Kurzbeschreibung
Von Guantánamo in die Welt: Das kubanische Duo nimmt kein Blatt vor den Mund.
Wer Guantánamo hört, denkt sofort an das amerikanische Internierungslager auf Kuba. Dass es neben dem US-Militärlager Guantánamo Bay aber auch noch eine gleichnamige Stadt gibt, weiß hierzulande kaum jemand. Die Stimmung in Guantánamo ist von orientalischer Gelassenheit, passieren tut dort nicht viel, wer kann, zieht weg. Yasel und Gerald blieben und gründeten Madera Limpia. Yasels Raps drücken aus, wie sich die kubanische Jugend fühlt, die beiden nehmen kein Blatt vor den Mund und beziehen die Inspiration für ihre sozialkritischen Texte aus dem Alltagsleben. Die Musik transformiert ihre Liebe für kubanische Musik in eine globalisierte Jugendkultur. Schwere Percussion-Beats treffen auf melancholische Figuren der Tres (kubanische Gitarre), und über allem wechseln Yasel und Gerald mühelos zwischen Rap, Reggae, Dancehall und urigem Changui, dem in Guantánamo beheimateten Kuba-Stil. "La Corona" ist der sehr lebendige Beweis, dass kubanische Musik auch nach dem Buena Vista Social Club eine Zukunft besitzt.