Auch mit ihrer zweiten Platte CONFUSION BAY gelingt es den 5 Dänen wieder, den Spagat zwischen Melodiösität und Metal zu vollziehen, zwischen eingängigen Ohrwurm-Melodien und brechenden (Post-) Fear Factory-Riffs. Die Synthie-Klänge bei I GET WHAT I SEE, die dieses verdammt uhrwerk-artig präzise Spiel der Gitarren unterstützen, sorgen für gehobene Ohrwurmqualität, die sich spätestens im Refrain entfalten darf. Midtempo, klar, aber der kontrollierte, genial dosierte Bass Drum-Einsatz beißt sich sofort fest - Metal-Power und melodiöse Eingängigkeit vereint. Fast schon mit filigraner gesanglicher Kraft wird nicht das brachiale Spiel, sondern der kunstvolle, aber kraftvolle Angriff auf die Ohren gesucht und erfolgreich zum Abschluss gebracht. Auch in Songs wie SUMMER OF OVERLOAD brechen die Riffs wie eine Ostsee-Welle über einen herein, und bei INSANE wird alles Filigrane und Engmaschige über Bord geworfen, alles ist plötzlich dunkel, schnell und böse. Insane eben. Riffs rauf un d runter, Bass-Gewitter, nur kurze Pausen, und doch scheint die innere Struktur nie weggewesen zu sein. Der gleichnamige Song zum Album wartet mit verdammt eindringlichem Keyboard-Spiel auf und rundet die Scheibe mit seiner eher "milden" Art perfekt ab. Insgesamt ein sehr überzeugendes Werk, das eine völlig neue Stil-Richtung des Metal vorzugeben scheint, in denen auch Elemente aus Rock und ruhigere Solo-Passagen neben der stimmlichen Vielfalt von Sänger Lars für willkommene Abwechslung sorgen, so dass sich eine perfekte Mischung ergibt. Unbedingt anhören!