Während es Josh Homme nach der Auflösung von Kyuss - mit Sicherheit einer der großartigsten Bands des letzten Jahrhunderts - zu den unentdeckten Gefilden des Rock'n'Roll führt, begibt sich Garcia zurück zu den Zeiten der "Wretch", der ersten und puristischsten Kyuss-Platte.
Was nicht wirklich ein Rückschritt ist, da Unida eindrucksvoll beweisen, dass es hier noch Ausbaumöglichkeiten und Nachholbedarf gibt.
Kurioserweise wurde dieses Projekt nicht annähernd so stark beachtet wie die spätere Formation Garcias - Slo Burn -, obwohl Unida immerhin auf ein Album und eine Splitplatte mit Dozer gekommen sind, während es Slo Burn gerade mal auf eine 4-Songs-EP brachte.
Aber genug fachgesimpelt.
Zur Platte:
Unida ist Purismus, aber den betreiben sie mit einer bombastischen Energie.
Diese Musik hört man laut und - wenn man die Möglichkeit dazu hat - in einem über- und ansaugmotorisiertem Madmax-Monstergefährt, während man mit ca. 300 km/h durch die Wüste jagt.
Denn das ist gleichzeitig auch die beste Umschreibung für den Unida-Stil.
Beweis? Black Woman anspielen lassen!
Selten habe ich einen treibenderen und adrenalinausstoßbegünstigerenden Rockbrecher gehört.
Ausgestattet mit einem Refrain, der einen regelrecht in die Atmosphäre katapultiert.
Und so prescht die gesamte Platte voran, jeder einzelne Song wäre optimal geeignet um Rallye-, Indianapolis- oder wahlweise auch Weltraumschlachten-Trailer musikalisch zu untermalen.
Tränendrüsendrückende Balladen? Fehlanzeige!
Selbst "You wish", der langsamste und gleichzeitig letzte Song, lässt im Kopf noch Bilder von rasenden Wüstenfahrzeugen entstehen. Wenn auch jetzt bei Sonnenuntergang und in Zeitlupe.