Kurzbeschreibung
Der Eliteschüler Hyazinth Blume ist einer der Auserwählten, die ihr Leben in den Dienst für dieses gigantische Unternehmen stellen. Diese „Märtyrer“ genießen märchenhafte Privilegien, unsichtbare Hände ebnen ihnen alle Wege, und so lebt Hyazinth sorglos in den Tag hinein.
Aber dann merkt er, dass irgendetwas nicht stimmt. Er gerät in einen Strudel unbegreiflicher Vorgänge, der ihn erbarmungslos mit sich reißt und schließlich in die Reihen einer zu allem entschlossenen Untergrundarmee spült. Dort erst wird ihm das Ausmaß des zynischen Betrugs vage bewusst, und während der blutigen Schlacht um die Festung Van Zyl fasst er einen folgenschweren Entschluss.
Parallel zur Geschichte Hyazinths wird die des jungen Herrschers Derek von Seemark erzählt. Diese Fantasy-Welt ist eine der Virtualitäten im Projekt Copyworld.
Derek wappnet sich für den Kampf gegen seinen Onkel Rorik, der Dereks Vater Curdin ermordete um des seemärkischen Thrones Willen, und der nur mithilfe eines Bannfluchs der greisen Ahne Aja aus dem Land getrieben werden konnte – aber Ajas Kräfte schwinden, und Derek muss Verbündete um sich scharen, denn die Entscheidungsschlacht ist unausweichlich. Er liebt den Krieg nicht. Viel lieber steht er neben dem Schmied am Amboss oder streift mit seinem Dreihorn Gadar durch die Wälder – trotzdem führt keiner die Leibsense geschickter als er, und nicht zuletzt, weil seine Kampfkunst die Thar-Krieger aus dem fernen Inselreich Tsalla beeindruckt, gelingt ein mächtiges Bündnis…
Als der Autor den Roman vor einem Vierteljahrhundert schrieb, glaubte kaum jemand, dass China einmal nach der Weltherrschaft greifen könnte.
"Copyworld" zeigt das Resultat eines Aufstiegs konfuzianischer Ideologie, gepaart mit maoistisch-kommunistischer Demagogie, zum Unterdrückungsinstrument der letzten Supermacht auf Erden...
Die drei Bände der Sonnenstein-Trilogie – „Im Glanz der Sonne Zaurak“, „Das Geheimnis der Sonnensteine“ und „Alarm im Tunnel Transterra“ gibt‘s ebenfalls bei Amazon!
Außerdem: „Drachenkreuzer Ikaros“, „Morgen ist heute gestern“ und „Planet der Windharfen“.
Autorenkommentar
Toll, dass ich hier etwas zu meinem Roman Copyworld sagen kann - schade, dass ich mich kurz fassen muss ;-) Die Geschichte seines Entstehens ist wahrscheinlich ebenso abenteuerlich wie das Buch selbst: Das Manuskript war 1989 schon fast fertig, musste vor der Stasi auf dem Dachboden versteckt werden, lag dann beinahe 10 Jahre in der Schreibtischschublade, weil ich dachte "Jetzt, nach der Wende, will das sowieso niemand mehr lesen." Denn es sollte eigentlich meine Abrechnung mit dem System sein... Und nach der Wende - meinte ich - würde es eher wie billiges Nachtreten wirken. Mein SF-begeisterter Freund und Kollege Thomas Pruß erfuhr davon, las es in einer einzigen Nacht und war hellauf begeistert. Er überredete mich, es doch einem Verlag anzubieten. Und weil ich zu faul war, schrieb er es mir sogar noch mit seinem Computer ab - 600 handschriftliche Seiten!! Was braucht ein Mensch noch, wenn er solche Freunde hat... Aber die Verlage winkten ab: Science Fiction? Das verkauft sich nicht mehr... Der Chefredakteur des SF-Magazins AlienContact, Hardy Kettlitz, bot mir an, eine Liebhaber-Auflage von stolzen 100 Exemplaren zu produzieren. Etwas Hand anlegen musste ich dafür noch: Der Fantasy-Handlungsstrang war nur zur Hälfte fertig, den hatte ich etwas vernachlässigt, weil mir die Gesellschafts-Satire des Hyazinth-Strangs wichtiger war. Also würgte ich die Seemark-Geschichte ziemlich brutal ab, allerdings mit dem heimtückischen Hintergedanken, so später vielleicht einen zweiten Band ertrotzen zu können, falls sich doch noch ein Großverlag finden sollte. Mit dieser Miniauflage plazierte sich Copyworld bei den beiden wichtigsten Preisverleihungen im SF-Bereich sensationell: Beim Laßwitz-Preis als drittbester gewerteter Roman, beim SFCD-Literatur-Preis ebenfalls. Ich war fix und fertig und ging noch einmal Klinken putzen. Diesmal aber nicht im Westen bei Heyne, Goldmann & Co. - sondern dort, wo meine treuen, alten Leser leben: im Osten! Der erste Versuch war bereits erfolgreich. Inzwischen habe ich richtig Lust bekommen, den zweiten Teil zu schreiben. Eigentlich haben Sie, liebe Leser, ein Recht darauf. Wenn die Rechnung aufgehen soll, dann brauche ich Ihre Hilfe: Nur wenn der erste Band ein wirtschaftlicher Erfolg wird, kann ich den Verlag überreden, einen zweiten zu wagen. Immerhin steht noch die Schlacht gegen Rorik auf Tsalla aus. Hören Sie nicht schon die Großzakraas sirren und die Flugwerke knarren? Oder das giftige Zischeln der Sumpfholle, das grelle Kreischen des Schwertes Thar, das Gejohle der Ganzweiber, wenn sie ihre tödliche Triade tanzen? Und glauben Sie wirklich, dass Hyazinth für immer und ewig in Copyworld gefangen ist? Hhmmm, ich weiß ja nicht.... Viel Spaß beim Lesen, Ihr Michael Szameit
