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Computersüchtig. Kinder im Sog der modernen Medien [Gebundene Ausgabe]

Wolfgang Bergmann , Gerald Hüther
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.



Kurzbeschreibung

September 2006
Im Bann der virtuellen Welten

· Über 600 000 spielsüchtige Kinder und Jugendliche in Deutschland · Computersucht besser verstehen · Für alle Eltern, die Bescheid wissen und helfen wollen · Die Ursachen der Zeitkrankheit Computersucht und ihre Folgen für Psyche und Hirnentwicklung unserer Kinder.

Sie sitzen Tag und Nacht vor ihrem PC, übermüdet, unterernährt, vergessen die Freunde, die Schule und sogar sich selbst: computersüchtige Kinder. Was macht PC-Spiele so attraktiv? Wer ist besonders gefährdet und wann beginnt die Sucht? Der Kinderpsychologe Wolfgang Bergmann und der Hirnforscher Gerald Hüther erklären das Phänomen Computersucht und zeigen Wege auf, wie Eltern helfen können. Eines ist gewiss: die neuen Medien prägen die Seelen der Kinder und sie beeinflussen sogar die Entwicklung ihres Gehirns. Wie werden unsere Kinder in Zukunft denken, hören, sehen und fühlen? Ein tiefgreifender Wandel steht uns bevor, dessen Tragweite wir heute noch gar nicht abschätzen können ... "Es wird Zeit, dass wir einander auf neue Art begegnen - und uns selbst und unsere Kinder wiederfinden", so das eindringliche Plädoyer der Autoren.



Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 164 Seiten
  • Verlag: Walter Verlag; Auflage: 3 (September 2006)
  • ISBN-10: 3530422126
  • ISBN-13: 978-3530422122
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 13,6 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 541.587 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

“Ein kluges, ein notwendiges Buch: Gut verständlich geschrieben ist es ein Muss für alle, die den Sog der modernen Medien verstehen wollen.” Deutschlandradio Kultur „Ein lesenswertes Buch für alle, die sich mit suchtgefährdeten Jugendlichen auseinandersetzen (müssen) und keine allzu schnellen Urteile fällen wollen.” Die Welt "Deutschlands renommiertester Familientherapeut." TV Hören & Sehen -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Über den Autor

Wolfgang Bergmann war Erziehungswissenschaftler und arbeitete als Familien- und Kinderpsychologe in Hannover vor allem mit hyperaktiven und legasthenischen Kindern. Er war ein vielgefragter Experte zum Thema "Kindheit und Medien". Wolfgang Bergmann verstarb 2011.Dr. rer. nat. Dr. med. habil. Gerald Hüther, geb. 1951, ist Professor für Neurobiologie an der Psychiatrischen Klinik der Universität Göttingen. Zuvor, am Max-Planck-Institut für experimentelle Medizin, hat er sich mit Hirnentwicklungsstörungen und mit der langfristigen Modulation monoaminerger Systeme beschäftigt; als Heisenbergstipendiat hat er ein Labor für neurobiologische Grundlagenforschung aufgebaut. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Einleitungssatz
Stellen Sie sich vor, es gabe die Moglichkeit, sich eine virtuelle Welt zu schaffen, eine Welt, die man mit Hilfe moderner Gerate erzeugt, in die man eintauchen kann und in der man seine Vorstellungen ganz so, wie es einem gefallt, umsetzen, also in Gedan Lesen Sie die erste Seite
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Kundenrezensionen

3.8 von 5 Sternen
3.8 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Unterhaltung, Faszination, Gefangenschaft, Sucht - ausgehend von dieser Begriffskette versucht ein deutsches Autorenduo, bestehend aus Kinderpsychologen Wolfgang Bergmann und Hirnforscher Gerald Hüther, jenes Phänomen zu beschreiben, dass in Folge moderner Medien immer häufiger in unserer Gesellschaft zu beobachten ist. Die Autoren sind sich eins: Insbesondere jüngere Menschen sind davon betroffen. Den Angelpunkt der Diskussion bildet ein Schlagwort: "Computersüchtig?!"

Aufbruch in eine neue Welt

Dass Kinder und Jugendliche im Laufe ihrer Entwicklung die Welt entdecken, ist mittlerweile eine Binsenweisheit. Abgesehen von der Welt, die wir alle kennen, ist in den letzten Jahren eine neue Welt entstanden, deren Entdeckung von uns allen Pionierarbeit fordert: Die Cyber-Welt, das Internet. Wie auch in der "richtigen" Welt finden sich hier eine Unzahl an Milieus, Gruppen und Gesellschaften. Aus Sicht der Jüngeren könnte man allen, die dieses Faszinosum links liegen lassen, mangelnden Entdeckergeist vorwerfen. Nicht so viele Jugendliche, die die Gelegenheit, eine neue und noch kaum eroberte Welt zu entdecken, mit beiden Händen packen und in Richtung digitaler Weiten schippern - wo noch (beinah) kein Mensch zuvor gewesen ist.

