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Kundenrezensionen

32
3,9 von 5 Sternen
Company Men
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22 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Ein schlichter einfacher Satz, der aus dem Mund des Sales-Managers Bobby Walker(Ben Affleck) kommt; aber einer der gewaltigen Zündstoff in sich birgt. Denn: Bobbys Leben, und das seiner Familie, wird sich grundlegend zum Schlechteren wandeln. Das Bobby in dieser prekären Situation nicht allein ist, tröstet ihn zunächst nur schwach...

Nach dem großen Bankencrash 2008 gerät die amerikanische Wirtschaft ins Taumeln. 2010 erwischt es den Schiffbauer GTX. Firmenchef Jim Salinger(Craig T.Nelso) macht, was alle großen Bosse machen, um ihre Pfründe zu sichern: Er entlässt ein paar Tausend Mitarbeiter. Bei der ersten Welle erwischt es Bobby Walker. Dessen Abteilungschef Gene McClary(Tommy Lee Jones), ein uralter Freund vom Boss Salinger, schluckt diese Kröte, ist aber mit Salingers Politik nicht einverstanden. Kurze Zeit später schlägt Salinger das zweite Mal zu. Um den Aktienkurs zu erhöhen, entlässt er noch einmal Mitarbeiter. Dieses Mal ist das Urgestein Phil Woodward(Chris Cooper) dabei. Das kann Gene McClary nicht hinnehmen. Aber auch er landet urplötzlich auf der Straße. Da hilft es ihm auch nicht, dass er mit der Personalchefin Sally Wilcox(Maria Bello) schläft.
Während in den Chefetagen die Büros frei werden und Salinger munter sein Konto weiter füllt, kämpft Bobby Walker um seine Existenz. Seine Frau Maggie(Rosemarie de Witt) unterstützt ihn wo sie kann, aber sie rückt ihm auch den Kopf zurecht. So muss Bobby unliebsame Veränderungen hinnehmen, die ihn zunächst den Porsche und dann das Golfspielen kosten. Das er zum Schluss auch noch bei Maggies Bruder Jack Dolan(Kevin Costner) als Arbeiter beim Trockenbau landet, hätte er allerdings nicht gedacht. Doch Typen wie Bobby Walker geben so schnell nicht auf. Und ein Gene McClary schon gar nicht...

-The Company Men- ist wirklich gutes Hollywoodkino. John Wells rückt dabei die Chefetagen der großen Firmen in den Focus seiner Geschichte. Sein Film zeigt vor allem, wie unglaublich wohlhabend bestimmte Kreise sind und wie tief sie fallen können. Wobei: Hier sehe ich das einzige Manko in Wells Geschichte; die Protagonisten fallen auf hohem Niveau. Die Wirklichkeit produziert mit Sicherheit noch wesentlich bittere Schicksalsschläge, als -The Company Men- uns das zeigt. Das war es dann aber auch schon, was ich zu "meckern" hätte.

Ansonsten ist das unglaubliche Staraufgebot zu nennen. Costner, Affleck, Bello, Cooper und Nelson spielen grandios, überzeugend und mitreißend. Noch eine Stufe höher möchte ich jedoch Tommy Lee Jones setzen. Wie er den smarten, coolen, und doch so nachdenklich cleveren Gene McClary gibt, zeugt von allerhöchster Schauspielkunst. Genau in diesem Bereich punktet -The Company Men- unglaublich stark. Obwohl, oder vielleicht gerade weil, die Geschichte manchmal sehr nüchtern und sachlich daherkommt, sind es die Charaktere, die uns in ihr Leben mitnehmen und uns nicht mehr loslassen.

