Der Zweite Weltkrieg versetzt Europa in Angst und Schrecken und droht auch die idyllische griechische Insel Kephallonia heimzusuchen. Der junge Fischer Mandras (Christian Bale) schließt sich der Armee an und verlässt die Insel und seine Verlobte Pelagia (Penélope Cruz). Als die italienischen Besatzer unter dem Kommando von Antonio Corelli (Nicolas Cage) auf Kephallonia landen, stoßen sie zunächst auf Ablehnung der einheimischen Bevölkerung. Captain Corelli gelingt es mit seiner fröhlichen Art das Eis zu brechen und beeindruckt dadurch die hübsche Pelagia. Da das Verhältnis zwischen den einheimischen Griechen und den Besatzern aus Italien verhältnismäßig harmonisch verläuft, kann sich Captain Corelli problemlos an Pelagia heranmachen.
Regisseur John Madden
Shakespeare in Love hat den romantischen Stoff aus dem gleichnamigen Roman von Louis De Bernières aus dem Jahre 1994 in schönen Bildern mit einem neuen Traumpaar vor atemberaubender Kulisse 2001 auf die Leinwand gebannt. Der Film beginnt mit schönen und friedvollen (Urlaubs-) Bildern der Mittelmeerinsel Kephallonia und der feierlichen (Verlegenheits-)Verlobung der Arzttochter und Inselschönheit Palagia mit Mandras, dem ihr geistig unterlegenen, aber vor Kraft strotzenden Mandras, der sich für sein geliebtes Vaterland an die Front gemeldet hat. Der Frieden der Idylle wird nur unwesentlich bei der Besetzung der Insel durch italienische Truppen unter dem Kommando von Captain Corelli beeinträchtigt. Dieser Teil des Film zieht sich meiner Meinung nach sehr in die Länge und wirkt langatmig. Die Partisanenkämpfe unter der Führung von Mandras sind nur am Rande erwähnt und werden durch die farblose Darstellung auch nicht mit Leben gefüllt. Auch in Liebesdingen bleibt dieser gleichgültig bis untätig, denn er läßt sich seine Verlobte ohne jede Gegenwehr vom Feind abluchsen. Der Krieg ist allein durch das Tragen von Uniformen und einige Radiomeldungen gegenwärtig.
Im zweiten Teil nimmt der Film deutlich mehr Fahrt auf, wird nun auch dramatisch und tragisch. Nachdem die Italiener kapituliert hatten, fielen die Deutschen auf der Insel ein und zogen zunächst die italienischen Soldaten aus dem Verkehr, die in ihren Augen feige Verräter waren. Nach einem einleitenden Angriff aus der Luft und der anschließenden Invasion war der Widerstand der griechischen Partisanen und der italienischen Soldaten gebrochen und die Deutschen konnten ihre brutalen Säuberungsmaßnahmen durchführen. Das Ende des Films wird durch ein unnötiges Erdbeben (Was soll das denn jetzt noch?!) noch etwas hinausgezögert und wartet selbstverständlich mit keiner Überraschung auf.
Für mich hat es zwischen den Liebenden -ehrlich gesagt- auch zu wenig geknistert, um die dramatischen Wendungen und Verlustängste so richtig nah mitzuerleben. Die Romanze ist mir zu unpersönlich dargestellt. Die entbrannte Liebe kommt einfach zu plötzlich und ist wenig glaubhaft, obwohl ich beide Schauspieler gerne sehe. Absolut kein Vergleich zu etwa
Stadt der Engel, bei dem Nicolas Cage und Meg Ryan mich zu Tränen gerührt haben. Zudem habe ich mich zu Beginn über die schlechte Tonqualiät der DVD geärgert, die auch nicht zum Genuss beiträgt.
Fazit: Alles in allem ein schöner Film über die Liebe und eine idyllische griechische Insel im Zweiten Weltkrieg mit einigen Schwächen.