Ich würde das Buch als ein Kinderbuch bezeichnen, aber es lässt sich in keines der gängigen Genres einordnen, am ehesten noch in dem des themenbezogenen Kinderbuches.
Auf jeden Fall fällt es den Kindern leicht, sich in die Hauptperson, in Conni, hineinzuversetzen. Es ist nicht einfach, wenn man auf der Bühne stehen soll und einfach alles verpatzt. Außerdem ist es eine große Herausforderung, ruhig zu bleiben, wenn die Eltern sich streiten oder wenn einem der kleine Bruder wieder etwas wegnimmt, was man eigentlich nicht hergeben will. Es gibt viele Ansatzpunkte, wo sich die Kinder wiederfinden und das ist der große Pluspunkt in diesem Buch.
Es vermittelt Werte, die ich sehr interessant finde, z.B. die Aufnahme des Onkels zu Weihnachten, der sonst einsam zu Hause sitzen müsste - und zwar eine Aufnahme obwohl einige Familienmitglieder Bedenken haben. Es vermittelt teilweise ein recht schrulliges Menschenbild, wenn man so an den guten Onkel Albert denkt, aber dennoch wird hier vor allem der Wert Familie großgeschrieben und Weihnachtszeit ist nun einmal Familienzeit. Weitere Werte sind das Für-einander-Einstehen, Mitmenschlichkeit und Freundschaft, die hier eine große Rolle spielen.
Auf jeden Fall wird die Fantasie des Kindes angeregt und das ist meiner Meinung nach das wichtigste bei solchen Büchern.
Die Sprache ist klar und nicht verschnörkselt, es werden so gut wie keine Fremdwörter verwendet und auch die Schriftgröße ist für Kinder sehr angenehm.
Findet man im inneren nur wenige und vor allem schwarz-weiße Zeichnungen, so ist das Cover etwas ganz besonderes, denn die Christbaumkugeln glänzen golden und so hat das Buch auch eine Effektwirkung, die sehr gelungen ist. Überhaupt ist der Bucheinband so, wie ihr in hier seht, sehr gelungen und spricht auf jeden Fall die Kinder an.