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Kundenrezensionen

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am 27. August 2010
Von Mozarts Sonaten war ich schon lange angetan.
Im Gegensatz zu Schubert, Haydn und natürlich Beethoven war es mir aber jahrelang schwer gefallen, adäquate Einspielungen zu finden. Schiff, Gieseking, Uchida Perahia etc. fand ich sehr schön, aber nicht genial. Bei Haskil und Pires hat mich sehr vieles überzeugt, aber ich suchte doch etwas beschwingtere Versionen.

Auf Gulda bin ich dann zufällig gestoßen, nachdem ich seine Beeethoven-Sonaten großteils gar nicht mochte. Und dann so ein Schwung, ein Feuerwerk, bei dem das Klavier dennoch singt, nicht bebt.

Wenn etwas virtuos zu nennen ist, dann Guldas Mozart. Ich kann diese Einspielung nur wärmstens empfehlen - zumindest sollte man sie gehört haben, bevor man irgendeine Kaufentscheidung trifft.
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am 8. Juli 2011
So Gulda, wenn ihm nach Tagen und Wochen der Selbstzweifel und Skrupel über das eigene Klavierspiel etwas gelang, das seinen eigenen allerhöchsten Ansprüchen genügte.
Gulda wollte diese Mozart-Einspielungen nicht veröffentlicht wissen, er hielt sie anscheinend für nicht hochklassig genug. Wenn man hört, von welcher stupenden musikalischen Qualität diese Aufnahmen sind, ist man einerseits über alle Maßen dankbar dafür, dass sie gefunden wurden und den Weg der Veröffentlichung fanden -- andererseits über alle Maßen traurig darüber, nicht jenem Spiel lauschen zu können, das Friedrich Gulda zufriedengestellt hätte.

Mir ist keine Interpretation der Mozart-Klaviersonaten bekannt, die so frei ist, frei von Schnörkeln, von nebulösen Verzierungen, und dabei in bislang ungehörter Art direkt das Gemüt, den Geist berührt, anspricht. Eine zeitlose Aufnahme.
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TOP 500 REZENSENTam 29. Dezember 2011
Nachdem ich mich vor dem Kauf m.H. der Rezensionen, die wirklich alle von großer Sachkenntnis zeugen, sachkundig gemacht hatte, war mir klar, dass ich auf keinen Fall auch eine schreiben würde, da ich einfach nicht so versiert bin. Ich habe zwar eine ganze Reihe der Sonaten, gespielt von anderen Interpreten, im Schrank, wage jedoch nicht zu entscheiden, ob die Haskil oder die Pires oder der Giseking nun besser sind.
Ich habe jedoch gerade sämtliche CDs hintereinander gehört und stehe noch so unter "Schock", dass ich diesen Eindruck hier zum Besten geben möchte.
Ich hatte Mozart schon immer für einen wundervollen Komponisten gehalten, der mich in blendende Stimmung versetzen und unterhalten konnte. Was mir allerdings beim Hören dieser Aufnahme passiert ist, hatte ich nicht erwartet. Vom ersten Ton an war ich ergriffen und meine das wortwörtlich: hineingezogen in die Gefühlswelt Mozarts, die eben nicht hübsch ist, sondern die Skala sämtlicher Emotionen der Menschen umfasst. Ich konnte nicht aufhören zu lauschen und zu fühlen und war aufgewühlt. So hatte ich Mozart noch nie gehört. Ob andere Interpreten ein Legato sensibler, die Pedaltechnik genialer einsetzen, ist mir völlig egal; und auch, ob die Klangqualität nicht den heutigen Ansprüchen entspricht.
Was für mich zählt, ist, dass ich erstmals die wahre Größe Mozarts durch diese Interpretation erfahren, erlebt habe - und dafür möchte ich Friedrich Gulda Dank sagen.
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am 9. September 2010
Die Mozart-Tapes sind eine Sensation!

Gulda war m.E. als Bach-, Beethoven- und Mozart-Interpret der bedeutendste Pianist des 20. Jahrhunderts; auch bei "objektiver" Bewertung dürfte er jedenfalls unter die "Top 10" zu zählen sein. Wer wäre ihm "technisch" überlegen gewesen? Über Interpretationen und Klangideale kann man natürlich trefflich streiten; gerade bei den drei genannten Komponisten jedenfalls ist Guldas besondere Fähigkeit zur Herausarbeitung musikalischer Strukturen - unter Verzicht auf häufigen Pedaleinsatz - ein Hochgenuß.