Es ist wieder einmal so ein Film, der sich kritisch mit dem amerikanischen Traum befasst. Er zerstört ihn keineswegs, fügt ihm aber ein paar sichtbare Kratzer zu. Am Beispiel der Familie Walker zeigt John Wells exemplarisch auf, wie das Schicksal jedes einzelnen Arbeitnehmers von Kursen, Aktien, raffgierigen Chefs und Analysten abhängt. Das "läuft" übrigens nicht nur in den USA so. Schauen sie sich einfach mal die Nachrichten an und stoppen sie die Zeit, die auf Wirtschaft, Börsen und Eurokrise verwandt wird. Rechnen sie den "kümmerlichen Rest" der Nachrichtenzeit mal dagegen. Dann werden sie ganz schnell feststellen, was wichtig ist und worum es im Leben(jedenfalls dem Teil des Lebens, den uns die Nachrichten präsentieren) wirklich geht. Egal, ob sie das gut finden oder nicht. Egal ob sie da mitmischen oder nicht. Insofern ist -The Company Men- vielleicht auch ein kleiner Denkanstoß in unsere Richtung...
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Mein Auto, mein Haus, meine Yacht, meine Pferde..."Company Men" ist ein Film über die neue Armut der Reichen in den USA. Darüberhinaus eine amüsante und auch bittere Abrechnung mit unserem Wohlstandsdenken, ein Film auf der Höhe der Zeit. Nicht nur in den USA...John Wells Filmdrama passt überall hin.
Die Karriere von Bobby Walker (Ben Affleck) geht extrem rasch und überraschend zu Ende, am Ende gibts für ihn den Rauswurf aus der Firma. Es muss gespart werden, natürlich am Personal. Alles was ihm bleibt ist ein Pappkarton für seine Habseligkeiten sowie 3 Monate volles Gehalt (was so hoch ist wie für den Durchschnittsverdiener ein recht gutes Jahresgehälter) und die finanzielle Unterstützung der Firma für die 4 monatige Hilfe durch ein Jobcenter - doch es ist heute nicht so einfach einen neuen und vor allem gleich gut bezahlten Alternative. Aber Bobby Walker würde von den 120.000 Dollar auch für 90.000 Dollar einen Job annehmen.
Je mehr verdient wird, desto höher der Fall. Denn im Laufe der Geschichte wird auch Bobbys Vorgesetzter Phil Woodward (Chris Cooper), Spitzenverdiener und Mitarbeiter der Firma seit der ersten Stunde - durch Fleiß bis in die Vorstandsetage gekommen - gefeuert. Am Ende trifft es gar den Ausnahmeverdiener Manager Gene McLary (Tommy Lee Jones), die rechte Hand und bester Freund von Firmenboss James Salinger (Craig T. Nelson), der sich leider zu sehr für seine Mitarbeiter und gegen die kollektiven Entlassung stellt.
Immerhin hätte Bobbys Schwager (Kevin Costner) einen Job auf dem Bau, doch anfangs streubt sich der neureiche Bobby und ärgert sich über den Rausschmiß aus dem Golfclub und den Verkauf von Haus und teurem Schlitten. Trotzdem reicht die Knete nicht mehr aus. Sein Junge Drew (Anthony OŽLeary) gibt sogar sein X-Box wieder in den Laden zurück, auch Ehefrau Maggie (Rosemary DeWitt) könnte gut leben mit kleiner gebackten Brötchen.
Der Film ist auf seine Weise sehr unterhaltsam und schildert das Schicksal der Arbeitslosigkeit von drei Männern, deren unterschiedliche Gehaltsklassen hoch, extrem hoch und exorbitant sind. Also eigentlich gar nicht so tragisch, wenn nur nicht diese Männer so sehr an ihrem Luxus hängen würden und all das was dieses reiche Leben mit sich bringt.
Angesichts der wahren Armut in den westlichen Ländern mit Arbeitslosen unter dem Existenzminimum oder gar auf der Straße lebend ist das Szenario, dass "Company Men" aufzeigt sogar immer etwas befremdlich - trotzdem wirkt der Film sehr ehrlich und als Bestandaaufnahme des heutigen Leistungsträgers, der sich ganz stark und fast ausschliesslich über den Job definiert und der in eine Leere und in eine Sinnkrise gerät, als dieses Elixiier ihm weggenommen wird, denn mit ihm verschwindet auch der üppigge, materielle Anspruch, der zum ganz normalen Alltag geworden ist.
