Klappentext
Mit erst fünfzehn Jahren besuchte der hochbegabte Conrad Felixmüller (1897-1977) bereits die Königliche Kunstakademie in Dresden, mit noch nicht einmal zwanzig Jahren stellte er in Herwarth Waldens "Der Sturm" aus. Der Künstler, der zum Expressionismus der "zweiten Genration" gerechnet wird, entwickelte sich schnell zu einem führenden Vertreter dieser Stilrichtung und agb ihr neue Impulse. Bakannt wurde er durch seine agitatorischen, sozialkritischen Porträts von Familie und Freunden,die im Gegensatz zu den Erlebnissen der Zerstörung im ersten Weltkrieg stehen.Gemeinsam mit Otto Dix, George Grosz und Farnz Radziwill entwickelte Felixmüller in den nächsten Jahren den Stil der Neuen Sachlichkeit, den er vorwiegend in seinen Darstellungen des alltäglichen Lebens anwandte.Felixmüller wurde bereits von Beginn der nationalsozialistischen Diktatur an wegen seines früheren künstlerischen Schaffens und politischen Engagements geschmäht, obwohl schon seit 1930 eine formale Entwicklung einsetzte, die thematisch durch eine erzählersche, genrehafte Tendenz und formal durch das Streben nach beruhigter Bildsprache gekennzeichnet war.
Über den Autor
Heinz Spielmann,geb. 1930 in Hattingen/Ruhr; Studium der Architektur, Kunstgeschichte und Philosophie in Aachen und Stuttgart, Promotion. 1960-1985 Leiter der Modernen Abteilung am Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg; 1986-1998 Landesmuseumsdirektor des Landes Schleswig-Holstein und Direktor des Schleswig-Holsteinischen Landesmuseums Schloss Gottorf in Schleswig; seit 1984 Professor für Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts an der Universität Münster. Seit 2001 künstlerischer Leiter des Bucerius Kunst Forums Hamburg.