Eines sei vorweg gesagt: Dieses Album ist nicht der Bubblegum-Pop, den man meint serviert zu bekommen, nachdem man die erste Single HUNG UP gehört hat. Für die Supermelodien, die in diesem Lied vereinigt werden - sowohl Madonnas eigene, als auch ABBAs Sample - und die gute Laune, die es verbreitet, verdient es trotzdem 10 von 10 möglichen Punkten.
Da das ganze Album quasi wie Mix-Tape ineinander übergeht, folgt ohne Pause GET TOGETHER, ein weiterer Ohrwurm, diesmal im French-House-Outfit: 9 Punkte.
SORRY ist der nächste Knaller, der sofort beim ersten Hören hängen bleibt und die beste Melodie des gesamten Albums vorweist: 10 Punkte.
Mit FUTURE LOVERS wird's noch geiler. Eine fette Mirwais-Produktion (leider die einzige des Albums), mit all dem Krach und all den Sounds, die einen Electro-Song ausmachen: 10 Punkte.
I LOVE NEW YORK ist meiner Meinung nach der einzige "Füller" auf dem Album. Wie der Titel schon sagt, eine Liebeserklärung an New York, die aber uninspirierter und unmelodiöser kaum hätte sein können: 3 Punkte.
Dieser Ausrutscher ist aber schnell vergessen, wenn man sich den nächsten 4 Liedern zuwendet: Musikalisch irgendwo zwischen Kraftwerk, Daft Punk, Kylie Minogue, Depeche Mode und Madonnas Anfängen einzuordnen, stellen LET IT WILL BE, FORBIDDEN LOVE,
JUMP & HOW HIGH einen abwechslungsreichen und mehr als soliden Mittelteil dar, in dem keine Sekunde Langeweile aufkommt: Jeweils 9 Punkte.
ISAAC braucht ein wenig, aber wenn man sich erst mal an die eingestreuten hebräischen Gesänge gewöhnt hat, entuppt es sich als wahre Perle. Dass es im Text um Selbstfindung geht, überhört man fast, weil man sich beim Hören an einen Strand Ibizas versetzt fühlt, wo man die aufgehende Sonne nach einer durchfeierten Nacht geniesst: 10 Punkte.
PUSH und LIKE IT OR NOT bilden den krönenden Abschluss, mit Hammerrefrains: Am besten zu beschreiben mit Missy Elliot meets Depeche Mode and Sting: Wieder jeweils 10 Punkte.
Insgesamt ist Confessions On A Dance Floor ein in sich stimmiges und stimmungsvolles (Party-)Album, das sich nahtlos in die Reihe Madonnas letzter 3 Alben einreiht und sich, bis auf einen kleinen Patzer, mühelos immer und immer wieder durchhören lässt.
Anspieltipps: Sorry, Push, Get Together, Like It Or Not, Let It Will Be und Future Lovers.