Am Ende steht allerdings ein Heilversprechen, dass allzu schlicht daherkommt und den Weg zur Besserung wieder in den Ursprüngen der Industrialisierung sucht.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 7. Januar 2012
Allein schon wegen der scheinbar drögen Thematik fiel es mir zunächst sehr schwer, mich auf diesen Film einzulassen. Das ich dann wieder einmal eines besseren belehrt wurde, zeigt nur allzugut, was mit hervorragenden Schauspielern und einem interssanten Drehbuch aus einem anfangs scheinbar langweiligen Stoff herauszuholen ist.
Und das ist wirklich bestens gelungen, denn "Company Men" ist ein Film geworden, der nur zu gut als Mutmacher in Zeiten allgegenwärtiger Krisen dient.
Dazu prangert er in eindrucksvoller Art und Weise die Gier der Firmen und die Gnadenlosigkeit des Arbeitsmarkts an und propagiert gelungen den guten alten amerikanischen DIY-Spirit.
Bobby Walker (Ben Affleck) lebt den amerikanischen Traum und sitzt als Vertriebsleiter eines Großkonzerns eigentlich fest im Karriere-Sattel. Doch nach 12 Jahren im Unternehmen fällt er von einem Tag auf den anderen plötzlich dem Sparzwang des Unternehmens zum Opfer. Bobby ist einer von 3000 Angestellten, die nach Massenentlassungen plötzlich arbeitslos sind. Dazu gehören auch seine beiden Kollegen Gene (Tommy Lee Jones) und Phil (Chris Cooper), die aufgrund ihres Alters kaum noch Chancen auf eine neue Anstellung haben. Doch der freie Fall von ganz oben zurück in Zeiten demütigender Bewerbungsgespräche und Bittstellertum fällt den drei Männern alles andere als leicht. Zwangsläufig müssen sie ihren Stolz herunterschlucken, um ihr jeweiliges Leben wieder in geordnete Bahnen zu lenken...
Dabei fiel es mir anfangs doch sehr schwer Mitgefühl für die drei Protagonisten zu entwickeln, wenn diese sich von ihren Statussymbolen trennen müssen. Doch dank des sehr glaubhaften Darsteller-Trios entwickeln sich die Leidtragenden schnell zu Symphatieträgern, deren Existenzängste auch mich als Otto-Normalverbraucher berührten und nachvollziehen liesen.
Was "Company Men" dann neben der sehr allgegenwärtigen, interessanten Story zu einem Geheimtipp und einem Highlight werden läßt, ist das bis in die kleinsten Nebenrollen überragend besetzte Cast, mit den Weltstars Affleck, Tommy Lee Jones, Chris Cooper, Kevin Costner und Maria Bello, die allesamt grandios aufspielen und so dem Film das i-Tüpfelchen aufsetzen.
Daher will ich auch an diejenigen appellieren, die viellicht denken, Finanzkrise und Arbeitslosigkeit sind keine guten Themen für einen netten Heimkinoabend.
Nein, "Company Men" hat wirklich eine Chance verdient, weil er einfach grundehrlich ist, nicht ohne Humor, und dazu mit einem Top-Cast punktet.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Jeder will etwas sein, keiner will etwas werden (Goethe!). Oder auch: alle wollen Häuptlinge, aber keiner Indianer sein. Bobby Walker (Ben Affleck) ist 37 Jahre alt, gelernter Betriebswirt, Familienvater und verdient 160.000 Dollar im Jahr. Der Film beginnt damit die überdimensionierten Immobilien von drei der vier Hauptdarsteller zu zeigen, sie alle arbeiten im selben Unternehmen und haben sich an ein bequemes Leben gewöhnt. Allein schon das zahlreichen Zubehör für die Spielkonsole der Kinder (später muss der Sohn die X-Box verkaufen um Geld zu sparen?!) füllt nahezu das halbe Wohnzimmer.
Die Wirtschaftskrise sowie die Gier des Unternehmers führt zur Entlassung von Walker. Er verliert nicht nur die Mitgliedschaft im Golf-Club, sondern muss auch noch seinen Stolz überwinden, damit er seinen Schwager (Kevin Costner) um einen Job in dessen Bauunternehmen bitten kann.

