Fear Factory's erstes und letztes Album in der klassischen Besetzung mit Dino Cazares an der Gitarre (eigentlich das erste Album, das aber erst aufgelegt wurde, als sich die Band bereits getrennt hat) ist ein echt grobes Stück.
Auf 16 Tracks zeigen die Jungs, wie der typische Sound geboren wurde. Schnelle, harte Riffs, hinterlegt mit melodiösen Stimmungsbögen, extremes Drumming und eine Stimme, die einem das Blut in den Adern gefrieren lässt.
Freilich: Durchkonzipiert wie alle anderen Alben von Fear Factory ist diese Scheibe nicht, es gibt weder ein Thema noch eine Geschichte, die dramaturgisch in den Lyrics erzählt wird. Auch den perfekt produzierten Sound sucht man vergeblich - und doch ist diese CD für jeden FF-Fan etwas ganz besonderes, zeigt sie doch den Werdegang der 4 Jungs.
Dass das anfangs noch etwas unroutiniert wirkt, rau ist und ecken und kanten hat, ist ganz klar.
Das man sich die Scheibe trotzdem zulegt, auch.
Für jene, die mit Fear Factory vorher noch keinen Kontakt hatten, würde ich aber eher "Obsolete" oder "Digimortal" empfehlen.