Wie viele neue Welten hat auch die digitale den Anschein eines Eldorado: sagenhaftes Goldland und mystischer Ort, an dem ungeahnte Verheißungen Glück und Zufriedenheit versprechen. Vor allem jene, die ihre aktuelle Lebenswelt nicht gerade als ein solches Eldorado einschätzen, begeben sich auf die Suche. Gerade Jugendliche, die nach Unabhängigkeit und Selbstbestimmung streben, möchten eine solche Welt finden. Viele stoßen dabei auf die Parallelwelt des Internets, in der reale Identität, Alter, äußere Erscheinung oder die Schublade der peer group zur Nebensache werden und sich neue Möglichkeiten der Selbstbehauptung auftun. Wie schon in der Zeit der Konquistadoren stoßen die Eroberer allerdings nicht immer und sofort auf die besagten Schätze: In vielen Fällen bietet das Anlegen an der Küste der neuen Welt auch Gefahren und Risiken, die in der alten Welt unbekannt waren.

Living in Cyberworld: Eroberungsgeist oder Sucht

Das "neue Land" Internet wird von Bergmann und Hüther fragend unter die Lupe genommen. Die dabei eingenommene Perspektive ist die der besorgten Eltern, die ihr Kind vor den angesprochenen Gefahren schützen möchten. Schrittweise wird in dem Buch in die unbekannte Welt eingeführt. Besorgten Eltern werden dabei vier Aufgaben gestellt, mit Hilfe derer sie Verständnis für die digitale Lebenswelt ihrer Sprösslinge lernen können: Sie sollten Aufwachen, Hinschauen, Verstehen und über das gesehene Nachdenken. Das Fazit: Internet kann spannendes Hilfsmittel oder Ersatzwelt sein. Kinder und Jugendliche können dieses Medium wie Erwachsene auch auf vielfältige Art nutzen. Ein Missbrauch ist allerdings nicht auszuschließen. Der Rettungsring, mit dem der Nachwuchs aus der Sucht befreit werden kann, heißt Verstehen und Verständnis entwickeln. Wie man Internetsucht erkennt und sie beseitigt, ist die Schlüsselfrage des Buches.

Einziges Manko: Ab wann man davon ausgehen kann, dass ein Mensch tatsächlich computersüchtig ist, wird nicht verraten. Die fließende Grenze zwischen der Faszination für die Möglichkeiten des Internet und dem Abgleiten in die Parallelwelt des Cyberspace ist schwierig zu ziehen. Stillschweigend davon auszugehen, dass ein "Krankheitsbild Computersucht" besteht, ist hier wohl ein bisschen zu einfach gedacht. Wenn Eltern jedoch die Sorge plagt, ihr Kind könnte in den Sog des Mediums Internet geraten, finden sie in diesem Buch einen guten Ratgeber, der gangbare Lösungsvorschläge und hilfreiche Handlungsanleitungen bietet.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen computersüchtig 28. Mai 2009
Bergmann/Hüther haben einen Stein ins Rollen gebracht.
Es ist Ihnen gelungen, ein gesellschaftspolitisches Problem in ganz deutlicher Sprache zu vermitteln.
Von mir wurde das Buch nach dem "Schneeball-Prinzip" verteilt.
Der Umgang mit den "Neuen Medien" ist unumgänglich. Der Umgang muss aber gelernt oder gelehrt werden.
Eltern, Lehrer und Ärzte sollten sich unbedingt mit diesem Buch befassen.
Die Internetseite "rollenspielsucht.de" ist ein Beleg dafür.
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17 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dieses Buch ist ein 8. Oktober 2006
"Computersüchtig. Kinder im Sog der modernen Medien" ist ein Buch, das in jedes Elternhaus gehoert. PC-Haendler und Provider sollten es automatisch zur Hardware packen, denn diese Informationen sind wichtig, wenn man in die neuen Medien eintauchen will.

Es ist an der Zeit, dass die Gesellschaft sich nicht weiter sperrt gegen diese "neue Art der Sucht", die Computer- oder Onlinesucht. Es ist inzwischen wissenschaftlich belegt, dass 3-5 % der Internetnutzer (das sind in Deutschland ueber eine Million Menschen) onlinesuechtig sind, Tendenz steigend. Dieses Buch von Bergmann und Huether zeigt, wie sich die Hirnstrukturen einen exzessiven Spielers oder Internetusers veraendern. Erschreckend, aber spannend zu lesen.

Letztlich bietet dieses Buch auch endlich einen Einblick in die Spielewelt der Betroffenen. Wie sollen Eltern/ Lehrer/ Freunde und Angehoerige helfen, wenn sie gar nicht wissen, was die Betroffenen da im Netz eigentlich treiben?

Ich bin froh, dass die Autoren sich dieses wichtigen Themas annehmen!
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