Produktinformation
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| 1. Intro | |||
| 2. Yeah! Featuring Lil Jon & Ludacris | |||
| 3. Throwback featuring Jadakiss | |||
| 4. Confessions | |||
| 5. Confessions Part 2 | |||
| 6. Burn | |||
| 7. Caught Up | |||
| 8. Superstar Interlude | |||
| 9. Superstar | |||
| 10. Truth Hurts | |||
| 11. Simple | |||
| 12. Bad Girl | |||
| 13. That's What It's Made | |||
| 14. Can U Handle It? | |||
| 15. Do It To Me | |||
| 16. Take Your Hand | |||
| 17. Follow Me | |||
| 18. My Boo | |||
| 19. Red Light | |||
| 20. Seduction | |||
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1 - Intro: "Confessions" beginnt mit einem sehr melancholischen Intro, das von einer simplen Akkustikgitarre dominiert wird und auf dem durchweg nur wenig gesungen wird. Usher spricht vielmehr zu schwindenen Backgroundgesängen und erklärt die Hintergründe des Albumtitels. Ungewöhnlich für den Anfang eines R&B-Longplayers. (1-)
2 - Yeah: Eigentlich als Promo-Track und nicht als erste Single erchoren, erfreut sich "Yeah" dem wohl größten Potenzial der CD. Die hellen, eingängigen Beats, die stark an Lil'Jon's Erfolg "Get low" erinneren (was daran liegt das dieser "Yeah" produziert hat) und desgleichen eingängig sind, dominieren den ganzen Track und machen diesen "unheimlich" gut tanzbar. Ushers lauter und kräftiger Gesang wirkt dabei beinahe hypnotisch und harmoniert nahtlos mit den beiden Rap-Parts von Lil'Jon und Ludacris. (1+)
3 - Throwback: Soundtechnisch ungewöhnlich zeigt sich Usher erstmals an dieser Stelle. Die warme Up-Tempo-Nummer wird von E-Gitarren angeführt und schwankt - melodisch gesehen - zwischen freudigen und traurigen Passagen. Als einprägsam beweist sich dabei allerdings nur der Refrain als auch die kurzen Zwischenrufe einer Frau. Insgesamt also ganz akzeptabel. (1-)
4 - Confessions (Interlude): Obwohl bereits jede zweite black-music-orientierte Platte ein Telefongespräch als Interlude beinhaltet, kann auch der liebe Usher nicht auf eine solche Überflüssigkeit verzichten. Schön ist weingstens, dass er gen Ende noch zu einem edlen Arrangement aus Piano und Streichern zu singen beginnt. (2)
5 - Confessions Part II: Stilistisch ist auch dieser Song eher schwer einzuordnen, denn "Confessions Part II" klingt zwar wie eine typische Ballade, besitzt dafür aber einen viel zu schnellen Beat. Dieser spiegelt sich in einem kurzartmigen E-Gitarren-Zupfen wieder und verleiht "Confessions Part II" ordentlich an Tempo. Alles in allem einer durchaus gelungener Track, der zwar nicht unbedingt neu klingt aber lyrisch sehr offen ist. (2-)
6 - Burn: Was auf "8701" das beliebte "U got it bad" war, ist auf diesem Album "Burn", das als zweite Single gehandelt wird. Mit einem ungewöhnlichen Titel geprägt, bei dem man wohl eher an einen schnellen Track denkt, enthält "Burn" die selben Grundelemente wie sein "8701"-Pendant, erinnert sogar an Balladen von "My way". Dabei verzichtet es aber auf dramatisch-herzerreißernde Melodien und Schrei-Passagen und konzentriert sich lieber auf seine warme, romantische Ader sowie Ushers hellen, rapähnlichen Gesang. (1-)
7 - Caught up: Mit diesem Floorfiller erinnert Usher zumindest melodisch an alte Erfolge wie beispielsweise "U-Turn". Die eingängige Hook überzeugt durch ständig wiederholende Zwischenrufe, kann aber soundmäßig nur wenig aus den Vollen schöpfen - dafür ist das eigenartige Arrangement aus schwindenen Syntasize- und tiefen Posaunenklängen einfach zu speziell. Hätte man sich stilitsch eher an "Yeah" gehalten, hätte aus "Caught up" durchaus was werden können. (3+)
8 - Superstar (Interlude): Auch dieses Interlude überzeugt durch ein langsames Flair, das makellos in die nächste Ballade
überwechselt und von simplen Pianoklängen dominiert wird. (2)
9 - Superstar: Nein, dieser Track hat nichts mit Jamelias gleichnamigen Pop-Song zu tun, sondern erweist sich als ushertypische Ballade mit innovativen Arrangement. Dieses spiegelt sich in surrenden, radioverzerrten Klängen wieder, die ein sehr nächtliches und verträumtes Feeling mit sich führen. Insgesamt also ein sehr gelungener Song, der zwar nicht im Ohr sitzen bleibt, aber dem einfach relaxt zu lauschen ist. (1-)
10 - Truth hurts: Nein, auch dieser Track enthält keine Adaptionen, die an dieser Stelle wohlmöglich auf eine gleichnamige Sängerin schließen lassen könnten, welche vor zwei Jahren Furore machte. "Truth hurts" ist eine simple Mid-Tempo-Ballade mit noch viel simplerer Melodie und noch viel viel simpleren Lyrics. Alles in allem einer der unauffälligeren Tracks mit Lückenfüller-Charakter und -Qualität. Und bitte nicht gähnen! (3-)
