Um eines von vornherein klar zu sagen: Musik im klassischen Sinne ist dies hier nicht, es handelt sich eher um völlig fremdartige Klangerlebnisse, die tendenziell atonal und sind und hochkomplexe Rhythmen aufweisen (z.B. 13/7 Takt). Organisch angehauchte elektronische Musik, bionische Sphären, androide Traumwelten, akustisch-synästhetische Ebenbilder von Chaostheorie und Mandelbrot, die Mechanik von Robotergedanken, digitales Neuronengewitter, die kühle Intonation höherer Logik, ein Mäander vibrierender Paradoxone - das sind die Empfindungen, die sich beim Anhören dieser Musik bei mir einstellen. Die Fremdartigkeit ist zunächst überwältigend, löst sich nach mehrmaligem Hören aber auf, man erkennt immer neue Details, die zunächst unzugänglichen Muster öffnen sich dem geduldigen Betrachter kaleidoskopartig. Für mich ist dies musikalisch gesehen völliges Neuland, weit, sehr weit von den ausgetretenen Pfaden heutiger Musik entfernt. Ein dunkles, unentdecktes Land von überwältigender Schönheit, wenn sie sich einem offenbart.