gerade die Menschlichkeit selber bekommt sie literarisch nicht in den Griff mit ihrem Roman "Corpus Delicti". Die Figuren sind zu holzschnittartig. Das sind Typen, wie in einem Trivialroman. Der coole, kühle, nur gutaussehende Kramer. Die strenge, aber eigentlich weichherzige Richterin Sophie. Der hitzköpfige Bell. Die Zicken Driss et al. Entsprechend sind die Dialoge gestelzt. Wie in schlechten Fersehfilmen, wo man immer denkt: so redet doch kein Mensch im richtigen Leben. Es sind eigentlich gar keine Dialoge, sondern jeweils Plädoyers für die gerade verhandelte Sache. Und die Figuren keine Menschen. Auch die Konstruktion der "idealen Geliebten": sie wirkt gewollt. Für die vermutlich beabsichtigte poetische Note zu konstruiert, zu wenig mit Leben gefüllt, zuwenig geheimnisvoll zu wenig raffiniert.

Vielleicht als Jugendroman...

Zwei Sterne, weil die Auseinandersetzung mit dem Thema als solchem natürlich spannend ist. Sein könnte...
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61 von 72 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Wer Juli Zeh kennt, weiß wofür sie bekannt ist und auch wofür sie kritisiert wird:
Interessante Plots, hochtrabende Sprache und insgesamt einen Hauch zu konstruiert. Dieses Buch ist hier keine Ausnahme.
Es beschäftigt sich mit der Frage, wieviel Freiheit der Mensch bereit ist aufzugeben für ein Höchstmaß an Gesundheit und ist damit hochaktuell.
Erzählt wird die Geschichte der Naturwissenschaftlerin Mia Holl, die ins Visier der vermeintlich perfekten Gesundheitsdiktatur (der "Methode") gerät, nachdem sie -bedingt durch den Selbstmord ihres Bruders im Gefängnis- beginnt am System zu zweifeln.

Spannend und intelligent ist die Geschichte erzählt, lässt aber (im Vergleich zu Juli Zehs anderen Büchern) echten Tiefgang vermissen.
Es mag am Utopie/Dystopie-Thema liegen, dass einige der Ideen abgedroschen daher kommen.

Packen und bis zum Ende festhalten kann einen das Buch nichtsdestotrotz.
Fazit: Empfehlenswert ja. Buch des Jahres, eher nein.
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48 von 58 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kafkas übende Tochter 14. März 2009
Format:Gebundene Ausgabe
Mit ihren Themen ist Juli Zeh immer ganz am Puls der Zeit, so auch mit diesem Buch. Ein übermächtiger Staat, der seine Kontrolle bis auf die körperlichen Funktionen ausgeweitet hat und den Zwang zum Gesundsein verkündet entwickelt seine geisttötende Macht. Religion, Demokratie, Gesundheit, alles was gut für die Menschen sein kann kann andererseits zum Kerker werden. Die Proklamation Mia Holls, der Hauptfigur, ließ mir den kalten Schauer über den Rücken rennen, sie ist für mich das Kernstück und die Kernaussage des Romans - brilliant! Und doch, doch - literarsich und stilistisch ist dieser Roman für mich ebenso hinkend, wie auch "Schilf" von Julie Zeh. Wäre ihr Stil so gut, wie ihre einmalige Fähigkeit den Finger auf die richtigen Wunden unserer Zeit zu legen und Fragen zu stellen, die förmlich danach schreien ausgesprochen zu werden, was wären das für Bücher! Aber vielleicht wird ihr diese Verbindung mit dem nächsten Roman gelingen, ich warte darauf. Das Buch ist empfehlenswert - es macht wachsem für die Gefahren, denen gerade in unserer Zeit die private Sphäre ausgesetzt ist.
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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen schwacher Versuch 8. Oktober 2010
Von artemisas
Format:Taschenbuch|Verifizierter Kauf
"Corpus Delicti" hat von Anfang an mein Interesse geweckt - und es bitter enttäuscht.
Ich hatte eine gelungene Symbiose aus Orwells 1984 und aktuellen Belangen des Gesundheitssystems im 21. Jh. erwartet.
Mehr als ein netter Ansatz ist jedoch nicht im Buch enthalten. Die Figuren haben Potenzial und bleiben dennoch schmerzlich einseitig, blass und zweidimensional gezeichnet. Es hätte eine gute Geschichte werden können, aber sie wirkt, als hätte die Autorin sie an einem Abend herunter geschrieben; es fehlt jegliche Atmosphäre. Nun könnte man dies sicherlich als "Stilmittel" einer unterkühlten, regulierten und vor allem sterilen Welt sehen. Aber ist es nicht ein Anliegen des Buches die Diskrepanz zwischen eben dieser Sterilität der gezeichneten Welt und dem Menschen an sich herauszustellen?
Um es zusammenzufassen: Eine gute Idee, welche leider nicht ausgearbeitet wurde, sondern als flaches Skript erscheint.
Schade.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Belehrung 20. Oktober 2013
Von K Angela
Format:Taschenbuch
Eine Expertin auf dem Gebiet "Bioethik" bin ich nicht - die Autorin aber scheinbar auch nicht. Die "Sache mit der DNA" wirkt schlecht recherchiert und unglaublich konstruiert.

