Kurzbeschreibung
Der amerikanische Komponist Aaron Copland (1900-90) zählt zu den prominentesten Vertretern der amerikanischen Moderne. Er wurde unter anderem von Rubin Goldmark unterrichtet, der auch George Gershwins Lehrer war. Als Sohn litauischer Einwanderer kam Copland in New York zur Welt. Als Komponist hatte er zeitlebens eine starke Neigung vor allem zu Bühnenmusik. Copland war eng mit Leonard Bernstein befreundet, dessen Kompositionen er stark beeinfl usste. Bernstein wiederum galt als bester Dirigent für die Werke Coplands, die sehr urban, jazzig und vom Zeitalter der mechanischen Revolution in der Technik geprägt sind. Die Ballettmusik Appalachian Spring - hier in der bekannten Version als Orchester-Suite aufgenommen - ist neben Billy the Kid und Rodeo sein bekanntestes Werk. Wie ein perfekter Soundtrack zum American Spirit begeistert das Stück voll mit lateinamerikanischen Rhythmen und Western-Folklore. Einige Melodien wurden häufi g in TV-Werbungen genutzt. Bei der Komposition hatte Copland jedoch keineswegs an die Appalachian Mountains gedacht: das Werk war auf Wunsch der Tänzerin Martha Graham entstanden und Copland nannte es zunächst Martha-Ballett . Erst kurz vor der Uraufführung bekam es diesen Namen nach einem Gedicht von Hart Crane. Das Orpheus Chamber Orchestra kommt aus New York und ist unter anderem bestens vertraut mit den Kompositionen amerikanischer Künstler. Das Ensemble wurde von Julian Fifer gegründet und arbeitet noch heute ohne Dirigent.