11 - Simple things: Nach "Superstar" und "Truth hurts" kommt man spätestens hier nicht um die Frage herum, ob Usher sich mehr schlecht als recht durch Alicia Keys für sein neues Album hat inspirieren lassen hat. Neo-Soul-Einflüsse in Form von Klavierklängen und einfachen Rhyhmusinstrumenten zaubern nämlichen auch aus dem uneinprägsamen "Simple things" eine Mid-Tempo-Ballade mit B-Seiten-Charakter, was aus den letzten drei/vier Songs schlecht platzierten Einheitsbrei macht. (3)
12 - Bad girl: Erneut wagemutig zeigen sich Usher und seine Produzenten an diesem Punkt. Laute E-Gitarren mit rockzügen lassen "Bad girl" an Michael Jackson erinnern, was auch dem Mix aus hellem und kräftigem Gesang zu verdanken ist. Jedoch geht auch hier nach gut zwei Minuten (ähnlich wie bei "Caught up") die Puste verloren und triste Langeweile tritt ein - Bitte mehr typische Dancefloor-Beats! (3+)
13 - That's what it's made for: Und schon wird's erneut gemächlich. Helle Beats mit minimalem Einfluss von 50 Cent's "21 Questions" formen einen leicht verträumten Mid-Tempo-Song, dessen Arrangement im Background an manchen Stellen viel zu schnell für den relativ langsamen Gesang Ushers erscheint. Eben wieder Lückenfüllerware ... (3+)
14 - Can U handle it?: Auf einem R&B-Longplayer darf natürlich auch der als solch betitelte "Baby-Making-Song" nicht fehlen, welcher auf "Confessions" mit diesem Track eingeläutet wird. Die gesamte Tonfolge ist sehr, sehr, sehr langsam gehalten und entgeht nur knapp dem Synonym "Lahmheit". Dafür kann sich Usher stimmlich aber völlig entfalten und stößt in ungeahnte Tiefen und Höhen vor, die ein ganz gelungenes Lied mit hohem Chill-Faktor formen. (2)
15 - Do it to me: Ungewohnt vielschichtig erweist sich an diese Stelle nicht nur Sänger Usher sondern auch Produzent Jermaine Dupri, der eine seltsame aber auch mehr als gelungene Kombination von tiefen Poch-Beats und hellen Piano-Beats gefunden hat. Melodisch haut "Do it to me" zwar nicht unbedingt vom Hocker, dafür zählt es sicher zu den markantesten Tracks der Slow-Jamz auf "Confessions". (2+)
16 - Take your hand: Kurz vor Schluss wird's überraschenderweise noch mal ordentlich beatlastig, was für eine Up-Tempo-Nummer gen Ende eher ungewöhnlich ist. Nach einer äußerst langen Periode langsamer Tracks kommt "Take your hand" jedoch gerade recht und platziert sich nahtlos in der Liste - auch wenn der "Ohrwurm-Hit-Charakter" fehlt. (2-)
17 - Follow me: Auch das Ende von "Confessions" bleibt sehr R&B-untypisch. Zwar wird's wieder langsamer und grenznähernd hip-hop-balladesk, doch in "Follow me", das stilistisch eher schlecht als recht platziert erscheint, dominieren vor allem die Beats, die den gesamten Song mit einem sehr futuristischen Unterton bestücken. Seltsames Ende ... (3)
Fazit: Wie sich schon nach Betrachtung des Covers des CD herausstellt, präsentiert sich mit "Confessions" ein wesentlich reiferer und nachdenklicherer Usher. Dies spiegelt sich vorrängig nicht nur in seiner Mitarbeit bei der Produktion sondern auch auf dem Gebiet der Texterei wieder, welche ihn in seiner Art noch viel glaubwürdiger erscheinen lässt. Doch nicht nur Usher selbst sondern vor allem den 17 Produktionen ist eine deutliche Wandlung anzuhören. War "8701" noch von sehr futuristischem Sound geprägt und für damalige R&B-Verhältnisse vielleicht sogar überproduziert, so vertraut "Confessions" auf einen sehr viel ausgewogeneren, "urbaneren" Sound mit Vorliebe für Detailverliebtheit. Wer sich also eine Platte mit "Yeah"-ähnlichen Songs erhofft, wird vermutlich enttäuscht werden, denn in der Tat dominieren Mid-Tempo-Tracks und Balladen auf der Platte. Ob diese schließlich noch einen Kauf Wert sind, muss jeder selbst herausfinden (Ich empfehle jedenfalls vorher reinzuhören!). Alles in allem liegt mit "Confessions" aber ein ganz akzeptbales Album vor. Nicht weltbewegend, dafür aber schön verarbeitet.
Berechnete Durchschnittsentwertung: 2,08 ~ eine glatte 2
PS: Das angebliche Duell zwischen Usher und Justin Timberlake ist totaler Quatsch, beide sind gut, beide sind auf ihre Art anders und beide gehören in die Musikwelt!!!
Das ändert aber nichts daran, das die Confessions-Platte 5 Sterne ganz und gar verdient. Die wunderbaren Balladen (Burn, Truth hurts,Confessions, usw.)und die wenigen Tanzlider (Bad Girl,usw.)haben das Zeug zu Klassikern.
Das einzige was da noch zu sagen bleibt: toll produziert, super gesungen, heißer Anwärter auf das beste Album 2004.
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