Das Buch ist ein typischer Lyon Sprague de Camp Roman, in dem Fragmente Howards zur einer vollwertigen Geschichte werden. Der Stil ähnelt dem Original, allerdings gehen die Beschreibungen von Landschaften und Personen etwas tiefer und aus einer ursprünglichen Kurzgeschichte im Weird Tales Format wird ein kompletter Roman.
"Der Freibeuter" erzählt dabei ein Abenteuer, in dem der Barbar gegen einen seiner Hauptwidersacher antritt: Thoth-Amon. Der stygische Magier versucht die Kobrakrone an sich zu reißen und der cimmerische Held jagd von der Insel der Namenlosen durch die Schwarzen Lande, in die Hauptstadt des Amazonenreich Gamburu bis hinauf nach Argos. Neben einer jungen Prinzessin spielen ein nordischer Barbarenfreund und ein alter Bekannter aus dem schwarzen Volk eine Nebenrolle in der Geschichte, bleiben aber im Vergleich zu Conan etwas blass und hölzern.
Das Abenteuer ist gute Sword & Sorcery und hastet gewohnt von Ort zu Ort, von Entscheidung zu Entscheidung und von Schlacht zu Schlacht. Beim Lesen kommt hier allerdings das Gefühl auf, eine vollwertige Story hätte manches mal mehr Tiefgang verdient und grade der Endkampf um das Artefakt aus vormenschlicher Zeit ist etwas arm an Spannung. Immer noch ein guter Conan Roman, aber mit Steigerungspotential.