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Albinoni war, zusammen mit Vivaldi, der berühmteste Komponist von Barockkonzerten in der "neuen" dreisätzigen Form, in der zwei schnelle, äußere Sätze einen langsamen Mittelsatz umschließen. Seltsamerweise wurden die Konzerte Op. 9 -- ein Höhepunkt Albinonis in dieser Sparte -- niemals in kompletter Form und auf alten Instrumenten veröffentlicht; allein aus diesem Grunde ist diese Aufnahme höchstwillkommen. Genauer gesagt, die Aufführungen sind mehr als spektakulär. Komponiert für verschiedenste Kombinationen von Solisten, unter anderem Violine (hier der unvergleichliche Andrew Manze) und zwei Oboen (Frank de Bruine und Alfredo Bernardini), bieten diese zwölf Stücke eine fast schon opernhafte Fülle an guten und brilliant gespielten Melodien. Nehmen wir zum Beispiel den sinnlichen, langsamen Satz des Zweiten Konzertes in d-Moll. Barockkomponisten lieferten ihre besten Arbeiten fast immer in Molltonarten, dieses Stück jedoch (eigentlich ein Kontrast zu den äußeren Sätzen in Dur), verdient die gleiche Popularität wie Pachelbels
Kanon oder sogar Albinonis berühmtes
Adagio. Das ist hinreißendste und subtilste Musik von allerhöchster Qualität, gänzlich charakteristisch für die Freuden, die den Hörer auf diesem wunderbaren Set erwarten. Kurz ausgedrückt: ein barocker Traum!
--David Hurwitz
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