Wer kleine Mädchen kennt, kommt um Conni nicht herum. Das ist nun einmal fast ein Naturgesetz. Die Autorinnen greifen ja tatsächlich alle möglichen und umöglichen Kindererlebnisse auf. Auf dieser CD erfahren wir nun, wie Conni zu ihrem gebrochenen Bein kommt. Ihr neues Hochbett hat eine Rutsche, die Conni einseift, um noch schneller rutschen zu können. Und was passiert? Connie rutscht mit Karacho gegen den Kleiderschrank und bricht sich ein Bein. Doch Conni ist so tapfer, wie ich selten ein Kind erlebt habe. Kein Geschrei vor Schmerz, allenfalls ein paar Auas; und dann kann Conni auch noch perfekt erklären, wie es zum schmerzenden Bein gekommen ist. Und in gleicher Manier geht es weiter: die Spritze ist kein Problem, schließllich sieht das kleine Mädchen schnell ein, dass es dadurch keine Schmerzen mehr hat. So hat Conni, die kleine Superheldin, auch keine Angst vor der Operation. Und - wen wundert's? - der Gips stört eigentlich gar nicht, Conni macht ohne Zögern in die Bettpfanne, das Mädchen im anderen Bett wird sofort zur besten Freundin, Conni lernt spielend leicht das Laufen auf Krücken, und Mama und Papa bauen das ganze Zimmer um, damit Connis Rutschaktionen nicht noch einmal im Kleiderschrank enden. Nein, diese Folge ist wirklich haarsträubend. Zwar kann ich verstehen, dass die Autorinnen den Kindern die Angst vor dem Krankenhaus nehmen möchten, aber für mich ist die ganze Geschichte mehr als unglaubwürdig. Da muss ich mir nur einmal mein jammerndes Kind anschauen, wenn es sich bloß einen Kratzer geholt hat. Tja, aber was soll ich sagen?! Zur Zeit ist gerade diese Folge ganz vorne in unseren aktuellen Kinderhörspielcharts. Da kann ich die CD eben nicht einfach mal so verschwinden lassen...
Die zweite Geschichte, "Conni lernt tanzen", ist hingegen wieder connimäßig nett - auch wenn man hier wieder einmal vorgeführt bekommt, dass man selbst wohl nie so eine verständnisvolle Mutter werden wird wie Connis Mama eine ist. Beispiel gefällig? Conni zerdeppert bei ihren Ballettübungen eine Vase: "Ach Conni, das macht doch nichts. Alles ist ersetzbar." Und zur Belohnung darf Conni dann in die Ballettschule. Aber auch damit kann ich leben ;o)