Es ist schon erstaunlich, dass 6 der 9 Titel, die hier auf "Control" vertreten sind als Single ausgekoppelt wurden. Sowas war wohl auch nur in den 1980er Jahren möglich und damals waren das auch richtig große Hits für Janet Jackson. Auf ihrem ersten Erfolgsalbum klingt Janet noch ein wenig unerfahren und die Titel wirken wenig abwechslungsreich. Doch verglichen mit anderen Alben jener Zeit bietet Control schon ordentliche und gut tanzbare Popmusik. Und auch 2 nette Balladen sind vertreten.
Control - Der Titeltrack geht gleich in die Vollen. Ein guter Dancebeat bestimmt den Sound, die Melodie ist eigentlich wenig spektakulär und so bleibt ein gut tanzbarer Titel, den man aber nicht unbedingt im Ohr behält.
Nasty - Bei "Nasty" scheint der Sound offensiver und härter als beim Titeltrack. Der Song wirkt dadurch leicht aggresiv, was man auch in den Vocals hören kann. Ebenfalls gut tanzbar und vom Rhythmus ähnlich wie Track 1 ausgestattet. Herrlicher Schlussteil, bei dem Janet richtig aus sich rausgeht und aus voller Kehle schreit.
What have you done for me lately - Schöne Melodie, schöner Discosound, schöner Song. Auffällig sind die gut und punktgenau gesetzten Soundbreaks.
You can be mine - Auch hier wieder der für dieses Album typische Sound. Die Melodie und der Gesang wirken sehr fröhlich und frisch. Janet singt relativ hoch.
The pleasure principle - Dieser Titel ist mit einer guten Melodie ausgestattet. Der Dancesound schwingt ein wenig im Hintergrund und ist hier nicht so offensiv und rumpelnd wie bei den meisten anderen schnellen Titeln des Albums. Zum Song gibt's übrigens auch ein erstklassiges Musikvideo mit einer enthemmt tanzenden und wunderschönen Janet Jackson.
When I think of you - Ähnlich wie bei You can be mine" wirkt der Titel relativ fröhlich. Die Melodie bleibt gleich im Kopf hängen und animiert zum Mitsingen und Mitsummen. Schöner Klassiker der 1980er Jahre.
He doesn't know I'm alive - Typischer 80er Jahre Poptitel, Melodie und Sound klingen wie einer von vielen Songs dieser Zeit, da hilft auch das schöne Saxophon im Sound nicht viel. Nicht wirklich schlecht aber halt auch nicht richitg gut.
Let's wait a while - Verglichen mit Janet's späteren Balladen klingt diese hier doch sehr simple, gar fast kindlich. Die Melodie ist schön, der Sound und die Umsetzung allerdings nicht so der Knaller.
Funny how time flies - Hier knistert es gewaltig, der Song sprüht nur so vor Erotik. Janet's Stimme klingt ruhig und sinnlich und gegen Ende löst sich Alles in ein Flüstern, Stöhnen und Raunen auf.
Abgesehen von den letzten beiden Titeln kann man hier wohl von einem schönen 80er Jahre Dancealbum sprechen. Dies kann man dann auch eindrucksvoll in den zahlreichen Musikvideos zu den Songs sehen. Wie bereits oben erwähnt klingen die Titel über weite Teile doch ähnlich und Janet's Stimme ist noch nicht so ausgereift und wird noch nicht so ausgereizt wie z.B. beim Album "Janet". Es bleibt allerdings ein gutes und solides Album, welches zu Recht ihr erster großer Erfolg war.