Und auch sonst bleibt das Buch an der Oberfläche des Themas.
Die Informationen, die es vermittelt, sind von Anderen schon präziser dargestellt worden; die kritischen Fragen, die es stellt, sind alles andere als neu.

Mich hat gestört, dass die Antworten auf die Fragen nach dem Verhältnis von individueller und staatlicher "Gesundheitsfürsorge" gleich mitgeliefert werden: Die Unterstützerinnen und Unterstützer der METHODE werden ausnahmslos als oberflächliche Charaktere dargestellt, die nur über sehr begrenzte Reflexions- und Kritikfähigkeit verfügen. Dass es für ihr Denken und Handeln ebenso gute Gründe geben könnte wie für die Taten der Hauptfigur Mia Holl, ist kein Thema. Die Protagonistin ist die einzige Person, die von der Autorin ein wenig Individualität und Sympathie geschenkt bekommt.

So wird "Corpus Delicti" schnell langweilig. Nur selten bringen elegante Formulierungen und originelle Situationsschilderungen etwas Schwung in die Lektüre.

Fazit: Ein Buch, das belehren möchte, aber nur wenig Tiefgang bietet. Spannung und Lesefreude bleiben definitiv auf der Strecke.
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4.0 von 5 Sternen Teilweise vorhersehbar...
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Vor 21 Tagen von DiSa veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Wirklich eine Diktatur im Roman?
Ich verstehe die meisten Deutungen des Romans nicht. Wahrscheinlich widerspricht Zeh sich selbst. In Zehs Roman wird eigentlich gar keine Diktatur aufgezeigt. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Literaturfreund66 veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Erschreckend
Cover:
Das Cover erzeugt bei mir, gerade wenn man weiß, worum es gehen wird, eine sterile Wirkung. Lesen Sie weiter...
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4.0 von 5 Sternen Erinnert mich an Prokops "Wer stiehlt schon Unterschenkel"
Vor 35 Jahren las ich von Gerd Prokop "Wer stiehlt schon Unterschenkel"- damals ein beeindruckendes Buch über Zukunftsutopien. Zum Glück ist vieles ausgeblieben. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Michaela Schneider veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Nicht so einfach
Juli Zeh ist nicht so einfach zu verdauen, aber ungeheuer gut geschrieben. Es zu lesen ist ein Gewinn und man ist gespannt auf anderes.
Vor 5 Monaten von Ursula Böhnke-Kuckhoff veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Ganz in Ordnung nur anstrengend zu verstehen.
Ich musste dieses Buch als Schullektüre lesen und muss sagen, dass es nicht das schlechteste aber auch nicht das beste Buch ist das ich je lesen musste.
Vor 5 Monaten von Jana Lesnikova veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Sprachlich herausragend - Inhaltlich gut, aber nicht...
Ich bin beeindruckt darüber, wie unterschiedlich das Buch Corpus Delicti von Juli Zeh hier bewertet wird. Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von C. veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Eine - gar nicht so absurde - Distopie
Dieses Buch ist für mich eine gelungene Fortsetzung von Orwells 1984! Und es erscheint mir weniger unwahrscheinlich. Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von Annette veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen schönes Buch
Also die Bestellung war schnell da.

Das Buch an sich ist gut geschrieben.
Entspricht zwar nicht ganz meinen Interessen, da ich es nur im Deutscheunterricht lesen... Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von Laura Kleinert veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Interessantes Buch!
Muss dieses Buch in Vorbereitung fürs Abi 2014 Sachsen lesen und fand es sehr interessant. Einige Sachen(z.Bsp. Lesen Sie weiter...
Vor 10 Monaten von Christiane veröffentlicht
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