Johann Joseph Fux (1660 - 1741): Concentus Musico-Instrumentalis I: Serenada K. 352; Ouvertüre E. 109; Ouvertüre K. 355; Turcaria. Ausführende: Armonico Tributo Austria [Gunar Letzbor, Chiharu Abe, Ilja Karol, Wolfhard Schuster, Brigitte Täubl, Barbara Erdner und Sigurd Imsen, Violinen; Peter Aigner und Eva Posvanecz, Bratsche; Lorenz Duftschmid, Viola da gamba; Juris Teichmanis, Violoncello; Walther Rumer, Violone; Andreas Lackner und Herbert Walser, Barocktrompeten; Alfredo Bernardini und Paolo Grazzi, Barockoboen; Alberto Grazzi, Fagott; Michael Oman, Blockflöte; Eduardo Eguez, Theorbe; Norbert Zeilberger, Cembalo; Charl Fischer, Kesselpauken; Gerald Endstrasser, Carillon], dir. Lorenz Duftschmid. Aufgenommen im Kaisersaal des Benediktinerklosters Kremsmünster, Österreich, im September 1997. Veröffentlicht 1998 als Arcana - Michel Bernstein Éditeur A 58. Gesamtspielzeit: 61'50".
Lorenz Duftschmid setzt sich hier für die Wiederentdeckung der Instrumentalmusik des Johann Joseph Fux, der, sofern er nicht gänzlich vergessen worden ist, als Komponist von Kirchenmusik gilt. Fux war lange Jahre Hofkapellmeister in Wien am kaiserlichen Hof. Auf dieser CD sind festliche Suiten versammelt, die Lorenz Duftschmid aus dem "Concentus Musico-Instrumentalis" sowie aus anderen Quellen zusammengestellt hat. "Festlich" meint hier, dass die Stücke mit Kesselpauken und Trompeten bzw. mit Bläsern so gehalten sind, dass sie an andere Barockwerke zu königlichen Anlässen erinnern, z. B. an Händels "Wassermusik" oder an Johann Helmich Romans "Drottningholmsmusiken". Ein besonderer Bonbon ist die "Turcaria" genannte Suite, die aus verschiedenen Stücken zusammen gesetzt ist, in denen Fux die Belagerung Wiens durch die Türken musikalisch darstellt. - Wer die Besetzungsliste (s. oben) durchsieht, wird merken, dass hier renommierte Alte-Musik-Spezialisten am Werk sind, und so klingt das Ganze auch, und das in jeder Hinsicht: Wie im Beiheft angemerkt, fühlten sich die Musiker durch die prächtige Umgebung im Kloster Kremsmünster besonders inspiriert. Das sind 60 Minuten köstlichen Vergnügens! Auch die Tontechnik ist exzellent, und das Beiheft - wie bei Arcana üblich - absolut vorbildlich.