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25 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Grandioser Film - Stimmiger Soundtrack mit kleinen Schönheitsfehlern, 13. Januar 2008
Ohne Zweifel ist die sorgfältige und detailgetreue Verfilmung des Mythos Ian Curtis/Joy Division von Anton Corbijn ein Meisterwerk - und gleichzeitig die längst überfällige, filmisch realisierte Hommage an das ganze Genre des Postpunk.
Wäre der komplette Soundtrack ebenso konsequent perfektionistisch umgesetzt worden, wir würden ein musikalisches Zeitdokument in unsere CD-Player einlegen, das (beinahe) konkurrenzlos wertvoll wäre.
Ja, wäre... - Ohne Frage ist der Soundtrack zu "Control" stimmig und gut ausgewählt, zeigt mit Songs von David Bowie, Iggy Pop, Roxy Music, Velvet Underground und Kraftwerk (die zwölfminütige Version von "Autobahn" ist eine grandiose Wahl) wunderbar, aus welchen Inspirationsquellen Joy Division schöpften. Äusserst gelungen ist die Filmsequenz, in der man den jungen Ian Curtis narzisstisch mit kajalumrundeten Augen vor dem Spiegel zu dem jugendlichen, aber morbiden Glam(our) von Bowie's "Drive-In-Saturday" tänzeln sieht. Genau so hat man sich das eigentlich auch immer vorgestellt - und dass dies nur so gewesen sein konnte.
Nicht fehlen darf natürlich auch Bowie's "Warszawa", leitete sich der vorhergehende Bandname von Joy Division, nämlich Warsaw, doch von diesem düster-atmosphärischen und irgendwie prä-Ambient wirkenden Werk ab.
Pluspunkte auch für die Live-Versionen der auf "Control" vertretenen Punksongs, genauer gesagt: "Boredom" von den Buzzcocks und das unverwüstliche "Problems" der Sex Pistols. War doch gerade der gemeinschaftliche Besuch von Punkkonzerten für Curtis, Bernard Sumner, Peter Hook und auch Stephen Morris die Initialzündung und letztendlich der Kick, ebenfalls eine Band zu gründen. Eine schöne Überraschung in diesem Zusammenhang ist auch "Evidently Chickentown" des Manchester-Originals, "Punkpoeten" und Martin Hannett-Spezis John Cooper Clarke.
Dass mit "Dead Souls", "Love Will Tear Us Apart", "Atmosphere" und "Transmission" die bekanntesten Joy Division-Songs auf der CD landeten , dürfte wohl niemanden überraschen und diese Stücke sind für eingefleischte Joy Division-Fans auch ganz bestimmt kein Kaufanreiz. Immerhin ist "Transmission" in der "Cast Version" der "Filmband" überraschend gut gelungen, auch wenn Sam Riley (selbstverständlich) nicht mit der schneidend-fordernden und markanten Stimmlage Ian Curtis' konkurrieren kann - aber wer hat dies auch erwartet...?
Ein Wermutstropfen ist für mich das Fehlen von "Decades", Joy Divisions grösstem Moment und krönendem Abschluss des "Closer"-Albums.
Ein weiterer Schwachpunkt ist die unsensibel pausbäckig wirkende Coverversion von "Shadowplay" von The Killers, die etwas störend auf die Stimmung und Atmosphäre des Soundtracks einwirkt. Meine Güte, es gibt einige wirklich gute und passable vom Postpunk geprägte Indie-/"Neo-New Wave"-Bands, warum musste man ausgerechnet The Killers für diesen Job aussuchen?
Schön wäre es gewesen, auch zwei oder drei Songs von (Postpunk-) Weggefährten Joy Divisions' als eine Art "Musik zur Zeit"-Dokument, bzw. -Querverweis auf dem Soundtrack festzuhalten/einzubauen, z.B.: Wire, Cabaret Voltaire, The Fall oder das von Ian Curtis geschätzte "Weeping" von Throbbing Gristle.
Genug der Unkereien, letztendlich ist diese Soundtrack-Compilation eine gelungene Sache, die auch (oder gerade) für Einsteiger absolut lohnenswert ist.
Und bevor ich's vergesse: Die aus Joy Division hervorgegangenen New Order steuerten drei kurze, atmosphärische Instrumentals bei, die zwar beim reinen Anhören recht unspektakulär wirken, aber ihren Glanz in Verbindung mit den betreffenden Filmsequenzen voll entfalten.
...und jetzt sehne ich den Tag der Veröffentlichung von "Control" auf DVD herbei!
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Begeisterung pur, 18. Februar 2008
... hat der Film in mir ausgeloest. Schon mit 14 wurde ich grosser Fan von Joy Division - nach Depeche Mode mein Einstieg in die Wave bzw. heute Gothic Szene! Jahrelang habe ich immer wieder die Platten rausgezogen und teilweise sogar im Repeat-Modus ganze Naechte durchgehoert, ob ich wachte oder schlief!
Der Film gab mir jetzt - ca. 20 Jahre danach - einen wirklich intensiven Einblick in die damalige Szene und den Aufstieg von Joy Division - und in die schreckliche Welt eines Ian Curtis. Ich habe selten ein so aufruettelndes Werk gesehen.
Der Soundtrack dazu musste schon vor dem Kinobesuch her - nachdem ich am Tag zuvor die Website zum Film besucht hatte war klar, hier sind die besten Songs der damaligen Zeit vertreten und ich wurde auch nicht enttaeuscht: Iggy Pop, Sex Pistols, David Bowie, etc...
Einzig und allein: She's lost Control, der Hit damals, ist zwar im Film, aber nicht auf der CD vertreten! Wer mehr von Joy Division hoeren moechte, dem empfehle ich die jeweiligen Platten, der Soundtrack beinhaltet nur wenige der Stuecke!
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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Kein Soundtrack für die Welt, aber für nicht Joy Division-Fans....., 26. Oktober 2007
Tja, da haben wir nun den Soundtrack von "Control", Anton Corbijns Meisterwerk, was man jetzt schon über den Film sagen kann! Der Soundtrack enthält bekannte Joy Divison Versionen von Dead Souls, Love will tear us apart,
Transmission (immerhin in der Cast Version) und Atmosphere. Dazu kommen 3
Instrumentals von New Order (Brain Eno mässig), eine geniale Version von
Shadowplay von The Killers und selten gehörtes wie Supersister mit She was
naked, die Buzzcocks live mit Boredom und Iggy und die Pistols und Velvet
Underground. Im Film kommt alles sagenhaft rüber, auf CD kennt man leider
die Songs fast alle. Aber halb so wild. Ein bisher noch nicht Joy Division
Fan wird durch den Film, bestimmt Fan und kauft auch den Soundtrack als
Erinnerung und dann nur noch Joy Division! Warten geduldig auf die DVD,
egal ob auf Englisch. Das zischt und macht den November schön!
Viel Spass oder much sadness!
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