Einiges an Company Men erinnert an den Film Wall Street. Hier wird nicht nur die aktuelle Wirtschaftskrise thematisiert, sondern auch der Niedergang der USA. Fight Club von 1999 hat das alles pointierter, provokanter, aber eben auch mit enorm viel Humor thematisiert. Company Man ist ein stiller Film mit bekannten Darstellern und einer etwas arg versöhnlichen Aufbruchsstimmung-Botschaft. Soziale Marktwirtschaft, wieder zurück zu einem akzeptablen Verhältnis der Einkommensdifferenz zwischen Arbeiter und Top-Management - Company Men deutet zwar an wie fragwürdig und lachhaft der American way of life ist (siehe den Arbeitslosen der sich vor den Nachbarn schämt und sich nur über seinen Job definiert, siehe den völlig verweichlichten Bobby Walker, der sich nicht für seine Untergebene interessiert und das überzogene Gehalt gerne mitnimmt, aber völlig perplex ist als er gekündigt wird, eine schwere Beleidigung der männlichen Allmachtsphantasie), deutet aber an, dass nur einige Details verändert werden müssen, damit wieder alles gut wird. Amüsant.

3,5 Sterne

Spielzeit: 100 Minuten, Extras: Audiokommentar mit Regisseur John Wells, Making of, Deleted Scenes, Alternatives Ende, Trailer; Ton: DD 5.1 Englisch, DD 5.1 Deutsch
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 28. Mai 2012
Ich habe den Film mit gemischten Gefühlen gesehen, entscheide mich aufgrund der überzeugenden schauspielerischen Leistungen (allen voran Tommy Lee Jones, aber auch Ben Affleck und Kevin Costner machen ihre Sache sehr gut) doch noch für vier Sterne. Die grundsätzliche Thematik des Films finde ich interessant und äußerst wichtig: die Kritik an einem Wirtschaftssystem, in dem es nur noch um Aktienkurse geht und nicht um die Bedeutung produzierter Güter und schon gar nicht um die an diesem Prozess beteiligten Menschen. So können mit einer einzigen Entscheidung Betriebszweige komplett stillgelegt und unzählige Mitarbeiter in eine ungewisse Zukunft entlassen werden. Diese Erfahrung existenzieller Bedrohung ist der Menschheit gewiss nicht neu, hier zeigt sie sich jedoch auch den "hochrangigen Etagen", also denen, die sich bislang eher auf der "sicheren Seite" eines Erfolgslebens fühlten. Deutlich wird: Wenn es um den Profit geht, verliert letztlich alles an Bedeutung: Status, Ausbildung, Leistung, langjährige Betriebszugehörigkeit, persönliche Bindungen. In diesem System ist so gut wie keiner sicher, es kann im Prinzip jeden treffen. So auch den jungen smarten Bobby (Ben Affleck), der sich plötzlich all dessen beraubt sieht, was die Grundlage seines äußerst erfolgreichen und wohlhabenden Lebensstils ausmachte. Man möge mir als "Normalo" verzeihen, dass sich meine Betroffenheit hier eher in Grenzen hielt. Seine Mitgliedschaft im Golf-Club aufgeben zu müssen und den Porsche vom Hof fahren zu sehen, mag sehr schmerzlich sein, rührt mich angesichts alltäglicher Verhältnisse in meinem Umfeld aber nicht wirklich. Vermutlich war auch dem Regisseur klar, dass hier ein bisschen nachgeholfen werden muss. So verläuft der Absturz von Bobbys Familie so gewaltig, dass so manchem Arbeitslosen in unseren Landen schwindlig werden könnte. Keinerlei Rücklagen, keine Sicherheiten, keine Jobs können verhindern, dass die Familie schließlich gezwungen ist, bei Bobbys Eltern Unterschlupf zu suchen. Nun ist Bobby wirklich "ganz unten" und muss vor seinem (Anti-Typ-)Schwager (Kevin Costner) zu Kreuze kriechen und um einen Job als Handlanger in dessen Sanierungsbetrieb betteln. Tiefer kann man wohl kaum sinken!
Mir ist schon klar, dass es wichtig ist, Botschaften zu verdeutlichen, aber das war mir persönlich etwas "too much". Auch die weitere Entwicklung bis hin zum Schluss und die immer wieder eingestreuten "messages" wirkten auf mich reichlich klischeehaft und auch etwas romantisierend.
So war das Ganze für mich eine Mischung aus gelungenen, nachvollziehbaren Darstellungen und manchmal ein bisschen zuviel Hollywood.
Den Darstellern ist es zu danken, dass bei allen Abstrichen der Film für mich immer sehenswert blieb!
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 14. Oktober 2012
STORY

