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Das provokante Artwork der Scheibe deutet auf Psychopathen-Geschredder hin, und auch so mancher Songtext ist eher ein Fall für die Couch als für die Bühne, aber musikalisch bewegen sich die Distillers in relativ gemäßigten Bahnen. Irgendwo zwischen Nirvana, Rancid und Hole lärmt man sich durch eine Dreiviertelstunde Punkrock ohne Netz und doppelten Boden. Die Drums holzen ohne überflüssige Schnörkel vor sich hin, die Gitarren pendeln zwischen Feedback-Krach und fast schon poppigen Akkordfolgen, und Brodys Stimme geht mal wieder als Paradebeispiel dafür durch, dass Rauchen und Trinken nicht gut für den Kehlkopf sind.
Das krächzige Röhren klingt streckenweise beängstigend rau, bei einigen Songs aber auch überraschend melodisch. Das Songwriting ist durch die Bank recht anständig und wirft zwei, drei kleinere Hits ab, gegen eine Ohrwurmkönigin wie Cristina Llanos von Dover kann Fräulein Dalle aber auch mit Coral Fang nicht ganz ankommen. --Michael Rensen
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Die folgenden Songs weichen denn auch keinen Deut von Schema ab und enthalten alle einen Mitgröhl-Refrain, dass dem Punker das Herz aufgeht. Aber ist das Ganze nicht etwas eintönig? Ein wenig schon. Doch zum Glück wird das Album durch die zwei großartigen Midtempo-Songs "The Gallow Is God" und "The Hunger" aufgelockert und kann so über die ganze Distanz überzeugen. Zum Schluss gibt es mit "Deathsex" ein 12-Minuten-Noise-Inferno, das eher als "gewöhnungsbedürftig" durchgeht.
Punks not dead? Für ganze 44 Minuten möchte man zustimmen. Denn dieser Brocken rockt, was das Zeug hält.
Highlights: Drain The Blood | The Gallow Is God | The Hunger
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