Guldas Klangfarben sind berauschend, sein Ton ist kraftvoll, nicht süßlich - Mozart (nicht nur) für Männer (bei Gulda kommt sicher kaum jemandem in den Sinn, zu fordern, das "süßliche Geklimper" leiser zu stellen)!

Die Klangqualität ist nicht zu beanstanden (abgehört mit einer echten High-End-Anlage).
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am 26. November 2010
In einem Interview mit Joachim Kaiser - dem Reich-Ranicki unter den Musikkritikern - sagte Frieda Guldrich sinngemäß, dass Mozart in rein technischer Hinsicht zwar eher leicht zu spielen sei (zumindest für Pianisten seines Kalibers, Anmerkung des Verfassers), dafür aber um so schwerer musikalisch adäquat zu interpretieren. Ich formuliere es mal mit meinen eigenen Worten: Es gilt bei Mozart den goldenen Mittelweg zwischen zuckerbäckerhaftem Rokoko-Spieluhrcharakter einerseits und musikhistorisch antizipierter Romantisierung andererseits zu finden. Ich persönlich halte Guldas (Free) Jazz-Experimente und Eigenkompositionen zwar für ziemlich gruselig, aber diese künstlerische Katharsis hatte offensichtlich einen sehr positiven Einfuss auf seine folgenden Klassik- und insbesondere Mozart-Interpretationen. Plötzlich ist sie auch hier präsent, diese schwer zu definierende Mischung aus Beschwingtheit und Melancholie wie bspw. im Ton von Miles Davis oder der Phrasierung von Stan Getz.
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am 5. Juni 2016
Die Einspielungen auf https://www.amazon.de/Klaviersonate-331-333-Gulda-Friedrich/dp/B000026F1K/ref=sr_1_sc_3?s=music&ie=UTF8&qid=1465128693&sr=1-3-spell&keywords=Gulda+Mozart+Sonatn sind dermaßen schön, vor allem der erste Satz von KV 331, daß ich schon länger gedacht hatte "warum hat er sie eigentlich nicht alle eingespielt?" (Das letzte Mal hatte ich eine solche Gesamteinspielung in den 90ern gesucht, und dann erst zufällig wieder anfang des Jahres eben.) _Was für eine Riesenfreude, daß er doch hat!_
Meiner Meinung nach ist dies _die_ Referenzeinspielung schlechthin, FG macht eben Alles richtig, stellt sich ganz in den Dienst von Mozart und läßt Mozart einfach Mozart sein (nicht wie andere, die teilweise ihre großen Egos nicht bezähmen können und die Musik zu sehr "bereichern" wollen). Zugegeben, der ebenfalls einzigartige Glenn Gould mit seiner "Mozart-Comedy" holt aus manchen Sätzen noch mehr 'raus (manchmal vielleicht mehr als der gute Wolfgang Amadé 'reingetan hat, höre KV 284 (Dürnitz-Sonate), 3. Satz, oder auch der 3. Satz der B-Dur-Sonate KV 570)—und ist auch sonst absolut oberhörenswert, auch wenn er Mozart manchmal etwas Gewalt antut—, aber was Fritz G. hier veranstaltet ist überall weit über 99,99% des Möglichen. Und für den Preis eine veritable Sensation! (Ich habe für 32,95 zugeschlagen.)
Zu KV 330 hier noch der Tipp, sich die Aufnahme von Franz Hummel (mW nur auf Vinyl habbar) zuzulegen, wenn noch irgendwo bekömmlich. Die ist auch ganz weit oben. (Bedauerlich, daß _der_ so früh aufgehört hat zu spielen.)
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TOP 1000 REZENSENTam 28. Oktober 2011
Was ich an Friedrich Gulda so sehr schätze: Er konnte in "Musik" hellwach so denken wie ein Sprachbegabter vielleicht in "Französisch" gerade mal träumt. Als wäre Musik eine Sprache, und das war es auch für ihn. Er konnte aus dem Stegreif irgendein Arrangement anhören und dann seine Sicht davon als Antwort oder Frage, als Diskussionsbeitrag fast beiläufig in die Tasten drücken.

