Frank Griffels Einblick in die Paradigmen der Softwareentwicklung mit und für Komponenten ist durchaus gelungen, wenn es sich auch stellenweise ein wenig unausgewogen praesentiert. So wird die geradezu epische Breite der Thematik gut dargestellt und anhand heute verfuegbarer Technologien veranschaulicht. Doch gerade hier offenbart sich ein Manko. Sind die Programmbeispiele zwar kommentiert, geben sie dem Einsteiger doch einige Raetsel auf. Dieser wird sich ohne tiefere Programmiersprachenkenntnisse nur schwer in die dargestellten Sachverhalte vertiefen koennen, die fuer das Vestaendnis der jeweiligen Thematik jedoch noetig sind. Auch die zahlreich vorhandenen Querverweise verleiten den Leser stellenweise zur Lektuere von Bereichen, die dem bis Dato vermittelten Wissensstand nicht gerecht werden. Nichtsdestotrotz bietet dieses Werk einen didaktisch sauberen Einblick in die verschiedenen Problembereiche komponentenorientierter Softwareentwicklung. Als Folgelektuere kann ich Clemens Szyperski - Component Software:Beyond Object Oriented Progamming empfehlen. Hier werden einige der Aspekte nochmals aufgegriffen und aus teilweise anderen Blickwinkeln beleuchtet.