Conni-Geschichten im Pixie-Format finde ich zum Vorlesen noch ganz nett und machbar. Die Langversion auf Kassette (2 Geschichten) finde ich nicht empfehlenswert. Der poppige Eingangssong von der Super-Conni nervt. Die Geschichten spiegeln eine sehr gewöhnliche Familienwelt, die nach Reihenhausidyll riecht, wider. Wenn da nicht die Superconni wäre - zweifelhaft in ihrem Vorbildcharakter.
Kann das nicht auch frustrierend sein, wenn Kindern so gewitzte, immer kecke und aktive und souveräne Idole in einer heilen Mama-Papa-Kind-und-Geschwisterchen-Welt vorgehalten werden?
Natürlich müssen Kindergeschichten Identifikationsmöglichkeiten bieten und mit der Lebens-/Gefühlswelt der Kinder zu tun haben, aber so eben nicht, meine ich. Zu aufgesetzt pädagogisch, z.B. wenn die kleine Conni krank wird und ihr erstes Fußball-Turnier zu versäumen droht: "Ich kann doch meine Mannschaft nicht im Stich lassen!" - Uaah. Und zu sehr der idealisierte Otto-Normalverbraucher-Lifestyle, der da hochgehalten wird. Phantasielos, ungewitzt, langweilig. Wir wollen Conni mal alleine machen lassen. Die schafft das schon.