Bobby Walker (Ben Affleck), ein gut verdienender Jung-Manager, wird entlassen und fällt in ein Loch. Vor allem weigert er sich beharrlich, einen niedrigeren Lebensstand anzunehmen oder demütiger, damit umzugehen, überhaupt einen Job zu haben. Durch die Arbeit bei seinem Schwager (Kevin Costner), der einen kleinen Handwerkbetrieb führt, und Kontakte zu dem ebenfalls arbeitslosen Danny (Eamonn Walker), ändern sich seine Sichtweisen. Auch sein ehemaliger Chef (Tommy Lee Jones) und ein Kollege (Chris Cooper) werden später entlassen. Ihre Wege laufen parallele, sind aber unterschiedlich.

MEINUNG

Dieser Film macht einiges gut und anderes weniger gut. Gut wird die Rücksichtslosigkeit bis zur Unmenschlichkeit gezeigt, wenn Menschen, unabhängig von ihren Leistungen und ihrer Person, als Nummern entlassen werden. Dabei verkauft man ihnen dies als Möglichkeit und das Mitgefühl hält sich in Grenzen. So ist das Business. Noch besser wird aufgearbeitet, dass es eben nicht immer nur darum geht, dass besonders Menschen hart getroffen werden, bei denen der Job bis dahin der absolute Mittelpunkt war. Um das Schöne wie Familie, das Leben und die Zeit abseits davon zu erkennen, benötigt man nämlich Geld, sonst kann man es sich nicht leisten. Ein Umstand den die gut situierten Moralapostel gerne verleugnen und abtun.

Weniger gut ist, dass dieser Film auch eine Art Werbetrailer für die rücksichtslosen Systeme in der amerikanischen Berufswelt ist. O.K., an der Spitze von Firmen stehen eher Maschinen als Menschen, aber es gibt sie auch noch, die guten Menschen und es gibt hohe Werte wie Familie und Freunde, erfreut euch doch erst mal daran, dass das noch nicht ganz verloren ist. Und wir alle haben immer wieder aufs Neue die Möglichkeit das Gute zu schaffen und zu stützen. Der amerikanische Traum hört halt nie auf, ein Happyend ist immer drin. So wird aus dem durchaus kritischen Film irgendwann ein heimeliger Familienfilm, der noch nicht mal als Appell dient, sich auf Werte zu besinnen, sondern behauptet, dass sie ja da wären. Also wozu die Aufregung.

FAZIT

Eine gute Besetzung, die vor allem dank der Oldies Jones, Cooper, Costner und Nelson Bestnoten verdient, sorgt für Unterhaltung und mindert die zwiespältig gut-bürgerliche Botschaft so ab, dass man den Film aufmerksam sehen kann, ohne sich aufzuregen.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 5. Februar 2013
irgend wie kann der Film trotz seiner berühmten Hauptdarsteller wie Tommy Lee Jones, Ben Affleck und Chris Cooper nicht fesseln, es ist halt ein weiterer Film, der trotz seines ernsten und brisanten Themas wieder die typisch amerikanische Tugend ('Wir werden es schaffen') zu hochhält und somit in meinen Augen jeglichen Realismus verliert. Anders ist da der um Klassen bessere 'Der grosse Crash', der eben keine 'Helden' und 'Schurken' bereit hält und auch sonst vom filmischen wesentlich besser gestaltet ist. Von diesem Film hier war ich doch ein wenig enttäuscht.
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TOP 500 REZENSENTam 24. Juli 2015
Der Film gefällt mir sehr gut. Der Manager Bobby Walker - gespielt von Ben Affleck - ist in einem amerikanischen Konzern tätig. Dort müssen jedoch Leute entlassen werden. Es trifft auch Walker.

Trotz etlicher Bewerbungen findet er keinen neuen Job und muss seinen Lebensstandard aufgeben. Der Porsche wird verkauft, das Haus ebenso. Die Familie zieht in zwei Zimmer des Elternhauses ein. Bobby Walker ist schier am verzweifeln.

In einer zweiten Kündigungswelle müssen weitere Manager ihren Hut nehmen. Sie können der kostspielige Leben ihrer Frauen nicht mehr finanzieren.

Unten angekommen, tun sich für den ein oder anderen neue Wege auf.

