Das Buch tritt mit dem Anspruch auf, für Einsteiger und Fortgeschrittene geeignet zu sein. Es verfehlt beide Ziele leider meilenweit.
Das liegt zum einen an den viel zu seltenen und oft nur aus einem zusammenhanglosen Codeschnipsel bestehenden Beispielen. Ein praxisnahes Beispiel-Projekt, an dem über mehrere Kapitel die Eigenschaften von ZOPE vorgestellt werden (wir in der kostenlosen Dokumentation der 'ZopeZoo'), gibt es nicht.
Als Referenz taugt das Buch wahrscheinlich auch nicht, schon wegen des geradezu lächerlich winzigen Stichwortverzeichnisses. Vieses scheint aber nicht nur dort, sondern im ganzen Buch zu fehlen.
Beispiel: Das Buch sagt mir zwar, wie ich ein Bild einbinde, aber es steht nirgends, wie diesem Bild jetzt einen Rand (Border) zuweisen kann. Die Suchfunktion des ZOPE-eigenen Hilfesystems ergibt dann, dass das beispielsweise mit '.tag()' oder ueber die Verwendung von 'absolute_url' moeglich ist - beide Stichworte finde ich selbst mit diesem Wissen im ganzen Buch nicht.
Desweiteren schließe ich mich der Entäuschung der c't-Redaktion an, dass nicht der gerigste Überblick über die Vielzahl sinnvoller ZOPE-Module geboten wird (CMF, Squishdot, Confera usw.). Die machen den Einsatz von Zope erst richtig interessant, sind aber leider weitgehend undokumentiert und hätten eine Beschreibung daher dringend nötig.
Mein Tipp: Die 90 Mark sparen, das "Zope Book" von zope.org herunterladen, ausdrucken, einheften. Dieses Buch ist zwar auch nicht ideal, aber meilenweit besser. Gibt's meines Wissens bisher leider nur auf englisch.