Ich bin schon lange Corel-User (seit Version 6) und im Profi-Bereich tätig. Bis jetzt habe ich immer alles hinbekommen, was es für Druck oder Web zu gestalten gab.
Ich bin von Corel 11 auf X5 gewechselt, da Corel 11 ein paar Macken hatte und mit X5 ein paar Dinge mehr gehen, die hin und wieder recht nützlich sind. Das wäre zum Beispiel das Speichern von PNG-Grafiken mit echten Transparenzen (macht sich gut im Web-Bereich).
Ansonsten ist vieles grundsätzliches, abgesehen von der Menüführung, beim alten geblieben. Die mit PhotoPaint X5 erstellten Dateien lassen sich auch mit PhotoPaint 11 öffnen. Effekte sind keine nennenswerten dazugekommen. Bei Draw gibt es ein paar Pinsel etc. mehr, um schnell mal Geburtstagskarten usw. zu gestalten.
Im Vergleich zu Adobe-Produkten hat Corel den wesentlich besseren Preis, auch wenn PhotoPaint destruktiver arbeitet. Für den Preis der Corel-Suite bekommt man aber nicht einmal PhotoShop alleine und müsste, um etwas gleichwertiges wie die Corel-Suite zu haben, noch einmal für Indesign einiges drauflegen.
Wer professionell arbeiten will, aber die Kosten für Adobe-Produkte scheut, ist mit dieser Suite bestens ausgestattet. Der zusätzliche Content auf der DVD bringt sehr viel mit, was man sofort nutzen kann.
Nur 4 Sterne weil kleine Macken: Mag sein, dass es an meiner XP-Installation oder Rechner-Konfiguration liegt, aber hin und wieder sieht sich PhotoPaint gezwungen, sich selbst zu schließen. Man bekommt zwar meist die Chance, alle geöffneten Grafiken zu speichern, nerven tut das aber trotzdem. Ein ähnliches Problem hat bei mir auch die 11er-Version. Wobei ich aber sagen muss, das auch Adobe-Software vor Abstürzen nicht gefeit ist - oder die Chance, etwas noch speichern zu können. Es gibt keine perfekte Software.
Trotz dass Corel nun Mehrkern-Prozessoren unterstützt, geht die Suite sehr sparsam damit um - will sagen, dass auch bei großen Rechenaufgaben die CPUs oft nicht mal zu 50% in Beschlag beschlag genommen wird. Würde mir wünschen, dass Corel in naher Zukunft alles nimmt, was an Rechenpower vorhanden ist, weil dann gerade große Grafiksachen schneller erstellt sind. Für was stellt man sich sonst solche Rechen-Boliden hin.