Als die Stereo MCs 1991 mit ihrem drittem Album an den Start gingen, war das im Bereich der Tanzmusik gerade die Zeit von Techno, Hip-Hop, R'n'B und Acid Jazz, und was Sie mit ,supernatural' schon angekündigt hatten, perfektionierten Sie auf ,connected': eine geniale Mischung aus 3 diese Stile und Techno wurde durch - dem diesen verwandten - House ersetzt. Was ihnen hier auch gelang: einen einzigartigen und unverwechselbaren sound zu schaffen.
Die wahre Stärke dieses Albums aber sind die unzerstörbaren, teils hypnotischen (Titelsong) grooves, die sich mit dem differenzierten flow der vocals von Rob B. so perfekt ergänzen. Das Händchen für unabgegriffene und zu ihrem sound passende samples und Versatzstücken von 70er Jahre Funk und Soul tracks hatten sie ebenfalls erst hier gefunden, denn auf ,supernatural' klangen diese teilweise noch inkohärent, und waren einfach schon zu abgedroschen.
Ins Ohr gehen hier alle tracks sofort, aber die wahre Qualität dieser Lieder erkannte man erst mit den Jahren, denn weder klingt dieses Album heute altbacken, noch ist hier irgendeine Nummer zu Tode spielbar - nicht einmal ,connected' selbst.
Anspieltipps - eigentlich alle, aber neben dem titeltrack Klassiker sind ,Ground Level', ,Fade Away', ,Step It Up', das hypnotische ,Playing With Fire' und ,Creation' die herausragenden songs.
Diese Scheibe ist immer noch das Referenzwerk - nicht nur der Stereo MCs selbst, sondern auch das der ,Club Music' Szene schlechthin und für die Entwicklung der modernen Tanzmusik allgemein genauso bedeutend wie Soul II Soul's ,Club Classics Vol. 1', Prodigy's ,Fat Land', oder Massive's ,Blue Lines'.