Technisch gehörte er zu den Großmeistern. Ich war z.B. schwer beeindruckt davon, was er aus einem Clavichord an Klangmöglichkeiten herausquetschen kann, konnte. Der texanische Konzert- und Jazzpianist Keith Jarret hat in seinem Doppelalbum "Hymns and Spheres" die große Dreifaltigkeitsorgel in Ottobeuren bis aufs Letzte ausgereizt. Das ist aber nicht Gulda, der wollte nichts beherrschen, sondern erzählen.

Werktreuer Mozart mit Frackschößen und Lametta in der Hochkultur ist also hier nicht angesagt, sondern eine Gänsehautehrfurcht vor dem großen Nacherzähler.
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TOP 1000 REZENSENTam 10. November 2014
Diese Einspielung von Mozarts Klavierwerken ist schlichtweg von überragenden Schönheit und Größe, weil Gulda die Stücke nach meinem Dafürhalten völlig uneitel und mit der gebotenen - und so oft missachteten - Klarheit und Ernsthaftigkeit interpretiert. Jede Note bekommt bei ihm die gleiche Aufmerksamkeit: als wenn man für jede Note einen schönen Stein in die Hand nimmt, ihn einfach fühlt und betrachtet und erfreut ob seines Ebenmaßes wieder beiseite legt, um den nächsten zu greifen (ging mir so durch den Kopf).
Ich habe erst durch diese Einspielung die Mozart'schen Klaviersonaten in ihrer gesamten Tragweite begriffen - zum Weinen schön und zutiefst erschütternd. Sie beschreiben - so wie die allermeisten Werke Mozarts - universelle Menschlichkeit in all ihren Nuancen! Dies ist Mozartinterpretation in Vollendung!
Über die Unzulänglichkeiten der Aufnahmetechnik kann ich ob des Gebotenen 100%-ig hinweghören - Dank an diejenigen, die diese Aufnahmen für die Öffentlichkeit verfügbar gemacht haben.
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am 31. Januar 2012
friedrich guldas mozart-aufnahmen sind eigentlich nicht umfangreich, zumindest für einen
sog. mozart-spezialisten, als der er galt, und was seine offiziellen einspielungen anbelangt:
die grossen klavierkonzerte mitte der 70er aus wien mit abbado, die sonaten-fantasie-aufzeichnung
von 1981 und die konzerte aus amsterdam '83-84 als reflex des unkonventionellen pianisten auf
den mozart-neuerer und -rethoriker harnoncourt und als rundfunk-mitschnitt kv 271 mit böhm als
beseeltes konzertieren aus münchen 1969. allesamt mozart-highlights.
die vorliegenden >complete mozart-tapes< sind insofern nicht offizielle dokumente, weil gulda die
originale alle nach ihrer privaten erstellung von 1982 bis 1990 als stand der dinge seiner erneut er-
worbenen mozart-erarbeitung vernichten liess.
der verantwortliche toningenieur verwahrte aber sog. sicherheitskopien auf audiokassetten, die hier
klangtechnisch überarbeitet und z.t. kompiliert-manipuliert vorliegen.
es sind z.t. auch nicht nur klanglich äusserst herbe, kantig-schroffe, allemal tieflotende und
tiefsinnige interpretationen, die dem unbändigen gestalterischen geist mozarts wohl gerecht werden,
zumal im vergleich zu all dem feinsinnigen mozart-geklimper, das heutzutage als sensibel-moderate
klassische kunstfertigkeit a la la ff. gehandelt wird.
man hört frappiert, da wird man dem wiener gulda mit mozart nichts vormachen können.
die bonus-cd bietet raritäten von 1956 (unser dummer pöbel-variationen mit stupender technik) bis
1997 (adagio-kv 332 als clavinova-arrangement) und eine fantastische fantasie kv 397 live aus dem
wiener musikverein 1978.
ungeschönte, letzte zeugnisse eines singulären musikalischen meister-pianisten, der uns ebenso
formidable seinen bach, beethoven, schubert und auch chopin und debussy hinterlassen hat.
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am 3. November 2009
Und dazu gibt es wirklich nicht mehr zu schreiben.
Eine ganze Nacht lang Mozart und Gulda - leicht und tief, berührend und belebend.
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