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Mögen manche dieser Bücher und Filme auch ihre eigenen Qualitäten haben -- den eigentlichen Conan sucht man darin vergeblich. Denn der, und das kann man durchaus mit diesem Absolutheitsanspruch sagen, ist nur in den ursprünglichen Erzählungen und Kurzromanen von Robert E. Howard anzutreffen. Howard war, verkürzt ausgedrückt, neben H. P. Lovecraft und Clark Ashton Smith einer der drei großen Autoren, die in den 1930er Jahren mit dem Pulpmagazin Weird Tales groß geworden sind. Aber im Unterschied zu Lovecraft und Smith schrieb Howard nicht nur phantastische Texte, sondern auch Western, Kreuzfahrerabenteuer und Detektivgeschichten, die sich alle durch stilistische Klarheit und eine unbändige Energie auszeichneten.
Und diese Eigenschaften sind es auch, die seine Conan-Geschichten weit über alle seither verfassten Conan-Verschnitte anderer Autoren hinausheben. Nun liegen diese Geschichten erstmals in einer unbearbeiteten vollständigen Ausgabe vor. Im englischen Original bei Wandering Star und Del Rey erschienen, bringt hierzulande Heyne sämtliche Conan-Texte in einer dreibändigen Ausgabe heraus, in der überarbeiteten Übersetzung von Lore Strassl und mit allen Fragmenten, Einleitungen und Nachworten. Niemand hat nach Howard jemals wieder so überzeugend Sword & Sorcery geschrieben, und wenn wir im Augenblick eine kleine Renaissance von Fritz Leibers Erzählungen um Fafhrd und den Grauen Mausling erleben (ebenfalls in einer neuen chronologischen Ausgabe), so ist es nur angemessen, wenn wir uns auch dem Original zuwenden.
Auf die Diskussion, ob diese Spielart der Fantasy große Literatur sein kann, soll hier kein weiteres Wort verschwendet werden. Nur Howards früher Tod hat verhindert, dass er bis heute nicht den ihm zustehenden Platz in der US-amerikanischen Literaturgeschichte einnimmt. Kundige Leser sollten sich von dergleichen Nebensächlichkeiten nicht ablenken lassen -- Conan ist ein Geschenk an alle, die packende und meisterhaft erzählte Phantastik zu schätzen wissen. Und sich ihren Blick auf eine der Ikonen der Weltliteratur nicht länger verstellen lassen wollen. --Hannes Riffel -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Die Geschichten selbst handeln von dem Cimmerier Conan, einem gewaltigen, kriegerischen Barbaren, dessen Mut und Können ihn schließlich zu einem der Herrscher des fiktiven hyborischen Zeitalters werden lassen. Es ist klassische low fantasy, voll mit muskelstrotzenden Kriegern, halbnackten Frauen und furchtbar bösen Zauberern. Hier gibt es keine strahlenden Helden, auch Conan selbt ist ein teils melancholischer, teils aufbrausender Kämpfer und Säufer, der Gefallen an Krieg, Töten, Frauen und Alkohol hat. Die Geschichten beschreiben seine Abenteuer in den mannigfaltigen Landen, die sich Robert E. Howard zu dem hyborischen Zeitalter ausgedacht hat. Howard kann spannende Geschichten erzählen und besitzt eine ausgeprägte Imagination, aber auch ein Interesse an Geschichte, das ebenfalls in seine Erzählungen einfliesst.
Fazit: Ein Muss für Conan Fans. Aber auch gerade für Einsteiger zu empfehlen, denn man wird sehr gut an die Thematik heran geführt.
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