Das Bild ist einer DVD entsprechend gut, der Ton ebenso.

Zu den Extras der DVD kann ich nichts sagen, weil ich nur die Beilagen-DVD der Zeitschrift "Audio Video Foto" habe. Dort sind keine Extras drauf.

Den Film kann ich empfehlen.
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6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 9. Dezember 2011
"Company Men" ist nicht nur ein Wirtschafts- und Sozialdrama. Es ist auch John Wells erster Kinofilm. Das merkt man dem Film allerdings keineswegs an. "Company Men" überzeugt durch den richtigen Einsatz von Dramaturgie, Charme und Witz auf ganzer Linie.

Außerdem überzeugen seine hochkarätig ausgewählten Darsteller ebenfalls voll und ganz durch Menschlich- und Glaubwürdigkeit. Ben Affleck übernimmt dabei die Rolle des nur zu Filmbeginn erfolgsverwöhnten Bobby Walker, Kevin Costner die des aufmunternden Schwagers Jack Dolan und Tommy Lee Jones die des knallharten und doch mitfühlenden Managers Gene McClary. Aber so menschlich, wie der Cast spielt, sind die internen Abläufe der großen Wirtschaftsunternehmenn nicht...

Im Mittelpunkt steht also vor allem die Unmenschlichkeit der heutigen Gesellschaft und die innere Stärke des Menschen, die ihn trotz allem immer wieder aufstehen lässt. Bei diesem Lernprozess begleitet die Kamera Afflecks Charakter sehr unverschönt aber auch dezent - und somit auch das Publikum, welches Zeuge einer Geschichte wird, die so eindeutig tausendfach jeden Tag geschrieben wird. Trotzdem lässt es sich "Company Men" nicht nehmen die unverständlichen und sicherlich auch etwas komisch-angehauchten Seiten der Arbeitslosigkeit auszuleuchten.

Als Bonusmaterial liegt der blu ray, neben einem Wendecover, u. a. ein umfangreiches Making of, ein Audiokommentar sowie "Deleted Scenes" bei.

Fazit:

Eine Geschichte, die das Leben schrieb... Unbedingt zu empfehlen!
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 22. Januar 2012
"Company men" kommt mit seiner stillen, beinahe dokumentarischen Art über ein Stück Zeitgeschichte, sozusagen den "Untergang des amerikanischen Imperiums", daher wie ein Trailer der Zeitschrift SPIEGEL: Ein Riesenunternehmen schrumpft sich gesund, indem es dem Willen der Aktionäre folgt, Massenentlassungen anordnet, Geschäftsbereiche abstösst und dies in gnadenloser Rücksichtslosigkeit duchzieht.
Zeitgeschehen pur, also.
Die tragende Hauptrolle spielt Ben Affleck, als gechasster Spartenleiter, der von heute auf morgen auf der Strasse steht, keine Kredite mehr abgelten kann und zusehen muss, wie sein Leben und seine Lebensphilosophie sich in Nichts auflösen. Nur seine bewunderswert pragmatische, familienorientierte Frau (totale Fehlbesetzung: Rosemarie DeWitt!) vermag es, den Zerfall des Vertrauten in eine Bahn der Ruhe und Neuorientierung zu lenken.
Tommy Lee Jones als alter Werften-Veteran spielt wie immer hervorragend und glaubwürdig, auch wenn das bei seinem faltenreichen, zerlebten, von Natur aus schon wehmütig blickenden Gesicht eine Leichtigkeit für ihn ist: Er muss nur Schauen - und schon hat Amerika ein Spiegelbild seiner selbst!
Ausgezeichnet besetzt ist auch die Rolle von Afflecks Schwager: Kevin Costner als Baustellenleiter mit Akkuschrauber und Druckluft-Nagler. Herrlich rustikal und traditionell amerikanisch. Als hätte Costner nie was anderes getan.
Der Film gefällt gerade ob seines fehlenden Pathos. Es gibt kein heroisches Ende, alles bleibt - obwohl tendenziell hoffnungsvoll - offen und lebendig.
Der Film zeigt mehr wie es ist, wie es allerortens geschieht, als dass er seine Inhalte auch tendenziös bewertet.
Und genau das zeichnet ihn aus.
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