Vor einer Woche angekündigt, bereits erhältlich - keine Frage, die Raconteurs haben's diesmal eilig. Auch das Album selbst wurde schnell eingespielt und man hört's ihm an: alle Songs klingen spontan und frisch, fast live im Studio eingespielt, mit relativ wenigen Overdubs. Gitarren dominieren (wen wundert's), dazu gibt's Celtic Violin (Old Enough"), Orgel (Salute Your Solution"), Banjos (Top Yourself") und die Memphis Horns auf dem sehr 60s-souligen Many Shades of Black". Im Gegensatz zum Vorgänger Broken Boy Soldiers gibt's diesmal weniger sofort als von Jack White oder Brendon Benson geschrieben zu identifizierenden Songs, Consolers ist hörbar das Album zweier, oft mit und gegeneinander singender, gleichberechtigter Songwriter (und einer sehr guten Rhythmusabteilung), die sich exzellent ergänzen, auch wenn Whites manische Präsenz immer durchscheint. Besonders beeindruckend sind der eröffnenden Doppelschlag, das Titellied (-s") und das unwiderstehlich rockende Salute Your Solution", das frenetische Attention", sowie das grossartige Top Yourself", das beinahe wie ein Outtake von Led Zeppelin III klingt. Klasse auch eine dynamische Version von Terry Reid's Rich Kid Blues" und, am allerbesten, die Schlussnummer Carolina Drama", die eine möderische Geschichte erzählt in der sich Blut und Milch vermischen und vielleicht nicht unzufällig die Farben evozieren, die Jack Whites andere Band sich so zueigen gemacht hat. À propos White Stripes: wer Icky Thump gemocht hat wird an dem artverwandten Consolers of the Lonely sowieso seine Freude haben, allen anderen bietet dieses tolle Album eine neue Chance so ziemlich den besten Rock'n'Roll der Gegenwart zu hören.