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Der Computerkrieg. IBM gegen Bill Gates Microsoft. Ein Kampf der Giganten.
 
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Der Computerkrieg. IBM gegen Bill Gates Microsoft. Ein Kampf der Giganten. [Broschiert]

Paul Carroll
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Produktinformation

  • Broschiert: 539 Seiten
  • Verlag: Heyne (1996)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453091728
  • ISBN-13: 978-3453091726
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 12,4 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.073.675 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Niclas Grabowski TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Broschiert
Der deutsche Titel des Buches ist nicht nur irreführend, sondern schlicht falsch. Es geht hier nicht um eine Auseinandersetzung zwischen den Unternehmen Microsoft und IBM. Was hier erzählt wird, ist die Krise von IBM, in die das Unternehmen zu Beginn der neunziger Jahre geriet, und in der der Aufstiegt von Microsoft nur eine der Randbedingungen war. Dass Microsoft es für die deutsche Ausgabe in den Titel geschafft hat, verdeckt den Blick auf die Tatsache, dass die Krise von IBM hausgemacht war. Der englische Titel lautet übrigens "Big Blues: The Unmaking of IBM", das ist nicht nur witziger, sondern auch passender.

Es heißt, dass gerade der Erfolg über längere Zeit ein Unternehmen in den Abgrund reißen kann. Und so beginnt die Erzählung von Paul Carroll, einem ehemaligen Manager der IBM, gerade mit dem außerordentlichen Erfolg des Unternehmens über viele Jahrzehnte. Insbesondere auf dem Gebiet der klassischen Großrechner hatte IBM bis spätestens Ende der Siebziger, Anfang der Achtziger ein Quasimonopol erreicht. Aber genau in diesem Erfolg war die Krise begründet, die nicht viel später begann. Da IBM extrem hohe Margen gewohnt war, gleichzeitig aber im Bereich Service und Vertrieb Qualität vermissen lies, suchten die Kunden andere Technologien, die vielleicht objektiv schlechter waren, aber dennoch die Abhängigkeit gegenüber der IBM verminderten. Nicht zuletzt ist dadurch der Aufstieg der kleinen, harmlosen Personalcomputer in den Unternehmen zu verstehen, die ursprünglich doch für den Heimanwender zu Hause konzipiert waren. Statt bei IBM zu kaufen, beschafften die großen Kunden plötzlich Einzellösungen bei Cisco, bei Compaq und eben bei Microsoft. Und schnell zeigte sich, dass die extrem zentralistische und bürokratische Unternehmenskultur bei IBM auf die plötzlichen Veränderungen der Branche nicht reagieren konnte. Gleichzeitig war lange Jahre hindurch Rat von Außen nicht willkommen, bis schließlich die Insolvenz des Unternehmens drohte. Und erst dann war man bereit, eine Führungsfigur von außerhalb des Unternehmens zu akzeptieren. Man ernannte Louis Gerstner zum CEO, der das Ruder herumriss.

Die Analyse der Entscheidungsprozesse, der Karrieren der beteiligten Manager, der Unternehmenskultur der IBM ist im Buch hervorragend gelungen. Denn von außen betrachtet ist Wirtschaft etwas sehr einfaches. Man muss nur auf die Kunden hören und dann die richtige Entscheidungen treffen. Aber Unternehmen sind eben auch soziale Gruppen, in denen besondere Regeln gelten. Und Entscheidungsträger in diesen sozialen Gruppen haben oft einen besonderen Horizont, der sich manchmal als durchaus beschränkt erweisen kann. Die gruppendynamischen Prozesse, die hier in einem praktischen Fall beschrieben sind, werden Mitarbeitern in vielen großen Konzernen auf dieser Welt nicht ganz unbekannt vorkommen.

Ist dieses Buch noch aktuell? Das Buch endet bereits mit den Entwicklungen Mitte der neunziger Jahre zu einem Zeitpunkt, als es noch nicht klar ist, ob die durch Gerstner eingeleiteten Veränderungen langfristig wirklich wirksam sein werden. Inzwischen wissen wir, dass diese Konzepte wirksam waren. In "Who Says Elephants Can't Dance" sind die Veränderungen in dieser Zeit von Gerstner selbst sehr gut beschrieben worden. Ist das vorliegende Buch deshalb veraltet? Gerstners Nachfolger, Sam Palmisano ist im Gegensatz zu Gerstner wieder eine Führungsfigur aus den eigenen Reihen mit Stallgeruch. Er hat das Unternehmen zunehmend wieder auf die Technologie - statt auf integrierte Lösungen - ausgerichtet. Der wichtigste Bereich ist heute nicht mehr die von Gerstner für entscheidend gehaltente Servicesparte, sondern der profitablere Softwarebereich. Es muss sich noch zeigen, ob IBM damit auf dem richtigen Weg ist. Zumal damit wohl auch ein Rückschritt in der Unternehmenskultur verbunden ist. Geht es wirklich noch um Lösungen für Kunden? Achtet IBM noch auf die Botschaften vom Kunden und auf den Wettbewerb? Oder versucht man nicht, sich über Technologie erneut kleine Monopole zu schaffen, um ein profitableres Geschäft mit weniger Wettbewerb zu sichern? Das kann gefährlich sein, wie die Geschichte zeigt.

Ja, ein hochaktuelles Buch haben wir hier vor der Nase.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Broschiert
Der Titel der amerikanischen Originalausgabe lautet: Big Blues: The Unmaking of IBM. Der Verlag ließ sich anscheinend den, relativ irreführenden, Titel wegen grösserer Verkaufschancen einfallen. 20% des Buches handeln von den Schwierigkeiten zwischen IBM und Microsoft, der Rest beschreibt, leider in oft wiederholenden Geschichten den Niedergang des IBM-Imperiums. Sicherlich nicht uninteressant, wenn eine gewisse Chronologie eingehalten worden wäre. Fazit: Wer sich über die Fehden zwischen IBM und Microsoft informieren will sollte zu einem anderen Buch greifen, zumal es nicht mehr ganz aktuell ist.
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Von Ein Kunde
Format:Broschiert
Als jemand, der Computer eigentlich nur benutzt und wenig von den Hintergründen der ganzen Branche versteht, war es sehr interessant, dieses Buch zu lesen, was sicher daran liegt, dass es eigentlich eine Art Krimi über einen bestimmten riesigen Wirtschaftszweig ist. Ob es dabei nun um Computer als Ware geht, oder um sonst eine Zukunftstechnologie, bei der eine kleine Fehlentscheidung einer Firmenspitze oder eines Entwicklungschefs schon das AUS bedeuten kann, spielt eigentlich keine Rolle. Allerdings gilt dies wohl kaum woanders so sehr wie auf dem Computersektor, wo 1-2 Jahre schon als "höchste Lebensdauer" eines neuen Produktes gelten. Das Buch von dem Reporter des "Wall street journal"s Paul Carroll schildert spannend den Niedergang des Computerkonzern IBM, der jahrzehntelang die Nummer Eins im Geschäft war. Doch als es darum ging ein Betriebssystem für Personal-Computer zu entwickeln, stieß der damals 24-jährige Bill Gates - heute der reichste Mensch der Welt - mit seiner Garagenfirma den Giganten vom Thron. Das war auch eine Folge der IBM-Firmenpolitik, die durch eine Reihe von Fehlentscheidungen/-einschätzungen und durch unternehmerische Blindheit dafür sorgte, dass der Begriff "IBM-kompatibel" zu ihrer eigenen Grabsteininschrift wurde. Ein fesselnd geschriebenes Buch über den Überlebenskampf eines Computerriesen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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